Beauftragung und Ehrung aktiver Malteser-Helfer

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Dr. Michael Winklmaier (li.) aus Traunstein wurde bei der Jahresabschlussfeier des Malteser Hilfsdienstes zum „Gliederungsarzt“ ernannt und mit dieser ehrenamtlichen Tätigkeit beauftragt. Die Urkunde zur Beauftragung überreichte Max Rauecker, der Kreisbeauftragte.

Traunstein - Dr. Michael Winklmaier ist der neue Bereitschaftsarzt der Kreisgliederung des Malteser Hilfsdienst. Ein weiterer Höhepunkt der Mitglieder- und Mitarbeiterfeier war die Auszeichnung aktiver Helferinnen und Helfer.

Dr. Michael Winklmaier ist der neue Bereitschaftsarzt der Kreisgliederung des Malteser Hilfsdienst. Max Rauecker, der Kreisbeauftragte, überreichte dem 40-Jährigen die Beauftragung im Rahmen der Jahresabschlussfeier der Hilfsorganisation. Winklmaier, der auch die Malteser-Jugend im Landkreis Traunstein leitet, ist Nachfolger von Dr. Gerhard Füchsl, der das Ehrenamt aus beruflichen Gründen nicht fortführen konnte. Ein weiterer Höhepunkt der Mitglieder- und Mitarbeiterfeier war die Auszeichnung aktiver Helferinnen und Helfer. Dieter Riechel wurde für mehr als 30-jährige ehrenamtliche Mitwirkung als aktiver Helfer mit den Dienstalterabzeichen geehrt. Rauecker überreichte dem Lauterer das Ehrenzeichen mit Urkunde. Mit Ehrenplaketten in Bronze wurden Monika Appelt, Marion Freutsmiedl, Angelika Hampl-Müll, Petra Huber, Sabine Mannl, Martina Meisinger, Margarete Nedwed, Andrea Thönniß und Johanna van Eck, die Leiterin des Besuchs- und Betreuungsdienstes ausgezeichnet. Die Malteser-Plakette in Bronze wird von der Deutschen Assoziation des Souveränen Malteser Ritterordens und dem Präsident Dr. Erich Prinz von Lobkowicz für mindestens fünf Jahre aktive Mitarbeit verliehen. Max Rauecker, der Kreisbeauftragte der Malteser, betonte, dass die Ehrenauszeichnung nicht für eine bestimmte Anzahl von Dienstjahren verleihen werde; vielmehr würdige der Malteser-Orden damit die besondere Leistung und das langjährige ehrenamtliche Engagement.

Der Kreisbeauftragte Max Rauecker und Peter Volk, Leiter der Kreisgeschäftsstelle, blickten auf ein arbeitsreiches und erfolgreiches Jahr zurück. Insgesamt leisteten die über 200 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer mehr als 115.000 Dienststunden. In den Fahrdiensten für Menschen mit Behinderung, im Linienfahrdienst zu Förderschulen und beschützenden Einrichtung der Behindertenhilfe sowie bei betreuten Krankenfahrten beförderten die Malteser mehr als 85.000 Fahrgäste. Die Malteser-Fahrdienste, die von TÜV und DEKRA mit dem Qualitätszertifikat „Sichere Personenbeförderung“ ausgezeichnet wurden, legten dabei 1,4 Millionen Kilometer zurück. Der Mahlzeitendienst „Essen auf Rädern“ lieferte 23.400 Menüs an Senioren und Alleinlebende aus. Pro Monat werden in der Stadt Traunstein und in den umliegenden Gemeinden mehr als 1000 Menüs heiß und essfertig ins Haus gebracht. Mit dem Projekt Mahlzeiten-Patenschaften versucht die Hilfsorganisation Spender zu gewinnen, die bedürftigen Menschen täglich eine warme Mahlzeit finanzieren. Auf den Hausnotrufdienst der Traunsteiner Malteser vertrauen 470 Senioren. Der Hintergrunddienst, der den Hausnotrufteilnehmern zur Seite steht, wenn bei einem Notfall die Hilfe durch Angehörige und Bezugspersonen nicht möglich ist, rückte 75 Mal aus. In den Kursen der Breitenausbildung wurden mehr als 2200 Personen geschult, vom Grundkurs in Erste Hilfe bis zur Ausbildung zur Schwesternhelferin.

Das Kriseninterventionsteam (KIT), das traumatisierte Menschen nach plötzlichem Tod eines Angehörigen betreut, wurde 90 Mal alarmiert und leistete 400 Betroffenen Beistand und „Erste Hilfe für die Seele.“ Der ehrenamtliche Dienst der Krisenhelfer wurde mit dem Bürgerpreis des Landkreises Traunstein in der Kategorie „Alltagshelden“ ausgezeichnet.

Dieter Riechel (links) aus Lauter ist mehr als 30 Jahre als aktiver Helfer beim Malteser Hilfsdienst tätig. Riechel war mehr als zwei Jahrzehnte im Rettungsdienst und Krankentransport tätig und engagierte sich unter anderem auch als Geräte- und Fuhrparkwart. Max Rauecker, der Kreisbeauftragte würdigte Riechels Verdienste mit dem neu geschaffenen „Dienstalterabzeichen“ und einer Ehrenurkunde.

Im Rettungsdienst und Krankentransport dürfen sich die Malteser weiterhin „Premium-Rettungswache“ nennen, nachdem das Audit durch die Deutsche Gesellschaft für Qualitätsmanagement (DQS) mit Erfolg bestanden wurde. Ab März werden die Malteser an ihrer Rettungswache ein Verlegungseinsatzfahrzeug (VEF) betreiben, nachdem ihnen kürzlich der Zuschlag zur Durchführung der vom Zweckverband für Rettungsdienst- und Feuerwehralarmierung Traunstein öffentlich ausgeschriebenen Leistung erteilt wurde.

Größter Einsatz des Jahres war die sanitätsdienstliche Versorgung des Chiemsee-Reggae-Festivals in Übersee. Während der mehrtägigen Veranstaltung leisteten die Sanitäter und Ärzte 1365 Mal Erste Hilfe; 170 Malteser-Helfer waren im Einsatz. Mehrere Einheiten der Gliederung Traunstein und eine große Abordnung an Helfern leisteten beim 2. Ökumenischen Kirchentag Sanitäts- und Betreuungsdienste. Die verschiedenen Schnell-Einsatz-Gruppen hatten ihren größten Einsatz beim Felssturzunglück in Stein an der Traun und einem zeitgleichen Brand in einem Restaurant am Stadtplatz, bei dem die evakuierten Bewohner betreut wurden. Zudem wirkten sie bei vielen Sanitäts- und Betreuungsdiensten mit.

Als „ganz besondere Freude des Jahres“ bezeichnete Rauecker den Erfolg beim Bundeswettbewerb der Sanitätseinheiten. Die Erwachsenengruppe holte sich den 3. Platz und die Buben und Mädchen der Jugendgruppe erreichten den 6. Platz. Die erstmals beim Bundeswettbewerb mitwirkenden Schulsanis des Annette-Kolb-Gymnasiums Traunstein erreichten mit dem 14. Platz einen Achtungserfolg. Alle drei Gruppen vertraten dabei den Diözesanverband der Malteser.

Besonders stolz ist Rauecker auf die viel beachtete Jugendarbeit, die sich großen Zuspruchs erfreut. Mehr als 40 Buben und Mädchen zwischen 6 und 16 Jahren kommen zu den wöchentlichen Treffen. Neben kindgerechter Erste Hilfe-Ausbildung werden den Kindern der Einsatz für Mitmenschen, Zivilcourage und der kameradschaftliche Umgang miteinander näher gebracht. Die Mitglieder der Gruppe für Realistische Unfalldarstellung (RUD) stellten ihr Können als Verletztendarsteller und Schminkkünste für täuschend echte Verletzungen bei vielen Übungen zur Verfügung. Auch bei Sanitätswettbewerben in ganz Oberbayern wirkte die Gruppe mit.

Die vielfältigen Aktivitäten der Malteser, die stete Einsatzbereitschaft und das große Spektrum der Hilfe für Menschen in Not, für Alte, Behinderte und Kranke, für seelisch Bedrängte und Traumatisierte, spiegele sich im Rückblick auf das Jahr 2009. Rauecker würdigte die engagierte Mitarbeit und die Motivation der Helfer schnell und kompetent Hilfe zu leisten. Hohe Anerkennung und Respekt verdienen der freiwillige und uneigennützige Dienst und „das Geschenk von Zeit und Kraft für bedürftige und notleidende Mitmenschen.“ Ob ehrenamtlicher Helfer, hauptamtlicher Mitarbeiter, Zivildienstleistender oder Mitarbeiterin im Freiwilligen Sozialen Jahr – jeder für sich habe dazu beigetragen die Gemeinschaft der Traunsteiner Malteser mitzutragen“, betonte der Kreisbeauftragte. Rauecker. Er würdigte die Unterstützung von Spendern, Sponsoren und Förderern, die die materielle Basis für das Tun der Malteser bilden. Eröffnet wurde die Jahresabschlussfeier mit einem Gottesdienst in der Kapelle des Caritas-Altenheims St. Irmengard, der von Gliederungs-Seelsorger Pfarrer Mathias Häusl zelebriert und von der Malteser-Jugend musikalisch gestaltet wurde.

Volk 

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