Prozess beginnt

Buttnmandl: Brandsatz-Werfer muss in den Knast

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Traunstein/Berchtesgaden - Weil er sich um seinen Schlaf gebracht fühlte, attackierte ein Mann mit Brandsätzen Teilnehmer des Buttnmandl-Laufes. Er muss jetzt ins Gefängnis:

UPDATE 19.05 Uhr:

Der Angeklagte in einem Berufungsprozess vor dem Traunsteiner Landgericht muss für zwei Jahre ins Gefängnis - er hatte in Berchtesgaden Buttnmandl mit brennenden Wurfgeschossen attackiert.

Zunächst plädierte der Mann auf Bewährung, die zog er dann aber ziemlich rasch zurück. Damit bleibt es bei dem Urteil, das bereits in erster Instanz gefällt wurde. Er wurde damals wegen gefährlicher Körperverletzung und Nötigung zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Der Grund: Sie sollen seine Nachtruhe gestört haben.

Bericht vom Dienstagmorgen:

So zumindest sieht es die Staatsanwaltschaft und klagte den 23-Jährigen wegen versuchten Mordes an. Die Brandfackeln verfehlten ihr Ziel, hätten aber den mit Stroh verkleideten Männern durchaus gefährlich werden können.

In erster Instanz war der Bäcker wegen gefährlicher Körperverletzung zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Der Angeklagte und die Staatsanwaltschaft legten jedoch Berufung ein, weshalb es an diesem Dienstag vor dem Landgericht Traunstein zu einer Neuauflage des Prozesses kommt.

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Wegen seines Berufes muss der 23-Jährige morgens sehr früh aufstehen und geht daher zeitig ins Bett. Als am Abend des 5. Dezember 2012 die Männer der sogenannten „Kälberstoana Bass“ in ihren Stroh- und Fellkostümen unter dem Lärm von Kuhglocken durch den Ort zogen, wurde der Bäcker wach. Laut Anklage tränkte er Papier in Motoröl und umwickelte die untere Hälfte mit Alufolie. Die beiden Brandsätze warf er auf die Straße. Sie gingen im Abstand von etwa einem Meter neben den Buttenmandl zu Boden.

Laut Gutachten hätten die Fackeln das Stroh entzünden können. Bei dem Berufungsprozess werden vier Zeugen und ein Sachverständiger gehört. Das Urteil soll noch am Dienstag verkündet werden.

dpa/Bayernwelle Südost

Rubriklistenbild: © pa

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