So probten die Retter den Ernstfall

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Bergen - Am Samstag probten Rettungskräfte den Ernstfall. Ein Verkehrsunfall mit einem Bus und vielen Verletzten stand auf dem Übungsplan:

Bei der Übung hatten die Rettungskräfte kein leichtes Spiel. Das vorher erdachte Szenario stellte hohe Anforderungen. Zahlreiche Personen wurden eingeklemmt und zum Teil schwer verletzt. Es war also ein anspruchsvoller Test, um für einen Ernstfall gerüstet zu sein, der hoffentlich so bald nicht eintritt

Das Szenario für die Übung

Kurz nach 16 Uhr wurden die Freiwilligen Feuerwehren aus Siegsdorf, Bergen, Eisenärz, Hammer, Vogling und Ruhpolding zu einem schweren Verkehrsunfall alarmiert. Auf der Kreisstraße zwischen Bad Adelholzen und Bergen, im sogenannten alten Alzinger Berg, war es zu einem schweren Verkehrsunfall zwischen einem Reisebus und einem Kleinbus gekommen. Der Linienbus, besetzt mit 25 Fahrgästen, war außer Kontrolle geraten. Zunächst kam der Bus auf die Böschung am rechten Fahrbahnrand, bevor er von dort aus quer über die Straße schleuderte und einen ihm entgegen kommenden Kleinbus rammte.

Einsatzübung der Feuerwehr

Der Kleinbus wurde regelrecht einen Abhang herunterkatapultiert, überschlug sich dort und verkeilte sich in den Bäumen. Im Kleinbus befanden sich vier Personen, die zum Teil aus dem Fahrzeug geschleudert wurden und sich dabei allesamt verletzten. Der Linienbus schleudert dann erneut gegen die Böschung und stürzt auf die linke Seite. Dabei rammt der Bus ein ihm entgegenkommendes Auto. Im Auto wurden der Fahrer und der Beifahrer eingeklemmt und schwer verletzt. Die Insassen des Busses wurden zum Teil unter dem umstürzenden Fahrzeug eingeklemmt und allesamt schwer verletzt. Der Fahrer wird hinter seinem Lenkrad eingeklemmt und lebensgefährlich verletzt.

Großeinsatz der Rettungskräfte

Die Feuerwehren rückten mit einem Großaufgebot an Rettungskräften zur Unfallstelle aus. Von Adelholzner Seite wurde wegen der schmalen Zufahrt ein Fahrzeughalteplatz in rund 200 Metern Entfernung eingerichtet. Nur die wichtigsten Fahrzeuge fuhren direkt bis zur Unfallstelle vor.

In der Realität ist ein solches Ausmaß von Zerstörung bei einem Unfall für die Rettungskräfte eine extrem hohe psychische Belastung. Dieses Mal sieht es zum Glück anders aus. Trotzdem sind alle bemüht, schnellstmöglich die Verletzten zu retten und zu versorgen, so wie es auch im Ernstfall wäre. Nach mehr als anderthalb Stunden kann auch der letzte Patient befreit und dem Rettungsdienst übergeben werden. Am Ende waren zwei Tote und 29 zum Teil schwerst Verletzte zu beklagen.

Eine durchaus sehr gelungene und aufwendige Einsatzübung, die die Stärken und Schwächen in der Umsetzung der Übung und der gestellten Aufgaben darlegte. Nicht zuletzt war es auch eine Übung, die nicht ohne die kostenlose und sehr arbeitsintensive Unterstützung der vielen Freiwilligen, aber auch der Firma Rigra, möglich gewesen wäre. Die Firma Riga baute den gesamten Übungsrahmen auf, indem sie die Fahrzeugwracks an die Unfallstelle transportierte und dort platzierte. Auch sorgte sie nach Ende der Übung wieder für Ordnung.

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