Er ist Mitglied im Bergener Gemeinderat

Wird Sepp Parzinger neuer stellvertretender Bundesvorsitzender der Jusos?

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Sepp Parzinger

Rosenheim - Der 24-Jährige Bergener SPD-Gemeinderat Sepp Parzinger soll stellvertretender Bundesvorsitzender der Jusos werden. Dafür sprach sich die Landeskonferenz der Jusos Bayern bereits Anfang Oktober aus. 

Beim Bundeskongress der Jusos am Wochenende vom 25. und 26. November in Saarbrücken (Saarland) entscheiden nun die rund 300 Delegierten aus dem ganzen Bundesgebiet über Parzingers Kandidatur und die endgültige Zusammensetzung des neuen Bundesvorstands der SPD-Jugendorganisation, die mit knapp 80.000 Mitgliedern zu einer der größten politischen Jugendverbände Europas gehört. 

Stärkung der Rechte von Azubis

Parzinger, der gelernter Bankkaufmann ist und im Moment seine Abschlussarbeit im Studiengang „Soziale Arbeit“ schreibt, möchte sich auf der Bundesebene besonders für eine Stärkung der Rechte von Auszubildenden und jungen Beschäftigten einsetzen. So sei es dringend notwendig die grundlose Befristung von Arbeitsverträgen abzuschaffen und eine Mindestvergütung für Auszubildende einzuführen, damit junge Leute wieder sicherer in die Zukunft schauen können. Ebenfalls möchte er sich für die Abschaffung der Meistergebühren und mehr bezahlbaren Wohnraum auf der Bundesebene einsetzen.

FDP sei "verantwortungslos" 

Der Bundeskongress der Jusos steht im Zeichen der unsicheren politischen Lage nach den gescheiterten Sondierungsgesprächen von CDU/CSU, Grünen und FDP. Parzinger stellt dazu fest: „Dass die FDP und Christian Lindner sich zuerst als Wahlsieger feiern lassen um anschließend das ganze Land monatelang lahmzulegen ist verantwortungslos.“ 

Die Jusos erwarten auf ihrem Bundeskongress auch den SPD-Vorsitzenden Martin Schulz um über die aktuelle Situation zu sprechen. Dazu positioniert sich Parzinger klar gegen eine Neuauflage der großen Koalition: „Die große Koalition wurde mit einem Minus von knapp 15 Prozent bei der letzten Wahl abgewählt. Wenn wir jetzt einfach so weitermachen wie bisher, werden rechtsradikale Kräfte noch stärker werden. Das müssen wir verhindern.“ 

Pressemeldung Jusos Oberbayern

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