Stefan Schneider will Bürgermeister werden

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Stefan Schneider (Mitte) wurde zum Bürgermeisterkandidaten der "Grünen Liste Bergen" nominiert. Es gratulierten Sepp Hohlweger (links), Landratskandidat von Bündnis 90/Die Grünen, und die Sprecherin des Ortsverbandes, Gabi Krutzenbichler.

Bergen - Stefan Schneider will in Bergen erster grüner Bürgermeister werden. Mit nur einer ungültigen Stimme wurde er zum Bürgermeisterkandidaten der „Grünen Liste Bergen“ gewählt.

„Wir wollen keine Revolution und nicht alles umschmeissen, aber einiges besser machen und anschieben“, betonte Stefan Schneider bei der Aufstellungsversammlung der „Grünen Liste Bergen“ am vergangenen Sonntag im Gasthof „zur Post“. Kurz darauf wählten ihn die 31 Stimmberechtigten bei einer ungültigen Stimme zum Bürgermeisterkandidaten und einstimmig zum Listenführer für die Kommunalwahl am 16. März.

„Die einmalige Chance, grünes Gedankengut und grüne Prinzipien in der Gemeinde besser umzusetzen“, gelte es nun mit dieser starken Mannschaft zu nutzen, appellierte der 51-jährige Schneider. Dafür müsse man aber auch den Bürgermeister stellen, stellte er klar und eröffnete den „dreimonatigen Endspurt“ bis zur Wahl.

Auf die Listenplätze zwei bis sechs gewählt wurden nach dem Reißverschlussverfahren Gemeinderätin Kathi Hallweger, Klaus Frank, Gemeinderätin Monika Mitterer, Arno Klüglein und Gemeinderätin Sabine Babl, die erst Ende November für den aus gesundheitlichen Gründen ausgeschiedenen Peter Viehhauser nachgerückt war. Peter Hallweger folgt auf Listenplatz sieben.

Die Abstimmung um den Listenplatz acht entschied Christina Greil mit 19 zu zwölf Stimmen gegen Erika Moll für sich. Über die Listenplätze neun bis zwölf und 13 bis 16 wurde jeweils im Block angestimmt. Eingenommen werden sie von Dr. Kristian Krammer, Erika Moll, Stefan Schleier und Gabi Granget sowie von Benno Quittek, Rut Kögl, Sepp Grandl und der Sprecherin der Bergener Grünen, Gabi Krutzenbichler.

Nachrücker sind Sarah Pichler und Gerhard Schmid. Pichler solle auf Listenplatz 16 nachrücken, falls einer der 16 Listenkandidaten ausfalle, hieß es. Grünen-Kreisrat und Wahleiter Ulrich Genghammer sprach von einer „respektablen Liste, die diesen Applaus wert ist“ und wünschte den Kandidaten für die Gemeinderatswahl „viel Erfolg“.

Seit langem in der Gemeinde debattiert werde die Energiewende, das Gewerbegebiet an der A8, die Erweiterung des Klärwerkes und ein verbesserter Hochwasserschutz, „aber passiert ist bisher nichts“, gab Schneider vor seiner Nominierung zu bedenken. Eine Lanze brach er für die Hochfelln-Seilbahn, die „zu einem lebens- und liebenswerten Bergen“ dazugehöre.

Schneider, der bereits von 2002 bis 2008 im Gemeinderat saß, ist Maschinenbau- und Wirtschaftsingenieur und arbeitet als Projektmanager in der Getränke- und Lebensmittelbranche. Er ist verheiratet und hat drei Kinder. Zudem fungiert er als Erster stellvertretender Vorsitzender der Bayerischen Bergwacht und gehört zum Präsidium des Bayerischen Roten Kreuzes.

Obwohl es „sehr reizvoll wäre“ noch einmal unter einem neuen Bürgermeister im Gemeinderat zu sitzen, stehe ihr Entschluss fest, dass sie nach 18 Jahren aufhöre, betonte die langjährige Fraktionssprecherin Maria Kraus-Osenstetter und versprach sogleich: „Ich werde euch aber weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen“.

Sepp Hohlweger, Landratskandidat von Bündnis 90/Die Grünen und Sprecher der Kreistagsfraktion, gratulierte den Kandidaten und sprach von einer „starken Truppe unter der starken Führung von Stefan Schneider“. Bergen sei immer eine „Bastion der Grünen“ gewesen, so Hohlweger. Als „großen Erfolg der Grünen“ bezeichnete er das Nein der Bürger zur Olympia-Bewerbung.

In Bergen stehen auch schon drei weitere Bürgermeisterkandidaten fest: So schickt die CSU Zweiten Bürgermeister Josef Gehmacher junior, die SPD Dritten Bürgermeister Josef Schweiger und die Überparteiliche Wählergruppe (ÜW) Herbert Berger ins Rennen um den frei werdenden Rathaussessel.

Gemeindeoberhaupt Bernd Gietl (CSU) kann nämlich nicht mehr erneut kandidieren, da er die Altersgrenze von 65 Jahren für hauptamtliche Bürgermeister und Landräte überschritten hat. Gietl sitzt seit 1978 im Bergener Gemeinderat, wurde 2002 erstmals zum Ersten Bürgermeister gewählt und 2008 im Amt bestätigt.

mmü

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