30 Bergwachtler und aktiv im Einsatz

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Um die Einsatzbereichtschaft zu sichern ist die fortlaufenden Ausbildung in Theorie und Praxis notwendig.

Inzell - 16 Einsätze 2011, Ehrungen von Mitgliedern, Ausbildung in Theorie und Praxis und der Nachwuchs - das waren die Themen bei der Jahreshauptversammlung der Bergwacht.

Die Jahreshauptversammlung 2012 der Bergwachtbereitschaft Inzell fand unter der Regie von Bereitschaftsleiter Engelbert Mayer traditionsgemäss im Forsthaus Adlgass statt.

Die Bergwacht Inzell kann auf 30 aktive Bergwachtmänner/frauen und 15 inaktive Mitglieder zurückgreifen. Sehr erfreulich ist, dass zur Zeit sieben junge, motivierte Anwärter die Ausbildung als Bergwachtler mit großem Eifer und Einsatz durchlaufen, so dass der Nachwuchs gesichert ist.

Um die Einsatzbereichtschaft zu sichern ist auch neben der fortlaufenden Ausbildung in Theorie und Praxis im Gelände, die Ausstattung der Bergwacht mit Ausrüstung und Fahrzeugen notwendig. Dies wird gewährleistet durch unsere 64 fördernden Mitglieder, den Zuwendungen aus dem Staatshaushalt und den Aufwandsentschädigungen für die erfolgten Einsätze. Eine große Stütze sind auch die Mittel des Fördervereins die zum Teil aus der Fritz und Brigatta Gastager Stiftung kommen. Vielen Dank dafür.

Im vergangenen Jahr 2011 wurde die Bergwacht Inzell zu 16 Einsätzen geruften. Diese teilten sich folgendermassen auf: Drei Einsätze beim Bergradeln, acht Einsätze beim Bergsteigen, drei Einsätze beim Wandern und zwei andere.

Besonders tragisch endeten dabei zwei Suchaktionen. Am Faschingsdienstag wurde ein Bergsteiger im Bereich des Zwieselsteiges vermisst. Erst am Aschermittwoch konnte er leblos oberhalb des Frillensees aufgefunden werden. Er war trotz bester Ausrüstung mit Steigeisen über eine hohe Felswand abgestürzt. Anfang September schob ein Mountainbiker sein Rad über den Plattlingsteig Richtung Zwing und kam zu Sturz, der erst im Bachbett ganz unten in der Schlucht endete. Auch hier konnten nur noch die sterblichen Überreste geborgen werden.

Hilferufe am kleinen Kienberg im Juni erwiesen sich dagegen als harmlos. Zwei Frauen aus dem nördlichen Landkreis suchten ihren Hund. Es ist nicht bekannt, ob dieser in der Zwischenzeit gefunden wurde.

Ein Problem dass sich bei Einsätzen aller Bereitschaften in den Gebirgsregionen immer wieder zeigt ist die schwierige Kommunikation per Funk. Da das Thema „digitaler Tetra-Funk“ immer noch nicht abgeschlossen und kurzfristig umsetzbar ist, hat die Bergwacht Bayern das vorhandene Gleichwellennetz entsprechend ausgebaut. Diese Arbeit trägt nun erste Früchte. Die Funkbedingungen haben sich seit Inbetriebnahme im Herbst enorm verbessert, sogar in abgelegenen „Funklöchern“ ist eine Kommunikation zum Teil möglich.

Im Januar 2011 erhielt die Bergwacht Inzell ein geländegängiges Spezialfahrzeug, ein sogenanntes Quad. Diese hat sich bereits in zahlreichen Einsätzen bewährt. Es ist nun möglich auf zahlreichen Wegen ein Vorauskommando bzw. notwendiges Material schnell vor Ort zu bringen, insbesonders wenn aus Witterungsgründen der Rettungshubschrauber "Christoph 14" aus Traunstein nicht zur Verfügung steht.

Überaus positiv verlaufen die überregionalen Ausbildungen in der „Hubschrauberhalle“ in Bad Tölz die jede aktive Einsatzkraft mindestens einmal im Jahr in einer ganzen Tageseinheit absolvieren muss. Hier kann wetterunabhängig unter realen Bedingungen der Hubschraubereinsatz simuliert werden.

Zwei Ehrungen für langjährige Bergwachtler standen noch auf der Tagesordnung :

Werner Kühne erhielt für 50-jährigen ehrenamtlichen Dienst das goldene Ehrenzeichen der Bergwacht Bayern, Michael Bauregger erhielt für 40-Jahre das silberne Ehrenzeichen der Bergwacht Bayern.

Zum Schluss ging der Dank des Bereitschaftleiters an alle Bergwachtler, Ausbilder, Förderer und Gönner ohne die diese ehrenamtlichen Leistungen nicht möglich wären.

Pressemitteilung Bergwacht Inzell

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