Berufsschule als "Aushängeschild"

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MdL Klaus Steiner mit Oberstudienrätin Ursula Winkler (von links) sowie Lehrkräften und Schülern beim Ortstermin im Bereich der gastgewerblichen Ausbildung der Staatlichen Berufsschule. Der Abgeordnete befürwortet die Gründung einer Staatlichen Berufsfachschule für Hotel- und Tourismusmanagement ebenso wie Landrat Hermann Steinmaßl.

Traunstein - Die Staatliche Berufsschule I in Traunstein plant zum Schuljahr 2010/11 die Gründung einer Staatlichen Berufsfachschule für Hotel- und Tourismusmanagement.

Willi Barke, seit zwei Jahren Schulleiter in der Großen Kreisstadt, will dieses neue Angebot mit dem Abschluss der allgemeinen Fachhochschulreife verknüpfen: "Dies wäre dann ein Aushängeschild" für den Schulstandort Traunstein.

über die Regierung von Oberbayern hat der Oberstudiendirektor, nach eigenen Angaben selbst 20 Jahre in der Bezirksregierung in der Schulaufsicht tätig, an das bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus den Antrag gestellt, mit Beginn des Schuljahres 2010/11 eine Staatliche Berufsfachschule für Hotel- und Tourismusmanagement zu führen.

Für die dreijährige Ausbildung in Vollzeitform ist ein mittlerer Schulabschluss erforderlich. Barke schwebt eine 35-Stunden-Woche mit 20 bis 25 Schülern pro Klasse vor.

Mit dem erfolgreichen Abschluss zum Staatlich geprüften Assistenten für Hotel- und Tourismusmanagement wird gleichzeitig die allgemeine Fachhochschulreife verliehen. Die Schule wurde in Bayern bisher nur in Wiesau in Oberfranken als Schulversuch geführt und erfolgreich eingeführt.

"Oberbayern, und vielleicht insbesondere der südost-oberbayerische Raum, lebt vom Tourismus. Die Installation einer solchen Schule, auch als Zubringerschule für die Fachhochschule in Bad Reichenhall, in einer dafür geeigneten Einrichtung ist überfällig", betont Barke.

Die langjährige Erfahrung und Kompetenzen der Lehrkräfte sowie die sehr gute Ausstattung der Berufsschule in der Wasserburger Straße in Traunstein bilden, so der Direktor, die besten Voraussetzungen für die Errichtung einer solchen Schule. Neben einer Bäckerei, Konditorei und Metzgerei verfüge die Schule über drei Großküchen, zwei sehr gut ausgestattete Restaurants mit Bar und Hotelrezeption, zwei vorbildlich ausgestattete Drei- beziehungsweise Vier-Sterne-Hotelzimmer und eine Wäscherei. Die Schule, die auch IT-Schule ist, verfügt über nicht weniger als 350 PC.

Der Landtagsabgeordnete Klaus Steiner, der über das Bestreben der Schule sehr erfreut ist und sich bei einem Ortstermin über die Güte der Schule ein Bild machen konnte, war von der Ausstattung sehr beeindruckt und bescheinigte der Schule die besten Voraussetzungen für die geplante Berufsfachschule zu haben.

Die Geschäftsführung und Leitung der Marketingabteilung des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes, wie auch des Kreisverbandes unterstützen das Vorhaben der Berufsschule I in Traunstein nachhaltig. So konnte Barke seinem Antrag an das Ministerium entsprechende Empfehlungen beifügen. Regierungspräsident von Oberbayern, Christoph Hillenbrand, hat Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle um Entscheidung gebeten.

Barke: "Wir können aufgrund unserer großen Erfahrung und der hervorragenden Ausstattung nicht nur eine sehr gute Ausbildung auf hohem Niveau bieten, sondern auch eine für die Schüler weitgehend kostenlose Ausbildung, was bei einer Privatschule nicht der Fall ist. Dies gäbe einschlägig begabten Bewerbern gleiche Chancen, unabhängig von ihrer Herkunft und unabhängig vom Geldbeutel ihrer Eltern. Eine wichtige Voraussetzung für die Gewinnung von gutem Nachwuchs im Hotel- und Tourismusbereich."

Steiner hofft ebenso wie Landrat Hermann Steinmaßl, der Schulleiter und sein Kollegium auf eine positive Antwort des bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus.

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