Bescheidene Trauben-Ernte erwartet

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Die Reben auf der Rathaus-Terasse inspizierten (v.l.) der Initiator des Projekts Klaus Oberkandler, Oberbürgermeister Manfred Kösterke , der Bürgermeister von Offenbach Axel Wassyl und Winzer Stefan Hecky.

Traunstein - Bei einer Inspektion der Rebstöcke am Traunsteiner Rathaus zeigte sich, dass der Hagel im Mai den Pflanzen schwer zugesetzt hat.

Dank liebevoller Pflege wird es aber dennoch eine kleine Ernte geben. Angesichts des geringen Ertrages kann aus den Trauben kein Wein gekeltert werden.

Wie in den letzten beiden Jahren bieten sich andere Verwertungsmöglichkeiten an, zum Beispiel für Saft, wie vor zwei Jahren vom Traunsteiner Gartenbauverein gepresst, oder Federweißen, der im letzten Jahr bei einer Veranstaltung im Rathaus ausgeschenkt wurde. Oberbürgermeister Manfred Kösterke deutete an, dass es heuer etwa „Hochprozentiges“ werden könnte, also ein Traubenbrand.

Bei der Begehung, die jedes Jahr am Rande des Pfälzer Weinfestes stattfindet, berichtete Kösterke, dass die Stadt einen Anhörungsbogen der Landesanstalt für Weinbau bekommen habe. Es sei nämlich nicht erlaubt, außerhalb der fest definierten Weinbaugebiete in Deutschland eine größere Anzahl an Rebstöcken zur Weingewinnung zu pflanzen. Also definiere man sie als „Tafeltrauben“. Wenn die Ernte wirklich einmal so gut ausfallen sollte, dass man einen Wein keltern kann, „dann wird uns die Bürokratie nicht stoppen“, gab sich ein Teilnehmer der Begehung kämpferisch.

Stadtgärtner Reinhard Niederbuchner und seine Mannschaft sowie Herwig Burgeff haben sich seit dem Herbst um die Anlage gekümmert. Burgeff, der aus einer Winzerfamilie stammt, sorgte für den fachmännischen Schnitt. Niederbuchner und seine Kollegen kümmerten sich um das Jäten und Düngen. Als Vertreter der Offenbacher Winzer, welche die Rebstöcke für den Rathausweinberg gestiftet hatten, war bei der Inspektion Stefan Hecky dabei. Er gab noch ein paar Tipps zur Pflege, zur Düngung und zum Rebschnitt.

Die Rebstöcke wurden im Jahr 2006 auf Initiative von Klaus Oberkandler auf der Rathaus-Terrasse gepflanzt. Bei der Sorte handelt es sich um den „Birstaler Muskat“, eine relativ neue Züchtung, die auch unter schwierigen klimatischen Bedingungen wächst und einen aromatischen Wein mit dem typischen Muskateller-Aroma liefert. Selbst lange und kalte Winter können der Sorte, die Temperaturen von bis zu Minus 20 Grad standhält, nichts anhaben.

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