Landkreis: Wird Biotonne Pflicht oder nicht?

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Landkreis - Laut eines neuen Bundesgesetzes müssen Bioabfälle ab dem 1. Januar 2015 getrennt entsorgt werden. Wir sagen Ihnen, wie es sich im Landkreis Traunstein verhält.

Wer bislang seine Bioabfälle im Restmüll entsorgt hat, der muss sich bald umstellen: Nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz muss ab dem 1. Januar 2015 nämlich in jedem Haushalt eine braune Biotonne stehen. Ausnahmen gibt es nur für die Besitzer eines Komposthaufens. Die können auch weiterhin ihre Bioabfälle in ihrem Garten entsorgen.

Bereits im Juni vergangenen Jahres hatte der Traunsteiner Kreistag einen Beschluss gefasst, die Bioabfallsammlung ab dem 1.10.2015 in einem Holsystem - also zur Abholung - einzuführen. "Seitdem ruht der Beschluss", so Roman Schneider, Pressesprecher vom Landratsamt. Man warte nun zunächst auf konkrete Vollzugshinweise von Seiten des Bayerischen Umweltministeriums, zur Umsetzung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes. Schneider: "Das soll heuer noch kommen. Und dann steht der Punkt auch wieder auf der Tagesordnung des Kreistags."

Rahmenbedingungen für die Bioabfallsammlung

Zehn Punkte wurden in dem Kreistags-Beschluss vom Juni 2013 für die Rahmenbedingungen veranschlagt. Wir haben die Wichtigsten für Sie zusammengestellt:

  • Die Sammlung erfolgt 14-tägig im wöchentlichen Wechsel mit der Restmüllentleerung, die Tonnengestellung, die Sammlung und der Transport werden ausgeschrieben.
    • Normgefäß soll dabei die 80-Liter Tonne sein, im Mehrgeschosswohnungsbau und für mehrere Haushalte ist eine gemeinsame 120–Liter Tonne möglich.
    • Die Kosten der Bioabfallsammlung werden über die Restmüllgebühren entsprechend der Größe des Restmüllgefäßes erhoben. (Anmerk. d. Red.: Laut einer Wirtschaftlichkeits-Untersuchung, die der Landkreis Mühldorf in Auftrag gegeben hat, könnte durch die Einführung einer Biotonne eine zusätzliche Jahres-Entleerungsgebühr von rund 58 Euro pro Tonne festgesetzt werden. Diese Zahlen gelten nur für den Landkreis Mühldorf.
    • Kleinstes Restmüllgefäß nach Einführung einer Bioabfallsammlung ist zur Stabilisierung des Gebührenhaushalts künftig die 60-Liter Tonne, da auch für die Haushalte mit Eigenkompostierung grundsätzlich alle Einrichtungen für die Verwertung biogener Abfälle (Grüngut und Bioabfälle wie z.B. Speisereste, die zur Eigenkompostierung ungeeignet sind) zur Verfügung gestellt werden
    • Vorhandene 40-Liter Tonnen können bis auf weiteres verwendet werden.
  •  Haushalte mit Eigenkompostierung können auf Antrag von der Nutzung einer Biotonne befreit werden.

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