Auch Blindau erwägt den Anschluss

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In Reit im Winkl werden zurzeit die Leitungen unter die Verbindungsstraße nach Blindau verlegt. 

Reit im Winkl - Insgesamt 370 Gebäude im Gemeindegebiet von Reit im Winkl werden es sein, wenn bis Ende September weitere 14 Häuser an das Netz des Biomasse-Heizkraftwerks angeschlossen sind.

Derzeit laufen die Bauarbeiten in Richtung Waldbahnhof auf Hochtouren. Dieser Tage wurde die Verbindungsstraße in den Ortsteil nach Blindau unterquert. Die Arbeiten verliefen "völlig plangemäß", wie der Geschäftsführer des Biomasse-Heizkraftwerks, Andreas Heigenhauser, erklärte. In einigen Wochen schon sollen die Arbeiten abgeschlossen sein - "auf jeden Fall rechtzeitig bevor die Straße in diesem Bereich komplett saniert wird", so Heigenhauser, der im Gemeinderat gleichzeitig als Zweiter Bürgermeister fungiert.

Auf einer Länge von etwa einem Kilometer soll im Herbst zwischen dem Ortszentrum und der Einmündung der Entfeldener Straße die Weitseestraße neu geteert werden. 250000 Euro werden der Gemeinde dafür aus dem Konjunkturpaket II. des Bundes zur Verfügung gestellt. In einem Teilbereich wird die Gemeinde im Zuge dieser Maßnahme die Gehwege erneuern, genauer von der Einmündung am Kaiserweg bis zur Abzweigung nach Blindau, dort, wo jetzt die Hauptbaustelle des Heizkraftwerks ist.

An dieser Stelle vorgesehen wurde im übrigen auch eine Ableitungsmöglichkeit in den 70 Haushalte zählenden Ortsteil Blindau. Nach Heigenhausers Vorstellung könnte auch dieser Ortsteil zeitnah an die Wärmeversorgung angeschlossen werden. "Es müssten aber schon mindestens 50 Anschlussnehmer sein", sagt der Geschäftsführer.

Der als "Vater des Heizkraftwerks" titulierte Energieberater Bernhard Stangl werde in Kürze Gespräche mit den Blindauer Hausbesitzern aufnehmen. "Nach diesen Gesprächen können wir abschätzen, ob vielleicht schon im kommenden Jahr ein Anschluss von Blindau möglich ist", so Heigenhauser. Erleichtert wird die Entscheidung zu einer Zusage womöglich durch den Zuschuss, welchen die KFW-Bankengruppe (Bank für Wiederaufbau) vergibt: 80 Euro je Meter Versorgungsleitung und 1800 Euro für die übergabestation könnten Anschlussnehmer im Rahmen eines Förderprogramms erhalten, was einen erheblichen Anteil an den Gesamtkosten bedeute. ost

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