Martin Litwinschuh als Präsident der Faschingsfreunde Blau-Weiß Kammer bestätigt

Die „Blau-Weißen“ bereiten sich auf den Traunsteiner Fasching vor

Zweiter Präsident Max Hiebl ehrt bei der Jahreshauptversammlung der Faschingsfreunde Blau-Weiß Kammer Präsident Martin Litwinschuh für 33 Jahre und Schorsch Jobst für 22 Jahre Mitgliedschaft.
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Zweiter Präsident Max Hiebl (rechts) ehrte bei der Jahreshauptversammlung der Faschingsfreunde Blau-Weiß Kammer Präsident Martin Litwinschuh für 33 Jahre und Schorsch Jobst (links) für 22 Jahre Mitgliedschaft.

Traunstein – Bei der Jahreshauptversammlung der Faschingsfreunde Blau-Weiß Kammer im Gasthaus Jobst in Rettenbach wurde Präsident Martin Litwinschuh in seinem Amt bestätigt. Trotz der wegen der Corona-Pandemie unsicheren Zeiten gab er die Parole aus: „Wir werden den kommenden Fasching so vorbereiten, als würde es ihn geben.“

Das Tun und Handeln des Faschingsvereins werde weiterhin von Corona begleitet, stellte der Präsident fest. Er war fest davon überzeugt, dass das Programm in den kommenden zwei Jahren stattfinden wird, weil es in seinen Augen keine Sinn hat, nur für zwei oder drei Auftritte zu proben. Außerdem sei dies wegen die Ausgaben für die Kleider und Kostüme nicht finanzierbar, so Litwinschuh. Auch die anderen Faschingsgesellschaften würden anfangen, für die nächste Faschingssaison zu planen. „Wir müssen Flagge zeigen, dass der Kammerer Verein existent ist und etwas tut“, sagte er. Deshalb würden die Faschingsfreunde Blau-Weiß Kammer alle ihre Veranstaltungen planen und auch durchführen, sofern es die Situation im kommenden Jahr zulasse.


Ehrung von langjährigen Mitglieder

Präsident Litwinschuh und sein Vize Max Hiebl nahmen die Ehrung langjähriger Mitglieder vor. 22 Jahre bei den Faschingsfreunden Blau-Weiß Kammer sind Margit Hackl, Manuel Hoiß, Andrea, Elfriede und Schorsch Jobst, Hubert Hobmayer, Christine Leitner, Albert Parzinger und Kathi Waritschlager (alle Traunstein) sowie Simone Mayer (Traunwalchen) dabei. Seit 33 Jahren halten Martin Litwinschuh und Georg Söldner (beide Traunstein) und Thomas Krenn (Siegsdorf) dem Verein die Treue.


Coronabedingt waren jedoch nur Schorsch Jobst und Martin Litwinschuh anwesend und nahmen die Ehrennadeln persönlich entgegen.

Neuwahlen mit Wechsel

Bei den anstehenden Neuwahlen wurden Präsident Martin Litwinschuh und Vizepräsident Max Hiebl in ihren Ämtern wiedergewählt. Die Verwaltung der Vereinsfinanzen geht gänzlich in neue Hände über. Der bisherigen erste Kassierin Claudia Hobmayer folgt Désirée Stannarz nach. Den Posten der zweiten Kassierin übernimmt Simone Graspeuntner von Claudia Schmid-Erl. Auch bei den Schriftführerinnen gab es einen Wechsel. Für die erste Schriftführerin Petra Wimmer rückt die zweite Schriftführerin Lena Wimmer vor. Das Amt der zweiten Schriftführerin wurde mit Marina Weiß besetzt.

Den Elferrat vervollständigen die fünf Beisitzer Thomas Hobmayer, Nicole Litwinschuh, Thomas Mitterer, Melanie Müller und Brigitte Weiß. In den erweiterten Elferrat wurden Matthias Hobmayer, Schorsch Jobst, Lisa Kröger und Claudia Wimmer gewählt. Als Kassenprüfer wurden Andrea Pöschl und Reinhard Schulz bestätigt.

Neuwahlen gab es bei der Jahreshauptversammlung der Faschingsfreunde Blau-Weiß Kammer. Das Foto zeigt von links zweite Schriftführerin Marina Weiß, erste Schriftführerin Lena Wimmer, Vizepräsident Max Hiebl, erste Kassierin Désirée Stannartz, zweite Kassierin Simone Graspeuntner und Präsident Martin Litwinschuh.

Rückblick der Faschingssaison 2019/2020

Über die Glanzlichter der vergangenen Faschingssaison berichtete zweite Schriftführerin Lena Wimmer. Ihren Bericht hatte sie in feinster und allerbester Ludwig-Thoma-Manier bairisch und in Verserlform abgefasst und trug ihn auch so gekonnt vor. Natürlich waren die Blau-Weißen bei den Faschingsauftaktfeiern der Veitsgroma Zunft Traunstein, des Faschingsclubs Tittmoning, der Salzburger Faschingsgilde, der Faschingsfreunde Chieming und des Faschingsvereins „So Halunke“ Waging mit dabei. Der Auftakt der Narrenzeit in Kammer begann mit der Prinzenpaarvorstellung, Ihre Tollität Herbert I. und Ihre Lieblichkeit Iris I., im Gasthaus Jobst. Den meisten Kammerer Faschingsfreunden waren sie nicht unbekannt, weil sie zuvor sowohl als Tänzer in der Showtanzgruppe als auch als Show- und Tanzpaar agiert hatten.

Bevor die Faschingszeit im neuen Jahr richtig los ging, fand in der besinnlichen Zeit noch der alljährliche Adventsmarkt des Vereins beim Schnitzer in Kaltenbach statt, der wieder ein voller Erfolg war. „Trotz zapfiger Temperaturen und Regen war richtig vui los, Aussteller, Verpflegung, Unterhaltung, ois war famos“, stellte Wimmer fest.

Ab dem Januar ging es dann Schlag auf Schlag, denn die Kammerer Faschingsfreunde waren bei zahlreichen Veranstaltungen und Bällen dabei. Insgesamt 52-mal schwebte das Kammerer Faschingsprinzenpaar im Dreivierteltakt über die Tanzfläche. Aufmerksame Statistiker des Vereins haben herausgefunden, dass sie damit einen einsamen Rekord aufgestellt haben, denn niemals zuvor hat ein Prinzenpaar von Blau-Weiß Kammer den Prinzenpaarwalzer so oft getanzt.

Kindergarde, Jugendgarde und Showtanzgruppe

Aber auch die anderen Formationen des Faschingsverein waren nicht ganz untätig. So hat die Kindergarde insgesamt 34-mal ihren Tanz gezeigt. Die Jugendgarde trat 33-mal mit ihrem Gardetanz und 23-mal mit ihrem modernen Tanz auf.
Das Tanzpaar Melli und Felix war 38-mal gefordert und die Showtanzgruppe sorgte mit ihrem Thema „Fred Feuerstein“ 24-mal für gute Stimmung.

Corona machte ein Strich durch die Rechnung

In den letzten zwei Wochen ist es daheim im Gasthaus Jobst wieder richtig rund gegangen. Der Kinder-Blau-Weiß-Ball, der Blau-Weiß-Ball und der Kehraus waren richtig gut besucht. Nach dem Fasching hat Corona ganz schnell einen Strich durch die Rechnung gemacht, weswegen der Kinderausflug nicht organisiert werden konnte. Im August gab es wenigstens noch das Aktivenfest. Dennoch sprach die zweite Schriftführerin alles in allem von einen ereignisreichen und erfolgreichen Jahr.

Leider wisse man nicht, wie das kommende Jahr ausschaue, aber alle sollten bis dahin ihren Humor beibehalten.

Bjr

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