Breitband für die Bürger in Kammer

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Traunstein - Der Stadtrat Traunstein beschloß am Donnerstagnachmittag eine Verbesserung der Breitbandversorgung für den Ortsteil Kammer. Künftig soll es auch dort schnelles Internet geben.

Das nun zum Zug gekommene Angebot der Firma ip-fabric aus München soll nach dem einstimmigen Beschluss des Stadtrates den Auftrag zum Breitbandausbau erhalten. Gekoppelt ist der Ausbau allerdings noch an die Förderzusage des Freistaates Bayern, die jedoch laut Aussage von Oberbürgermeister Manfred Kösterke " zu 99 Prozent sicher ist." Für Kammer liegen der Stadt Traunstein bei 352 Häusern 312 in das Breitbandportal eingestellte Bedarfsmeldungen vor. Nicht vorgesehen ist bei der Maßnahme die Anbindung von vier kleinen Weilern, für die nur 17 Bedarfsmeldungen eingingen. Die erste Verantwortung läge an sich bei den Netzbetreibern, die den Ausbau bisher nicht auf den Weg gebracht hätten.

29,95 Euro im Monat Kosten

ip-fabric sieht eine Versorgung des Ortsteils Kammer über die Glasfaserfernleitung München - Wien vor, die durch Rettenbach verläuft. Über einem Schacht soll von dort aus die Verlegung eines Glasfaserkabels im stadteigenen Abwasserkanal bis zur Ortsmitte Kammer vorgenommen werden. Der vom Unternehmen kalkulierte monatliche Kundenpreis liegt zwischen 29,95 Euro (DSL-Anschluss inklusive Internetflatrate) und 39,95 Euro (DSL-Anschluss inkusive Internetflatrate und analoger Festnetzanschluss mit Flatrate in das deutsche Festnetz).

In der Aussprache zum Tagesordnungpunkt wies Traunsteins 3. Bürgermeisterin Waltraud Wiesholer-Niederlöhner (SPD) darauf hin, dass die Stadt hier eine freiwillige Leistung erbringe. Auch der Oberbürgermeister führte aus, dass man diese Investition vor Allem deshalb vornehme, um die ortsansässigen Firmen zu unterstützen und Chancengleichheit für die Bürger zu erwirken. "Die Maßnahme ist wirtschaftlich sinnvoll, verhältnismässig und nötig." Der ortsansässige Fraktionsvorsitzende der CSU, Wolfgang Osenstätter wies darauf hin, dass gerade für Firmen die bisherige Situation ein Wettbewerbsnachteil sei, der nun bereinigt werde. Dem vom Grünen Stadtrat Wilfried Schott aufgeworfenen Thema, dass ein fehlendes schnelles Internet mit einer fehlenden Bildungsgerechtigkeit gleichzusetzen sei widersprach der Oberbürgermeister ("Eine normale Versorgung war dort auch bisher schon gewährleistet. Hier waren immer schon Bildungschancen gegeben") genauso wie Osenstätter: "Wir waren auch bisher nicht hinter dem Mond in Kammer."

awi

Rubriklistenbild: © dpa

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