Nach 2400 Arbeitsstunden vollendet

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Die neue BRK-Unterkunft mit den Garagen für die Einsatzfahrzeuge.

Reit im Winkl - Ein arbeitsreiches Jahr liegt hinter den ehrenamtlichen Helfern der BRK-Bereitschaft und den hauptamtlichen Mitgliedern der Rettungswache Reit im Winkl.

Sie mussten beispielsweise Mauern versetzen und Böden verlegen, Wände streichen, eine Küche, einen Jugend- und einen Schulungsraum neu einrichten. Rund 2400 Stunden hatten die Helfer des Roten Kreuzes seit ihrem Einzug in ihre neue Unterkunft am Donnersgattern im Dezember vergangenen Jahres damit zugebracht, die ehemalige Lkw-Garage für ihre Bedürfnisse umzugestalten. 150 geladene Gäste konnten sich im Rahmen der Einweihung und des Tags der offenen Tür vom Ergebnis ein Bild machen.

Der Auslöser zum Einzug in das neue Gebäude war eigentlich ein mittleres Desaster: Am 1. März vergangenen Jahres hatte der Sturm "Emma" das Dach von den alten Postgaragen heruntergerissen, die Holzbauten waren plötzlich nicht mehr nutzbar, die Rettungsfahrzeuge, die Ausrüstung, die Mannschaft des BRK standen unvermittelt ohne adäquate Unterkunft da.

Nach zwei Umzügen in provisorische Unterkünfte und langer Suche ergab sich vor genau einem Jahr plötzlich das "sehr faire Angebot einer heimischen Familie", so Bürgermeister Josef Heigenhauser in seiner Ansprache, eine ehemalige Lkw-Garage am Donnersgattern zu erwerben. Für alle Beteiligten waren der Standort, die Anbindung, die Größe und auch die Entwicklungsmöglichkeiten ideal.

"Wenn wir den Kaufpreis, die Umbaukosten und den Gegenwert der ehrenamtlichen Leistung zusammennehmen, hat das Gebäude bis jetzt 480000 Euro gekostet", so der Geschäftsführer des BRK-Kreisverbands Traunstein, Kurt Stemmer. Knapp 90000 Euro konnte die Gemeinde Reit im Winkl beisteuern, 12000 Euro wurden aus Spendengeldern beigetragen, 75 Prozent der Investitionskosten übernahm der Kreisverband. Dafür will er einen Kaser im örtlichen Gemeindegebiet verkaufen.

"Für Reit im Winkl ist diese Lösung ideal, sie bringt den Bürgern einen Wert, der ganz oben steht, nämlich Sicherheit", erklärte der stellvertretende Landrat Herbert Häusl.

Dem BRK-Kreisvorsitzenden Werner Linhardt gefiel insbesondere die Ausstattung der neuen Unterkunft: Diese sei "sehr funktional, aber auch sehr gemütlich". Freude und Stolz konnte man auch Stephan Falkner anmerken. Der erst 22-Jährige ist seit Februar Bereitschaftsleiter "Alle haben mir gesagt, dass sie mich unterstützen werden. Dass ich mich aber auf die 30 Mitglieder der Bereitschaft und die zwölf Nachwuchskräfte so verlassen kann, hätte ich nicht geglaubt", beschrieb Falkner, wie an vielen Wochenenden in diesem Jahr zehn und mehr Helfer auf der Dauerbaustelle gewerkelt hätten - unter ihnen auch Toni Wolfenstetter (78), das einzige noch aktive Gründungsmitglied der BRK-Bereitschaft Reit im Winkl.

Im Rahmen der Einweihung wurden besonders verdienstvolle Mitglieder geehrt: Josef Steiner (goldene Ehrennadel der BRK-Bereitschaften), Albert Friesinger (silberne Ehrennadel), Bürgermeister Josef Heigenhauser, Margret und Georg Obinger (silberne Ehrenplakette), Brigitte Friesinger, Anton Wolfenstetter, Karl Mittermeier, Dr. Matthias Schinkel und Anton Priwitzer (Ehrenzeichen der BRK-Bereitschaften in Bronze).

ost/Chiemgau-Zeitung

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