Die ersten "BFDler" beim Roten Kreuz

"Sie werden nicht die Letzten sein"

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Sie sind die ersten "BFDler" beim Roten Kreuz im Traunsteiner Landkreis: Alexander Kaltenhauser, Stephan Kail und Ute Haag (von links). Hermann Schramm, einer der beiden Leiter des BRK-Rettungsdienstes (Zweiter von rechts), hofft auf weitere Bewerber für den Bundesfreiwilligendienst beim Roten Kreuz, um die Lücke der Zivis schließen zu können.

Traunstein - Sie sind die ersten, werden aber sicherlich nicht die Letzten sein: Ute, Stephan und Alexander traten als frischgebackene "BFDler" in die Fußstapfen der Zivis beim Traunsteiner BRK.

Ute, Stephan und Alexander traten vor wenigen Wochen als frischgebackene "BFDler" - Bundesfreiwilligen-Dienstler - in die Fußstapfen der Zivis beim Traunsteiner Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK). Sie unterstützen mit ihrem freiwilligen Engagement den Rettungsdienst und schließen damit "die schmerzliche Lücke", die die letzten Zivis hinterlassen haben.

Die 53-jährige Ute Haag aus Unterwössen wurde von heute auf morgen gezwungen, ihr Leben neu zu ordnen. Sie erfüllte sich ihren langjährigen Wunsch und ließ sich zur Rettungsdienst-Helferin ausbilden. Vor allem das Praktikum im Krankenhaus bereitete ihr viel Spaß und hier bekam sie den Tipp, sich für den Bundesfreiwilligendienst zu bewerben. Mit ihren beiden Hunden ist sie zudem Mitglied der Traunsteiner BRK-Rettungshundestaffel. Jetzt, zu Beginn der "BFDler"-Zeit, begleitet sie als "dritter Mann" die Kollegen im Rettungsdienst und betreut meistens die Patienten während der Fahrt. "Hier erfahre ich viel, und oft hilft dem Verletzten schon unser Gespräch." Mit ihren jungen Kollegen hat Ute Haag keine Probleme. Sie werde mit Respekt behandelt, aber das Zusammenspiel sei kameradschaftlich und unkompliziert.

Henning Hartenberger kümmert sich beim Roten Kreuz im Traunsteiner Kreisverband um die "BFDler" und ermuntert Interessierte, sich zu bewerben, denn sowohl im Rettungsdienst als auch in der Rotkreuz-Geschäftsstelle gibt es noch entsprechende Stellen. Voraussetzungen sind ein Mindestalter von 19 Jahren, Führerschein der Klasse B mit mindestens einem Jahr Fahrpraxis- ohne Begleitendes Fahren- und Wohnsitz in der Traunsteiner Region.

Wichtig sind laut Hartenberger aber auch die gesundheitliche Eignung, die Bereitschaft zum Schichtdienst und "Verständnis und Geschick im Umgang mit kranken und alten Menschen".

Außerdem sollten sich die Bewerber dazu verpflichten, ihren Dienst beim Roten Kreuz für mindestens ein Jahr zu planen, denn vor dem Einsatz im Rettungsdienst erfahren sie eine intensive Ausbildung - ähnlich wie die früheren Zivis: Nach einer Einweisung im Traunsteiner Rotkreuz-Kreisverband verbringen sie vier Wochen in einer Augsburger Schule, wo sie die Ausbildung zum Rettungsdienst-Helfer bestehen müssen. Dann fahren sie vier Wochen lang als "dritter Mann" im Rettungstransportwagen mit und lernen die Abläufe bei einem Notfall kennen. Ab dem dritten Monat sitzen sie dann als verantwortlicher Fahrer hinter dem Steuer eines Rettungswagens.

cs/Chiemgau-Zeitung

Zurück zur Übersicht: Traunstein

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser