Brücke früher als erwartet

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Traunstein (CH-Z) - Die Arbeiten für die Verlängerung der Traunsteiner Südspange zwischen dem Haslacher Feld und der Axdorfer Straße liegen gut im Zeitplan.

Früher als geplant hat die Bahn mit dem Bau der neuen Eisenbahnbrücke begonnen. Das berichtete Oberbürgermeister Manfred Kösterke in der Bürgerversammlung im Pfarrsaal in Haslach.

Bereits Ende Januar soll das Bauwerk in die Bahnlinie eingeschoben und in seine endgültige Position gebracht werden. Vom Weiterbau der Südspange sollen in erster Linie die Bürger in Haslach profitieren, die vom Durchgangsverkehr entlastet werden.

Laut Verkehrsprognose werden nämlich täglich rund 6000 Fahrzeuge die neue Trasse befahren. Der Ortskern Haslach soll um 2000, die Axdorfer Straße, die unmittelbar neben dem großen Wohngebiet Axdorfer Feld verläuft, um 3000 Fahrzeuge entlastet werden. Aber auch die Bürger in Axdorf werden profitieren, wenn die Verlängerung der Südspange fertig sein wird. Die "Schleichwege" durch Axdorf, die viele Autofahrer jetzt benutzen, werden dann unattraktiv.

Derzeit fließt ein Teil des Baustellenverkehrs für die Verlängerung der Südspange über die Straßen in Axdorf, vor allem über die Buchwaldstraße, die außerdem ein beliebter Abkürzer für Ortskundige ist, die sich den Umweg durch Haslach sparen wollten. Die Baustelle muss von beiden Seiten angefahren werden, weil Lkw die Unterführung während der Bauphase nicht passieren können, erläuterte der Oberbürgermeister.

In der Bürgerversammlung beschwerte sich ein Anlieger der Buchwaldstraße, dass der Baustellenverkehr über diese Zufahrt abgewickelt wird. Adolf Noe befürchtet, dass der Fahrbahnbelag und der Unterbau Schaden nehmen könnten. Er berichtete auch, dass ein Tieflader mit Bagger bei der Fahrt zur Baustelle einen Zaun an der Buchwaldstraße erheblich beschädigt hatte. Die 30 bis 40 Lkw täglich seien eine große Belastung.

Dies, entgegnete der Oberbürgermeister, müssen die Anlieger aus oben genannten Gründen während der Bauphase hinnehmen. Über Jahre hinweg hätten gerade die Anlieger der Buchwaldstraße auf die Verlängerung der Südspange gedrängt, damit ihre Straße als Schleichweg unattraktiv wird. Eine Baustelle bringe nun auch mal Baustellenverkehr mit sich.

Florian Wurm kritisierte die hohen Kosten für die Traunsteiner Bahnhofsunterführung mit den Worten: "In der Stadt soll gespart werden, aber für sowas gibt man Geld aus." Das Schulhaus in Haslach bezeichnete er als "Pfusch hoch drei". Nach drei Tagen habe es "den Boden geschmissen" und jetzt sei das Dach kaputt (wir berichteten). Dazu der Oberbürgermeister: Die Kostensteigerungen seien wegen geänderter Planung im Zuge der Bauphase entstanden. Weil der Weg zur Schule für Kinder und Jugendliche dank der Unterführung sicherer geworden sei, könne man nicht von Verschwendung sprechen. Das Turnhallendach an der Haslacher Schule sei damals nach dem Stand der Technik geplant worden - allerdings nicht vom Stadtbauamt, sondern von einem Planungsbüro. Natürlich habe es auch die Stadt sehr geärgert, das Dach nach so kurzer Zeit sanieren zu müssen.

Zu dieser ersten von vier Bürgerversammlungen waren nur etwa 35 Bürger und dazu etwas mehr als 20 Mitglieder des Stadtrates beziehungsweise Mitarbeiter der Stadtverwaltung gekommen. Die nächste Bürgerversammlung folgt am Montag, 16. November, um 20 Uhr für die Kernstadt im Gasthaus "Chiemgau-Stube".

obk/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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