Bürgerinitiative gegen Penny-Umzug

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Bergen - Die geplante Standortverlegung des Penny-Marktes beim Ortseingang von Bergen hat ein Dutzend Bürger dazu bewegt, die Bürgerinitiative "Pro Dorfbild Bergen" zu gründen.

Die Gründungsversammlung erfolgte im Haus der Familie Gerd und Erika Sträter, Bahnhofstraße 74, das sich in direkter Nachbarschaft des neuen Standorts dann befinden würde.

Der gegenwärtige Standort des Penny-Marktes ist in der Hochfellnstraße in Bergen und die Verantwortlichen dieses Discounters wünschen sich eine baldige Standortverlegung, da er an der jetzigen Stelle nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden könne. Geplant ist statt der bisherigen Verkaufsfläche von 450 Quadratmetern eine von 790 plus Getränkemarkt von 300 Quadratmetern.

Josef Pfeilstetter (Edeka) warnte, der neue Standort für den Penny-Markt würde das Ende für das kleine Edeka-Nachbargeschäft im Ortsteil Bernhaupten bedeuten: "Damit stirbt für viele Bernhauptener ihr Kommunikations-Mittelpunkt und somit ein großes Stück Lebensqualität." Nach seiner Meinung sprechen auch ästhetische Gründe gegen eine Verlegung des Penny-Marktes. Aus Richtung Bernhaupten fahre man auf einen idyllischen, naturbelassenen Ort Bergen zu, der durch einen Discounter nicht mehr gegeben wäre.

Immer wieder hieß es: "Wehret euch den Anfängen." Christine Gröbner meinte, ein Discounter wäre besser im Gewerbegebiet aufgehoben, während Stefan Knuppertz argumentierte, ein Penny-Markt beim Ortseingang würde das Aus für seinen Getränkemarkt bedeuten wie auch die Aufgabe der Tankstelle, da er von den Einnahmen aus dem Tankstellenbetrieb nicht leben könnte.

Weiter wurde argumentiert, der geplante Standort wäre für ältere Menschen zu weit entfernt. Nach Meinung von Sabine Hamberger gebe es in Bergen mit knapp unter 5000 Einwohnern ausreichend Lebensmittelbetriebe.

Der Gemeinderat war in seiner jüngsten Sitzung noch zu keiner Entscheidung gekommen.

oh/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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