Tour de Franz durch Traunreut

+
Bürgermeister Franz Parzinger informierte bei seiner „Tour de Franz“ durch die Stadt über die geplanten Baumaßnahmen am Gymnasium.

Traunreut - Eine Infoveranstaltung mit Tradition: Zum zehnten Mal ist Bürgermeister Parzinger mit Bürgern durch Traunreut geradelt und hat Bauvorhaben erklärt.

Auf seiner alljährlichen Radtour durch die Stadt zeigte Bürgermeister Franz Parzinger den Teilnehmern, die trotz großer Sommerhitze am Samstagnachmittag mitradelten, aktuelle und geplante Bauprojekte. An der zehnten „Tour de Franz“ nahmen zehn Bürger teil, die großes Interesse an den verschiedenen Bauvorhaben zeigten und die Gelegenheit nutzten, sich über den neuesten Stand zu informieren.

Mehr Platz für das Aushängeschild

Die meisten Besichtigungspunkte der diesjährigen Radtour mit dem Bürgermeister lagen im Stadtzentrum. Startpunkt war der Rathausplatz, wo Franz Parzinger als erstes über die Situation der Stadtbücherei aufklärte. Der neue Standort im ehemaligen Schlecker-Gebäude sei von der Lage her zwar ideal, allerdings reiche der Platz nicht aus. Mit über 160.000 Ausleihen im Jahr sei die Bücherei sehr erfolgreich und „ein Aushängeschild“ für die Stadt, wie Parzinger betonte, und solle daher einen würdigen Neubau erhalten.

Station: Rathausanbau

Der Rathausanbau war die nächste Station. Die vielen verschiedenen Wahlen im Herbst sollten nach Angaben des Stadtoberhauptes noch abgewartet werden, danach könnten die Abteilungen Zug um Zug in den Neubau umziehen. Im Erweiterungsbau habe die Stadtverwaltung dann endlich mehr Platz und könne auch mehr Service, längere Öffnungszeiten eingeschlossen, anbieten.

Aus Grundschule wird Mittelschule

Vor der Tür der Sonnenschule erläuterte der Bürgermeister, dass die Grundschüler ab September alle die Schule in St. Georgen besuchen und die Mittelschule sich auf das Gebäude der Sonnenschule ausweiten werde, so dass für alle Schüler endlich ausreichend Platz vorhanden sei. Das Stadtoberhaupt konnte sich eine Bemerkung zu den Bürgerbegehren nicht verkneifen: „Es ist schon seltsam. Während der Neubau der Bücherei abgelehnt wird, weil er angeblich zu viel kostet, spielt es bei der Schule auf einmal keine Rolle. Hier soll auf Wunsch der Initiatoren schon neu gebaut werden.“

Übergangslösung: Container für Gymnasiasten

Auch die generalsanierte Schulsportanlage der Mittelschule wurde von den Radfahrern kurz besichtigt, ehe es weiterging zum Gymnasium. Dort beginnt der Landkreis in den Herbstferien damit, für sechs Klassen einen Container als Übergangslösung aufzustellen. Dann würden nach und nach Ost- und Südflügel der Schule abgerissen und neu erstellt, der Westflügel bleibt bestehen und wird saniert. Baubeginn sollte im nächsten Jahr sein und die Arbeiten würden sich wohl rund vier Jahre hinziehen.

Neues Seniorenheim öffnet im November

Erich Schindler, künftiger Leiter des Pur Vital Seniorenheimes an der Adalbert-Stifter-Straße, informierte die Teilnehmer der Tour über das neue Haus, das planmäßig am 18. November öffnen soll. Schon jetzt lägen für das Heim, in dem insgesamt 119 Plätze für Senioren geschaffen werden, 60 Anmeldungen vor, beinah alle von Bürgern der Stadt Traunreut. Der Einrichtungsleiter erklärte, dass er auch das notwendige Personal schon zum großen Teil eingestellt habe und auch viele Mitarbeiter aus Traunreut stammen. In dem neuen Seniorenheim wird es eine beschützende Abteilung geben, eine „Pflegeoase“ für Bewohner, die gar nicht mehr mobil sind, und kombinierte Wohn- und Pflegeabteilungen in jedem Stockwerk. Ein öffentliches Café stehe auch Besuchern von auswärts zur Verfügung. Schindler lobte die zentrale Lage des Heimes in der Stadt und die Nähe zur Jugendsiedlung mit dem neuen Haus für Kinder: „Hier können wir Alt und Jung zusammenbringen, das gefällt mir gut.“

Ausbau der Kinderbetreuung

Das Haus für Kinder zeigte die Leiterin Daniela Kunchintzki den Radfahrern. Das Haus, in dem Krippen- und Kindergartenkinder gemeinsam betreut werden, hat auch einen integrativen Ansatz und nimmt Kinder mit und ohne Behinderung auf. Bisher sind laut Daniela Kunchintzki entsprechend der eingegangenen Anmeldungen rund 40 bis 50 Prozent der 86 verfügbaren Plätze belegt. Start im Haus für Kinder ist planmäßig am 9. September. Auch die in unmittelbarer Nähe entstehende neue Kinderkrippe der Stadt, öffnet Anfang September und startet mit 25 bis 30 Kindern. Bürgermeister Franz Parzinger erläuterte bei der Besichtigung der Krippe, dass im Stadtgebiet sieben Kindergärten inklusive einem Hort mit insgesamt rund 800 Plätzen zur Verfügung stünden. Die Stadt gebe jährlich 1,7 Millionen Euro für die Betreuungskosten der Kinder in diesen Kindereinrichtungen aus.

Ein Bauhof für die Stadt

Aus der Innenstadt heraus fuhren die Radler dann noch zum Gewerbegebiet Äuglwald, Gewerbegebiet Oderberg und zum Baugebiet Frauenbrunn 2. Dort erläuterte der Bürgermeister anhand von Plänen, wo der neue Bauhof entsteht, zeigte, welche Betriebe bereits im Gewerbegebiet angesiedelt sind, und verwies auf das neue Baugebiet, das in Traunwalchen im Anschluss an Frauenbrunn 1 vorgesehen ist.

Pressemittelung Stadt Traunreut

Zurück zur Übersicht: Traunstein

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser