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Bundestagswahl 2021 – Wahlkreis Traunstein (225)

Die Direktkandidaten im großen OVB-Check: Wolfgang Ehrenlechner (GRÜNE)

Bundestagswahl 2021: Wolfgang Ehrenlechner tritt für die Grünen als Direktkandidat im Wahlkreis Traunstein an.
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Bundestagswahl 2021: Wolfgang Ehrenlechner tritt für die Grünen als Direktkandidat im Wahlkreis Traunstein an.
  • Martin Vodermair
    VonMartin Vodermair
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Am 26. September ist Bundestagswahl. Im Wahlkreis Traunstein, zu dem auch das Berchtesgadener Land zählt, treten 13 Kandidaten für das Direktmandat an. Hier stellen sie sich den Menschen in der Region vor, nehmen zu aktuellen politischen Themen Stellung und beantworten persönliche Fragen. An dieser Stelle: Wolfgang Ehrenlechner (GRÜNE).

Hinweis in eigener Sache: Unsere Redaktion hat allen Kandidaten die gleichen Fragen gesendet. Wir haben es den Kandidaten überlassen, auf welche Fragen sie wie ausführlich antworten. Wir veröffentlichen die Antworten ungekürzt. Sprache und Inhalt liegen ausschließlich in Verantwortung der Kandidaten. Die Redaktion macht sich keine der Aussagen zu eigen.

Steckbrief Wolfgang Ehrenlechner

  • Partei: Grüne
  • Alter: 40 Jahre
  • Wohnort: Teisendorf
  • Beruf: gelernter Bankkaufmann, Geschäftsführer der Bundeszentrale für katholische Jugendarbeit
  • Familie: in einer Partnerschaft lebend, ein 14 Monate altes Pflegekind
  • Hobbys:  Bergsteigen, Radfahren

Zum Bundestagswahl-Spezial und allen weiteren Kandidaten:

> auf chiemgau24.de

> auf BGLand24.de

> auf ovb-online.de

Ehrenlechner: Mein politisches Engagement hat seinen Ursprung in der katholischen Landjugend. Dort habe ich gelernt, wie wichtig politische Willensbildung in der Zivilgesellschaft ist und wie man so Politik mitgestalten kann.

Es liegt jetzt an uns, unser Land für unsere Kinder und zukünftige Generationen zukunftsweisend zu gestalten, um ihnen einen intakten Planeten zu übergeben und eine gute Zukunft zu ermöglichen.

Zum Klimaschutz: Die Folgen des Klimawandels werden immer deutlicher spürbar. Es ist schon längst überfällig, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um die im Klimaschutzabkommen von Paris vereinbarten Ziele zu erreichen. Dazu gehören insbesondere:

  • Vollendung der Energiewende mit Ausbau von Sonnen- und Windenergie sowie Förderung von Bürger*innenbeteiligung bei Wind- und Solarparks
  • Kohleausstieg auf 2030 vorziehen
  • Klimaschutz sozial gerecht gestalten, mit einem Energiegeld, mit dem der CO2-Preis als Pauschale pro Kopf zurückbezahlt wird

Kinder- und Jugendpolitik: Damit alle Kinder und Jugendlichen gute Startchancen haben, und ihre Bedürfnisse in Politik und Verwaltung gleichberechtigt berücksichtigt werden, sind mir besonders wichtig:

  • Einführung einer ausreichenden Kindergrundsicherung
  • Rechte von Kindern stärken, deshalb Kinderrechte ins Grundgesetz
  • Wahlalter auf 16 Jahre senken

Gesellschaftlicher Zusammenhalt: Mir ist es besonders wichtig, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern und für die Menschen attraktive Lebensräume in Stadt und Land zu sichern, und zwar so:

  • Mindestlohn sofort auf 12 Euro heben, mit regelmäßiger Anpassung
  • bezahlbaren Wohnraum schaffen durch Förderung von sozialem und gemeinwohlorientiertem Wohnungsbau
  • Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen

Thema Corona

Unsere Fragen an Wolfgang Ehrenlechner

  • Mit welchen Szenarien und Folgen rechnen Sie Ende 2021 und 2022? Wie sieht Ihre Corona-Strategie aus?
  • Wie hat Corona Ihr Denken und Handeln verändert? Warum spaltet Corona die Gesellschaft?

Kinder in den Fokus rücken

Ich rechne damit, dass uns Corona noch längerfristig beschäftigen wird. Entscheidend ist, dass wir es schaffen, diejenigen zu schützen, die nicht geimpft werden können (insbesondere Kinder) und zugleich den Weg zurück in ein normales Leben gehen können.

Besonders wichtig ist, dass Kinder und Jugendliche wieder einen normalen Alltag im Kindergarten oder in der Schule haben, sich mit Freund*innen treffen, im Sportverein aktiv sein oder Angebote der Jugendarbeit wahrnehmen können. Denn sie mussten in den letzten eineinhalb Jahren mit am meisten zurückstecken. Deshalb ist es jetzt an der Zeit, Kinder und Jugendliche in den Fokus zu stellen, damit sie das nachholen können, was sie verpasst haben. Daher müssen breite Angebote geschaffen werden, um mögliche Defizite aufholen zu können.

Ich befürchte, die Auswirkungen des Coronavirus auf unser Leben einzudämmen, wird langfristig nur mit einer hohen Impfbereitschaft gelingen.

Thema Klimawandel

Unsere Fragen an Wolfgang Ehrenlechner

  • Der Klimawandel bedroht Mensch und Natur. Was ist zu tun? In der Welt, in Brüssel, in Berlin und München?
  • Aber auch in der Region, vor der Haustür oder im eigenen Haushalt?

Spätestens 2040 klimaneutral

Die Ziele sind seit langem klar, das Abkommen von Paris sieht vor, die globale Erwärmung deutlich unter 2 Grad zu halten und möglichst auf 1,5 Grad zu begrenzen. Um seinen Beitrag dazu zu leisten, muss Deutschland bis spätestens 2040 klimaneutral werden. Das bedeutet, die Grundlagen unserer Energieversorgung neu aufzustellen, den Ausstieg aus der Kohleverstromung auf 2030 vorzuziehen und Wind- und Solarenergie massiv auszubauen. Dazu braucht es eine Überarbeitung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und die Nutzung von Solarenergie auf den Dächern muss zum Standard werden. Geeignete Standorte für Windkraftanlagen müssen überall im Bundesgebiet – auch in unserer Region genutzt werden. Dazu müssen zunächst Beschränkungen, die in Bayern die 10H-Regelung, aufgehoben werden.

Ausreichend grüner Strom ist die Voraussetzung dafür, dass auch die Industrie klimaneutral werden kann. Viele Unternehmen haben die Zeichen und Chancen schon erkannt und stehen mit klimaneutralen Prozessen und Technologien bereit. Sie brauchen jedoch endlich einen politischen Rahmen, um auch Planungs- und Investitionssicherheit zu haben. Wir wollen der Wirtschaft diesen Rahmen geben.

Klimaschutz wollen wir sozial gerecht gestalten, indem wir die EEG-Umlage absenken und den CO2-Preis auf fossile Brennstoffe für Wärme und Verkehr vollständig an die Bürger*innen zurückzahlen – als jährliche Pro-Kopf-Pauschale.

Auch der Verkehr muss sich verändern, um die Klimaziele zu erreichen. Dazu braucht es einen Ausbau des öffentlichen Verkehrsangebots. Stillgelegte Bahnstrecken müssen wieder in Betrieb genommen, zusätzliche Haltepunkte geschaffen werden. Die Taktung von Linienbussen und Bahnen muss verdichtet, Rufbusangebote ausgebaut werden und Auto, Bahn, Bus und Fahrrad müssen so vernetzt werden, dass es problemlos möglich ist, klimaneutral von A nach B zu kommen.

Thema Tourismus

Unsere Fragen an Wolfgang Ehrenlechner

  • Corona hat die Tourismusbranche und Gastronomie schwer getroffen. Was muss die Politik tun, damit diese Bereiche weiter im internationalen Wettbewerb bestehen können?

Nachhaltiges und Nachtzüge

Die Tourismusbranche, gerade in unserer Region ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor, ist durch die Corona-Krise schwer getroffen. Wir wollen ihr wieder auf die Beine helfen und zugleich den Nach-Corona-Tourismus klimaschonender, ökologischer und sozial nachhaltiger gestalten. In einem nachhaltigen Tourismus liegen riesige Chancen. Nachhaltigen Tourismus wollen wir gerade in ländlichen Regionen gezielt entwickeln, zum Beispiel durch den Ausbau touristischer Radwege. Der Nationalpark Berchtesgaden ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie Naturschutz und nachhaltiger Tourismus Hand in Hand funktionieren.

Die Bahn soll zum Tourismus-Reisemittel Nummer 1 werden – durch ein europäisches Nachtzugnetz und die gezielte Anbindung touristischer Regionen an das Bahnnetz. So kann der Tourismus dabei mithelfen, eine Welt zu erhalten, die es sich auch in Zukunft noch zu bereisen lohnt.

Thema Demokratie und Stabilität

Unsere Fragen an Wolfgang Ehrenlechner

  • Sind die Menschen wirklich demokratiemüde und empfänglich für neuen Extremismus und Populismus?
  • Wie steht es um Stabilität, Toleranz und Konsensfähigkeit im Land?

Transparenz schafft Vertrauen

Unsere Gesellschaft und unsere Demokratie sind stark, weil sich viele Menschen engagieren – in der Freiwilligen Feuerwehr, beim Sport, in der Kirche oder in verschiedensten Vereinen und Verbänden. Weil sich Menschen in Gemeinderäte einbringen und Bürger*innen die Zukunft ihres Ortes selbst in die Hand nehmen. Diese Menschen verdienen Wertschätzung für ihr unbezahlbares Engagement.

Gleichzeitig wenden sich Menschen ab, weil sie – gerade während der Corona-Pandemie – das Vertrauen in die demokratischen Institutionen verloren haben. Und doch ist die Demokratie die beste Herrschaftsform, die wir kennen, auch wenn sie nicht perfekt ist. Wir müssen deshalb immer weiter daran arbeiten und für eine vielfältige und tolerante Gesellschaft eintreten, in der alle Menschen, die hier leben, die gleichen Rechte und Entfaltungsmöglichkeiten haben.

Aufgabe der Politik ist es, größtmögliche Transparenz zu schaffen, damit die Prozesse, die zu politischen Entscheidungen führen, für die Bürger*innen gut nachvollziehbar sind. Ebenso gilt es Räume für offene Diskurse und bessere Beteiligungsmöglichkeiten für Bürger*innen zu schaffen.

Thema Wohnraum und Mieten

Unsere Frage an Wolfgang Ehrenlechner

  • Zur Lebensqualität gehört Wohnen. Speziell im Raum Rosenheim wird Wohnraum immer knapper, das Wohnen immer teurer. Wie kann man diese Entwicklung stoppen?

Mehr Mittel für sozialen Wohnungsbau

Alle Menschen brauchen angemessenen Wohnraum, Wohnen ist ein Menschenrecht. Wir wollen neuen Wohnraum schaffen – sozialraum- und gemeinwohlorientiert. Deshalb werden wir die Mittel für den sozialen Wohnungsbau deutlich erhöhen und Kommunen unterstützen, ihre gemeinwohlorientierten Wohnungsbaugesellschaften und Baugenossenschaften zu stärken und neue zu gründen.

Um bezahlbare Mieten zu gewährleisten, wollen wir Mieterhöhungen auf 2,5 Prozent jährlich im Rahmen des Mietspiegels begrenzen.

Thema Familie

Unsere Fragen an Wolfgang Ehrenlechner

  • Die Gesellschaft wird immer älter – auch im Zuzugsraum Rosenheim. Was kann die Politik leisten, damit wieder mehr junge Menschen eine Familie gründen?
  • Wie wollen Sie zum Beispiel eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie erreichen?

Kindergrundsicherung einführen

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung. Alle Eltern sollen Elternzeit unkompliziert in Anspruch nehmen können. Das Elterngeld wollen wir auf 24 Monate ausweiten: Pro Elternteil je acht Monate, weitere acht Monate können flexibel untereinander aufgeteilt werden. Wird die Elternzeit in Teilzeit in Anspruch genommen, verlängert dies entsprechend den Bezugszeitraum.

Doch damit alleine ist es nicht getan. Zusätzlich braucht es eine neue Kultur in Unternehmen hinsichtlich flexibler Teilzeit- und Vollzeitbeschäftigung und flexiblen Arbeitszeiten. Aus meiner beruflichen Arbeitgeberrolle weiß ich, wie herausfordernd es oft ist, das zu managen, aber für zufriedene Mitarbeitende und ihre Familien ist das ein klarer Gewinn.

Damit kein Kind in Armut aufwachsen muss, ist es mir wichtig, eine Kindergrundsicherung einzuführen. Darin sollen alle bisherigen Leistungen für Kinder zusammengefasst werden – und für Familien mit niedrigem oder gar keinem Einkommen gibt es einen zusätzlichen Aufschlag.

Thema Rente 

Unsere Fragen an Wolfgang Ehrenlechner

  • Die Alterspyramide in Deutschland bedroht die Stabilität und die Höhe der Rente. An welchen Stellschrauben muss die Politik drehen, damit zunehmende Altersarmut und eine Überlastung der Beitragszahler vermieden werden?
  • Wie kann der Staat für Generationengerechtigkeit sorgen?

Zwölf Euro Mindestlohn

Wichtigste Stellschraube zur Vermeidung von Altersarmut ist ein ordentliches Einkommen während des Erwerbslebens. Deshalb werden wir den Mindestlohn zunächst auf zwölf Euro anheben. Anschließend muss der Mindestlohn in Anlehnung an die Entwicklung der Tariflöhne weiter steigen.

Das Rentenniveau gilt es langfristig bei mindestens 48 Prozent zu sichern. Um das zu erreichen, wollen wir die Frauenerwerbstätigkeit unter anderem durch ein Recht auf Rückkehr in Vollzeit erhöhen, ein echtes Einwanderungsgesetz schaffen und die Beschäftigungssituation älterer Arbeitnehmer*innen verbessern. Um die Belastungen der Versicherten und der Arbeitgeber*innen zu begrenzen, sollen bei Bedarf die Steuerzuschüsse erhöht werden.

Die gesetzliche Rentenversicherung soll schrittweise zu einer Bürger*innenversicherung weiterentwickelt werden, in die perspektivisch alle einbezogen werden, damit alle gut abgesichert sind.

Um Altersarmut zu verhindern, werden wir die Grundrente überarbeiten und zu einer echten Garantierente weiterentwickeln, die deutlich mehr Menschen als bisher einbezieht und finanziell besserstellt. Wir wollen darüber hinaus eine von den Arbeitgeber*innen finanzierte Mindestbeitragsbemessungsgrundlage einführen, mit der in Vollzeit beschäftigte Geringverdienende bei langjähriger Beschäftigung im Alter eine auskömmliche Rente erhalten. Grundsätzlich soll das Renteneintrittsalter bei 67 Jahren bleiben. Es soll aber leichter werden, selbst darüber zu entscheiden, wann man in Rente gehen möchte, auch über die Regeleintrittsgrenze hinaus.

Welches Thema liegt Wolfgang Ehrenlechner besonders am Herzen?

Von Corona über Klimawandel bis zum Schutz der Demokratie: In unserem Kandidatencheck haben wir die zwölf Bewerber für den Bundestag im Wahlkreis Rosenheim mit vielen Fragen konfrontiert. Das letzte Wort haben die Kandidaten selbst – mit einem Thema ihrer Wahl, das ihnen besonders am Herzen liegt.

Jugendlichen eine Stimme geben

Seit vielen Jahren setze ich mich ehrenamtlich und beruflich für eine gute Politik aus der Perspektive von jungen Menschen ein. Dabei erlebe ich immer wieder, dass die Interessen von Kindern und Jugendlichen in der Politik zu wenig Berücksichtigung finden. Das hat nicht zuletzt damit zu tun, dass Kinder und Jugendliche keine Wähler*innen sind und damit weniger im Fokus der Politiker*innen stehen, die sehr auf ihre Wähler*innen und deren Interessen fixiert sind.

Ein erster wichtiger Schritt ist deshalb die Absenkung des Wahlalters. In einigen deutschen Bundesländern und Nachbarländern ist das bereits geschehen, nun ist es an der Zeit, die Wahlaltersenkung auch für Bundestags- und Europawahlen umzusetzen.

Eine weitere Maßnahme zur Stärkung der Position von Kindern, ist es, Kinderrechte nach den Grundprinzipien der UN-Kinderrechtskonvention ins Grundgesetz aufzunehmen. Damit wird gesichert, dass die Rechte und das Wohl von Kindern bei staatlichen Entscheidungen ein größeres Gewicht bekommen.

Kurz-Interview mit Wolfgang Ehrenlechner

Ein Motto, ein Satz oder ein Zitat, das sich Ihnen besonders eingeprägt hat?

Ehrenlechner: „Was die Zukunft betrifft, so geht es nicht darum, sie vorherzusagen, sondern sie zu ermöglichen.“ (Antoine de Saint-Exupéry)

Sie steigen in eine Zeitmaschine. Welches Ereignis der Geschichte würden Sie gerne miterleben und warum?

Ehrenlechner: Ende der 1920er-Jahre/Anfang der 1930er-Jahre. Ich würde mit dem Wissen, das wir heute über den Nationalsozialismus und seine Folgen haben, gemeinsam mit anderen gegen den Aufstieg der Nationalsozialisten kämpfen wollen.

Ihr Lieblingsplatz in der Region? Warum?

Ehrenlechner: Ich habe viele Lieblingsplätze. Die meisten davon sind am Wasser, wie zum Beispiel am Thumsee, wo sich Himmel und Berge darin spiegeln.

In welchem Film hätten Sie gerne in welcher Rolle mitgespielt?

Ehrenlechner: In der „Unendlichen Geschichte“ in der Rolle des Bastian Balthasar Bux. Weil ich als Kind selbst immer in der Fantasiewelt meiner Bücher versunken bin.

Wie bekommen Sie Politik und/oder Beruf/Familie unter einen Hut?

Ehrenlechner: Mit einem guten Zeitmanagement und einem Kalender, auf den alle Beteiligten Zugriff haben. Für die Familie habe ich fest geblockte Zeiten, die nicht mit Terminen belegt werden dürfen.

Ihr politisches Vorbild? Warum?

Ehrenlechner: Sepp Daxenberger. Weil er ein sehr bodenständiger Mensch war, der politische Sachverhalte einfach erklären konnte.

Stellen Sie sich vor, Sie könnten drei Dinge beschließen – und alle Staaten dieser Welt müssten sich daran halten. Was würden Sie tun?

Ehrenlechner: Vollständige Umsetzung der Menschenrechte; Klimaschutz: Alle Staaten sind bis 2040 klimaneutral; Faire Löhne und ausreichende soziale Absicherung.

Wen ertragen Sie nur mit Humor?

Ehrenlechner: Den „Messer-Hubsi“ (Hubert Aiwanger), der meint, dass Deutschland sicherer wäre, „wenn jeder anständige Mann und jede anständige Frau ein Messer in der Tasche“ hätte“.

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