Kandidatenvorstellung Bundestagswahl 2017

Steckbrief-Fragebogen: Konrad Baueregger (Bayernpartei) 

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Bayernpartei-Kandidat Konrad Baueregger

Traunstein/Landkreis - Am Sonntag, 24. September, wird in Deutschland ein neuer Bundestag gewählt. Im Wahlkreis Traunstein (225) bewerben sich acht Kandidaten um das Direktmandat. Wir stellen alle Kandidaten einzeln vor - heute: Konrad Baueregger (Bayernpartei). 

Die Antworten auf den Fragebogen von chiemgau24.de/BGLand24.de:

Name? 

Konrad Baueregger

Partei?

Bayernpartei

Alter?

60 Jahre

Wohnort? 

Tittmoninger Str. 12, 83349 Palling

Familienstand? 

Verheiratet

Anzahl Kinder: 

2 Töchter

(Erlernter) Beruf/Studium? 

Bankkaufmann, Dipl.Betriebswirt (FH) 

Politische Karriere?

Aktivitäten ausschließlich in der Bayernpartei 

Vorbilder in der Politik?

Politiker, die mit Ehrlichkeit überzeugen und unser Grundgesetz achten. 

Was verbindet Sie mit unserer Region? Was ist das Besondere bei uns?

Mit der Region verbindet mich mein Heimatgefühl. Ich bin hier geboren und mein ganzes Leben lang der Region eng verbunden geblieben. Bayern ist mein Heimatland. Dafür lohnt es sich auch, politisch aktiv zu werden.

Warum sollten die Bürger Ihnen ihre Stimme geben? Was sind Ihre Qualifikationen/Kompetenzen?

Die Menschen haben das Vertrauen in die handelnden Personen in der Politik verloren. Die Politiker vertreten nicht mehr die Menschen. Politik ist für die Politiker keine Passion mehr sondern lukrativer Erwerbszweck, welcher sie finanziell von der Partei abhängig macht. Die Politiker handeln zuerst für sich selbst und erst in zweiter Linie für deren Wähler.

Ich bin finanziell vom Staat unabhängig, ich kann meine ehrliche politische Meinung frei sagen, ohne Sorge auf Parteischelte und politischen Karriereknick. Ich agiere nicht aus Berlin sondern aus meiner Heimat. Eine verlorenen Stimme ist vor allem diejenige, die man einer Partei gibt an die man nicht mehr glaubt! 

Was sind ihre drei wichtigsten politischen Ziele?

Bayern muss wieder mehr Eigenständigkeit zeigen und erhalten. Wir wollen keine Rechten, aber wir wollen wieder Recht in unserem Staat. Ein Europa der Regionen mit ganz großer Betonung der REGIONEN. 

Was wollen Sie für die Menschen in der Region bewirken? 

Die Menschen in Bayern müssen wieder mehr in die politischen Entscheidungen eingebunden werden (Bürgerentscheide und vergleichbares). Die Menschen müssen sich politisch in ihrer Heimat wiederfinden. Dies erreicht man in kleinen Strukturen wie unserem Freistaat, nicht aber in einem gleichgeschalteten Europa. Ein Konkurrieren kleiner Regionen erzeugt Kreativität, erzeugt Verbundenheit, erzeugt ein Miteinander, erzeugt all das, was Menschen positiv verbindet. 

Thema Gerechtigkeit: Geht es in Deutschland gerecht zu? Sollten bestimmte Bevölkerungsschichten steuerlich entlastet/finanziell unterstützt werden? Welche und wie? 

Mit Blick auf die Einhaltung der vorher so viel gepriesenen Mastrichtverträge beim Thema Euro und Geldstabilität oder beim Blick auf die Einhaltung des Schengen-Abkommens fällt es schwer, noch an Gerechtigkeit zu glauben. 

Den Gerechtigkeitsbegriff ganz einfach auf das Steuerthema zu beschränken ist in jedem Fall eine Themaverfehlung zu diesem großen Wort. Die Steuerbelastung ist in unserem Land sehr hoch, bezieht man alle Steuern (Mehrwertsteuer, Mineralölsteuer, ....) mit ein. Mehr als die Hälfte eines Jahres arbeitet der durchschnittliche Erwerbstätige ausschließlich für den Staat und erst dann für sich und seine Familie. Weitere finanzielle Gaben des Staates dürften das falsche Signal sein, da die Umverteilung noch größer wird – staatliches Handeln aber noch nie effizient war. 

Die deutsche Steuergesetzgebung ist inzwischen derart verworren und verfilzt, das künftig nur ein WENIGER wirklich mehr sein kann. Die Eigenverantwortung der Bürger, verbunden mit geringerer Bürokratie muss wieder deutlich gestärkt werden.

Thema Rente: Wie sieht Ihre Rentenpolitik aus? Renteneintrittsalter und Finanzierung (Stichwort: Generationenvertrag)? 

Mit jeder Rentenreform wurden die Strukturen in der Rentenpolitik unschärfer. Die Politik schafft es angesichts der Sorge um die Wiederwahl der handelnden Personen nicht, ehrliche Reformen durchzuführen. Dabei ist die Altersstruktur für die nächsten Jahrzehnte klar absehbar. Weniger Erwerbstätige (also Rentenbeitragszahler) können nicht durch schöne Worte alleine die künftig steigende Zahl an Rentenempfängern versorgen. 

Die politisch orientierte Europäische Zentralbank führt zur Stützung bankrotter europäischer Staaten mit ihrer Nullzinspolitik die jüngeren Generationen systematisch und alternativlos in eine grausame Altersarmut.

Thema Ökologie/Klimaschutz: Sind wir hier auf dem richtigen Weg? Was sollte sich wie ändern? 

Unsere Zukunft ist unsere Erde. Die aktuellen Diskussionen werden uns meines Erachtens in vielen Bereichen nicht helfen. Viele Themen sind ausgesprochen tendenziell, politisch motiviert und nicht zu Ende gedacht. Das Thema „Atomausstieg“ von heute auf morgen mit den entsprechenden Kollateralschäden ist nur eines davon. Das Thema „E-Mobilität“ könnte das nächste werden. Die Auswirkungen unserer von der Politik gesteuerten Agrarwirtschaft mit den unübersehbaren Problemen in Bereich Pestizidverseuchung, Artensterben, Grundwasserverunreinigung, Aufstockungszuschuss, Stilllegungsprämien, .... ist ein anderes. 

Thema Wohnungsnot/sozialer Wohnungsbau: Bezahlbare Wohnungen sind in unserer Region oft Mangelware. Wie wollen Sie bezahlbaren Wohnraum schaffen und finanzieren? 

Der Spagat zwischen Flächenfraß und dem Wunsch nach immer weiter steigendem Wohlstand (kleinere Haushaltseinheiten, mehr Wohnfläche je Person) wird in bevorzugten Lebensräumen – und dazu gehört Bayern – weiter bestehen bleiben. Die eigene Bevölkerung wird sich hier möglicher Weise in Zukunft noch mehr Schutzmechanismen (Einheimischenmodelle, ....) erschließen müssen als bis dato. Weitere gesetzliche Regelungen werden den Mietwohnungsbau angesichts der schon sehr starken Mieterrechte nicht stimmulieren.

Thema Flüchtlinge: Was läuft in der Flüchtlingspolitik gut, was schlecht? Wie würde Ihre Flüchtlingspolitik aussehen? 

Die Flüchtlingspolitik ist aus dem Ruder gelaufen. Unser bestehendes und eigentlich auch gültiges Aufenthaltsgesetz wird in vielen Teilen nicht mehr beachtet. Dabei hatten wir über 50 Jahre ein funktionierendes gesetzliches Verfahren für die Asylpolitik, welches durch die Politik sehenden Auges, ohne Beachtung des Gesetzgebungsverfahrens in Teilen übergangen wird. 

Ein Konzept kann unsere Bevölkerung darin nicht erkennen, denn es gibt keine Antwort unserer Politiker darauf, wie wir wesentlich Teile der Bevölkerung aus dem nahen Osten, aus Afrika und anderen Teilen der Welt bei uns aufnehmen können und ernähren wollen. Deutschland ist ein sehr dicht besiedeltes Land mit einer Staatsverschuldung von über 2,3 Billionen Euro. Die Politiker überschätzen unsere soziale Kompetenz ganz erheblich. Asylpolitik kann nur Hilfe zur Selbsthilfe sein, mehr kann kein Land auf dieser Welt leisten.

Braucht Deutschland einen Regierungswechsel, eine neue Regierungskoalition? Welche und warum? 

Die Politiker sind inzwischen Gefangene ihres Systems. Sie können nicht mehr frei und unabhängig agieren. Roland Tichi formulierte es in „Tichis Einblicke“ am 18.11.2016 sehr trefflich: Der deutsche Abgeordnete ist materiell von seiner Partei so abhängig, dass er das Gewissen, dem er lt. Grundgesetz verpflichtet ist, leicht überhört. Es wird viel Anstrengung bedürfen, unserem Grundgesetz die teils verloren gegangene Geltung wieder zu verschaffen. Darum brauchen wir eine grundlegend neue Einstellung, weg von den eingefahrenen Strukturen und Personen. Die Bevölkerung muss wieder im Vordergrund stehen, die Politik muss wieder für die Menschen da sein. Dazu wird man viele alte Zöpfe entfernen müssen. Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu belassen und zu hoffen, dass sich etwas ändert (Albert Einstein)

Anmerkung der Redaktion: Die Antworten des Kandidaten/der Kandidatin wurden 1:1 von der Redaktion übernommen, inhaltlich nicht überarbeitet und müssen deswegen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

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