chiemgau24-Jahresrückblick: Das war Ihr 2011!

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Landkreis - Mit einer Auswahl Ihrer meistgelesenen Artikel 2011 wollen wir das Jahr im Landkreis noch einmal Revue passieren lassen. Hier kommt Ihr exklusiver chiemgau24-Jahresrückblick.

Was war los im Landkreis? Viel ist passiert und an vieles könnten wir uns heute zurückerinnern. Doch eine Frage beschäftigte uns am meisten: Was interessierte unsere chiemgau24-Leser denn eigentlich im Jahr 2011? Dieser Frage gingen wir nach und so entstand nachfolgender Rückblick, der sich also aus einer Auswahl an Artikeln zusammensetzt, die Sie im vergangenen Jahr am häufigsten gelesen haben! Das war Ihr Chiemgauer 2011 - Viel Spaß dabei!

Januar

Erst 13 und 15 jahre alt und schon grob gewalttätig. Die beiden Chiemgauerinnen bekamen eine Anzeige.

Das Jahr fing ja gleich gut an: Am 5. Januar erregte die Meldung "Chiemgauer Mädchen schlägern in U-Bahn" die Aufmerksamkeit unserer Leser. Eine 13- und eine 15-Jährige aus dem Landkreis Traunstein sorgten für diese Negativschlagzeile, als sie am U-Bahnhof Thalkirchen in München grundlos eine 23-jährige Physiotherapeutin beleidigten und schließlich zuschlugen. Über die Aufnahmen einer Überwachungskamera konnte ein Jugendlicher aus der Clique durch die Polizei erkannt werden, der die Identität der beiden Mädchen schließlich preisgab. Die brutalen Schlägerinnen konnten gefasst werden und hatten sich einer Anzeige zu stellen.

Die Diskothek in der Werner-von-Siemens-Straße musste sich wegen Verstößes gegen das Jugendschutzgesetz verantworten.

Und im Januar ging es auch gleich lustig weiter mit Jugendlichen, die gegen das Gesetz verstoßen. Mitte Januar fand durch eine gemeinsame Aktion von Polizei und Zoll eine großangelegte Razzia in einer Traunreuter Diskothek statt. Zehn Jugendliche unter 18 Jahren wurden dabei festgenommen und später ihren Eltern übergeben. Zu spät unterwegs und zu viel Alkohol, zudem einzelne Verstöße gegen das Waffengesetz. Gegen die Diskothek in der Werner-von-Siemens-Straße wurde unter anderem wegen baulichen Verstößen und dem Verdacht auf Schwarzarbeit ermittelt. Von einem Verstoß gegen das Jugendschutzgesetz ganz zu schweigen.

2011: Diese Bilder werden wir nicht vergessen

2011: Diese Bilder werden wir nicht vergessen

Anton Resch vom Forstamt Traunstein war sich zumindest sicher: Es ist genügend Holz da.

Und weiter geht's im Januar. Klar, Heizung und Wärme sind gerade im Winter ein Thema. Deswegen findet sich unter den Top Ten der meistgelesenen Artikeln wohl auch dieser hier: Ist ein Biomasse-Kraftwerk am Standort Prien eher Chance oder Risiko? Diese Frage wurde heiß diskutiert. Größte Sorge war nämlich der Rohstoff Holz und damit die Überlegung, ob die heimischen Waldbestände zur Betreibung überhaupt ausreichen. Wenige Tage später entschied der Bürgermeister der Marktgemeinde, Jürgen Seifert, dass über diese brenzlige Frage am besten die Bürger entscheiden sollen. Am 9. April kamen schließlich 8157 Prienerinnen und Priener und entschieden sich: dagegen! Das Kraftwerk kam nicht, das Thema sollte im Jahr 2011 deswegen aber lange noch nicht vom Tisch sein.

Februar

800.000 Euro Schaden entstand bei den verheerenden Brand Anfang Februar in Nußdorf.

In einem Stall eines bäuerlichen Anwesens brach am frühen Morgen des 1. Februar Feuer aus. Die Feuerwehren aus Nußdorf, Traunstein, Traunreut, Wolkersdorf, Erlstätt, Matzing und Haslach rückten für die Löscharbeiten an und schafften es schließlich, das angebaute Wohnhaus vor einem Übergreifen des gewaltigen Feuers zu schützen, während die Tenne vollständig ausbrannte und schließlich in sich zusammenstürzte. Während der Löscharbeiten konnten 50 Kühe und rund 20 Schafe gerettet werden. Nur eine Kuh rutschte bei ihrer Rettung aus und musste schließlich eingeschläfert werden. Mehr als zwei Stunden brauchten die Einsatzkräfte, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Der Schaden war verheerend: Die Tenne wurde zum verkohlten Gerippe, die landwirtschaftlichen Geräte und Erntevorräte waren ebenfalls nicht mehr zu retten. Der Sachschaden belief sich auf ganze 800.000 Euro.

Rückblick: Die Toten des Jahres 2011

Rückblick: Die Toten des Jahres 2011

Die 24-jährige Laura, Chefin ihres eigenen Friseursalons, wagte im Februar den "Frauentausch".

Ein ganz anderes Thema erweckte eine Woche später die Aufmerksamkeit unserer Leser. Nämlich die 24-Jährige Traunsteinerin Laura. Sagt Ihnen gerade nichts? Nun ja, der Auftritt der Friseuse war auch eher ein kurzer, als sie sich im Februar 2011 an das Experiment "Frauentausch" wagte. Die Traunsteinerin tauschte für zehn Tage ihr partyintensives Leben im Chiemgau gegen die Mutterrolle der 20-jährigen Melissa aus Bad Harzburg in Niedersachsen. Dieses Wagnis der 24-jährigen Jungunternehmerin verfolgten die Chiemgauer sehr aufmerksam, weswegen es das Abenteuer "Frauentausch" auch in Ihre Top Ten der Artikel 2011 schaffte.

April

Verbrannte Überreste des Barockaltars in St. Michael.

Im April - es war nur kurz vor dem Osterfest 2011 - brannte es in einer Kirche. Und es war nicht irgendeine Kirche, sondern ausgerechnet die Seminarkirche des Studienseminars St. Michael in Traunstein. Eine sehr prominente Kirche, denn im dazugehörigen Internat auf der Wartberghöhe drückte schon Joseph Ratzinger, der spätere Papst Benedikt XVI., die Schulbank. 1937 trat er nämlich in das humanistische Gymnasium in Traunstein ein. Die Feuerwehren aus Traunstein, Haslach und Siegsdorf mussten ausrücken, um das Feuer im Gotteshaus zu löschen. Schuld am Brand war eine abgebrannte Kerze, deren Flamme schließlich auf den Altar und ein Bild übergriff. Insgesamt entstand ein Schaden von etwa 150.000 Euro. Verletzt wurde beim Kirchenbrand glücklicherweise niemand.

Mai

Bürgermeister Rudi Jantke mit einem stolzen Lächeln: Im Mai begannen die Bauarbeiten am Grassauer Golfplatz.

"Ein Golfplatz für Grassau" lautete die Schlagzeile im Mai, die viele interessierte Leser auf den Artikel zog. Lange Zeit wurde ja über die Entstehung eines Golfplatzes diskutiert und verhandelt. Mitte Mai war es dann schließlich so weit: Die Bauarbeiten für die Sportanlage starteten. Darüber freute sich vor allem Grassaus Bürgermeister Rudi Jantke, der nach zähen Grundstücksverhandlungen das touristische Potenzial der Golfanlage im Auge hatte. Die Grassauer selbst sahen den Bau des Platzes eher skeptisch: Braucht man denn überhaupt so einen Golfplatz? Die Kosten dafür betrugen auch immerhin stolze fünf Millionen Euro, die allerdings der Betreiber der Golfanlage, das Sporthotel Achental, übernommen hat.

Verliebt, verheiratet, geschieden, verloren: Das war das Jahr 2011 für die Promis

Juli

Alle drei Insassen konnten schließlich von der Polizei im Maisfeld gefunden und festgenommen werden.

Was war das für ein kurioser Fall im Juli 2011! Zuerst sah alles nach einem gewöhnlichen Unfall aus: Ein Auto kam von der Straße ab und überschlug sich im Maisfeld. Dann aber rückte die Polizei nach Anrufen von Passanten aus und fand absolut niemanden. Die drei Insassen versteckten sich im Maisfeld, zwei von ihnen schienen sich regelrecht eingegraben zu haben, um von der Polizei nicht gefunden zu werden. Warum die drei 19-, 21- und 22-jährigen Insassen des Wagens einen Grund hatten, sich einzugraben, war auch schnell festgestellt: Alkohol am Steuer war das Delikt, das sie vor den Einsatzkräften flüchten ließ. Der 22-jährige Halter konnte nach zwei Stunden festgenommen werden, für die beiden "Eingegrabenen" war etwas mehr Aufwand nötig: Im Einsatz waren insgesamt die Feuerwehren Stein an der Traun mit 25 Mann und Traunreut mit zwölf Mann, das BRK mit fünf Mann, die Rettungshundestaffel des Roten Kreuzes, fünf Polizeistreifen und nicht zuletzt ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera, der die zwei Burschen schließlich aufspürte.

August

Das traurige Schicksal der 28-Jährigen bewegte die Menschen im Chiemgau.

Das tragische Schicksal der 28-jährigen Dorena Weber aus Traunstein erregte im August die Gemüter. Ihr stark verwester Leichnam wurde in ihrer eigenen Wohnung vom Wohnungsbesitzer gefunden. Besonders grauenhaft: Die Tote war in einen in Folie gewickelten Küchenschrank gesteckt worden, ein Tötungsdelikt war offensichtlich. Viele Fragen warf das traurige Schicksal der jungen Frau auf: Warum hat sie niemand vermisst? Wer hätte etwas bemerken können? Erst im Dezember ergab die rechtsmedizinische Untersuchung, dass die 28-Jährige erwürgt wurde. Bereits am 1. September nahm die Polizei den Ex-Freund der jungen Frau fest; er sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Die besten Bilder des Sportjahrs 2011

Die besten Bilder des Sportjahrs 2011

September

Josef, Narumol und ihr ganzer Stolz, die kleine Jorafina im festlichen Taufkleid.

Josef und Narumol! Im Chiemgau seit Beginn der Show "Bauer sucht Frau" ein sehr beliebtes Thema und so darf auch die Taufe ihrer kleinen Jorafina in einem Jahresrückblick nicht fehlen. Am 26. September wurde Jorafina in Josefs Heimatort Pittenhart getauft. Übrigens in derselben Kirche, in der sich Josef und Narumol einige Zeit zuvor das Ja-Wort gaben. Und wie es sich für ein waschechtes "Bauer sucht Frau"-Baby gehört, ging der große Auftritt nicht ohne gehörigen Medienrummel über die Bühne. Neben den Familien von Josef und Narumol war selbstredend auch ein RTL-Kamerateam vor Ort, Inka Bause, Moderatorin der Show und sozusagen Kupplerin von Josef und Narumol, war ebenfalls auf der Taufe zu finden. Auch chiemgau24 ließ sich da natürlich nicht lumpen und schoss einige Bilder des kleinen, prominenten Bauern-Babys aus Pittenhart.

rr/chiemgau24

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