Dangschat folgt Walch

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Hans-Peter Dangschat (Mitte) wurde zum neuen Traunsteiner JU-Kreisvorsitzenden gewählt. Ihm gratulierten der CSU-Kreisvorsitzende, MdL Klaus Steiner (rechts) und Vorgänger Sigi Walch.

Traunstein - Der bereits angekündigte Wechsel an der Spitze des Kreisverbands Traunstein der Jungen Union (JU) erfolgte problemlos. .

Bei nur einer Enthaltung wählten die Mitglieder bei der Kreisversammlung im "Sailer-Keller" den bisherigen Kreisgeschäftsführer Hans-Peter Dangschat aus Traunreut zum Nachfolger von Sigi Walch aus Inzell. Neue Kreisgeschäftsführerin wurde Maria Huber aus Ruhpolding

Dangschat erklärte, er wolle als JU-Kreisvorsitzender politische Ideen und Positionen umsetzen. Dazu müsse 2014, wenn die Kommunalwahlen anstehen, "das Jahr der JU werden". Sie müsse in mindestens 15 Gemeinden und allen vier Städten des Landkreises vertreten sein. Die JU werde bei der CSU dafür die erforderlichen Listenplätze einfordern. "Wir haben genügend engagierte junge Menschen und können Spitzenpositionen besetzen. Dies gilt auch für den Landkreis", betonte er.

Bei der Bundestagswahl 2013 müsse die CSU deutlich stärker abschneiden. "Die JU spielt dabei eine zentrale Rolle", war er überzeugt, denn Rot/Grün schneide bisher bei den Jungwählern besser ab. "Wir müssen neue Themen aufgreifen, um die breite Masse der Jugend zu erreichen", lautete sein Erfolgsrezept.

Walch begründete seinen Rückzug mit der Belastung als stellvertretender JU-Landesvorsitzender, wo er für die Bereiche Wirtschaft, Finanzen und Europa zuständig ist. "Der JU-Kreisverband braucht einen Vorsitzenden, der sich mit voller Kraft darum kümmern kann", unterstrich er. Stolz war Walch darauf, dass unter seiner Führung die Mitgliederzahl im JU-Kreisverband auf über 400 geklettert ist. Die JU sei heute "der Antreiber" in den Gemeinden und im Landkreis, aber auch im CSU-Kreisverband, weil sie zu vielen Themen Position bezogen habe. Die Politik müsse wieder aufrichtig und ehrlich sein, die Meinung anderer respektieren und auch einmal akzeptieren, wenn sie nicht die Mehrheit bekomme. Dies sei wichtig für eine vernünftige Diskussionskultur.

Die JU sei die junge Basis quer durch die Gesellschaft, auf der die Partei aufbauen könne, sagte CSU-Kreisvorsitzender und Stimmkreisabgeordneter Klaus Steiner. Die CSU habe mit der JU die besten Chancen, Herausforderungen wie Klimaveränderung oder demografischen Wandel zu bewältigen.

Er forderte einen anderen Politikstil: den Menschen zuhören und sie wieder mitnehmen. "Zugleich müssen wir den Bürgern klar machen, dass sie selbst mehr Verantwortung übernehmen müssen, wenn wir die Zukunft meistern wollen."

Der JU-Bezirksvorsitzende Tobias Zech aus Garching an der Alz lobte Walchs Arbeit, kritisierte aber im Vorfeld der entscheidenden Abstimmung im Landtag vehement die Altergrenze von 65 Jahren für Kommunalpolitiker (wir berichteten). Es sei "eine Frechheit", dass das Alter für alle Kommunalpolitiker entscheidend sei, nicht aber für Landespolitiker. Nicht das Alter eines Politikers dürfe ausschlaggebend sein, sondern die Qualität seiner Arbeit.

Landrat Hermann Steinmaßl, den Walch als "JU-ler im Geiste" tituliert hatte, sprach dem Inzeller Anerkennung für dessen Arbeit und Ideen im Kreistag aus. Der Landkreis stehe in vielen Bereichen gut da. Auch die Infrastruktur müsse passen. Die Autobahn, Ortsumfahrungen, aber auch Datenautobahnen seien notwendig, damit die Jugend daheim eine Zukunft habe, im Landkreis arbeiten und wohnen könne.

Ab 2013 wolle der Landkreis Schulden abbezahlen. "Ich meine, es ist ein gutes Signal für die Jungen: Jetzt beginnen wir mit dem Schuldenabbau", so Steinmaßl.

bjr/Chiemgau-Zeitung

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