Deponie Litzlwalchen endgültig versiegelt

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Litzlwalchen - Die Deponie Litzlwalchen wird nun endgültig versiegelt. Damit beendet der Landkreis Traunstein diese Art der Abfallentsorgung, die noch aus dem vorigen Jahrhundert stammte.

Jahrhunderte haben Menschen ihre Abfälle in Gruben und Deponien geworfen. Viele ehemalige Deponien in den Gemeinden geben davon heute noch ein Zeugnis. Mit der Versiegelung und Begrünung der Deponie Litzlwalchen beendet der Landkreis Traunstein diese Art der Abfallentsorgung aus dem letzten Jahrhundert. Wer kann sich überhaupt noch an die teils sehr heftigen Auseinandersetzungen um die Abfallentsorgung in den Achtziger- und Neunzigerjahren erinnern?

Deponie Litzlwalchen endgültig versiegelt

Ich selbst habe diese bewegten Zeiten aktiv mitgestaltet – als Kreisrat, aber auch als Ingenieur. Deshalb ist es mir ein besonderes Anliegen, all jenen zu danken, die damals ebenfalls in der politischen Verantwortung standen − allen voran meinen Vorgängern, den Altlandräten Leonhard Schmucker und Jakob Strobl. Die Entscheidungen und Umsetzungsbeschlüsse für das Müllheizkraftwerk in Burgkirchen fielen in ihre Zeit. Dem Müllheizkraftwerk ist es heute zu verdanken, dass wir unsere Abfälle umweltfreundlich verwerten können und keine Deponie mehr nötig haben.

Was früher als Müll galt, wird heute als Wertstoff gehandelt. Wir sind es längst gewohnt, diese „Rohstoffe“ weitestgehend getrennt zu sammeln und zum Wertstoffhof zu bringen. Das Müllaufkommen der privaten Haushalte ist auf diese Weise drastisch gesunken. Nur was stofflich nicht verwertbar ist, wandert in die Müllverbrennungsanlage und wird in Energie umgewandelt. So erhitzt der Abfall zwar die dortigen Kessel, aber nicht mehr die Gemüter. Mein Dank gilt besonders den Nachbarn der Deponie, die manche Beeinträchtigung hinnehmen mussten. Wir geben ihnen mit der grünen Wiese ein Stück Lebensqualität zurück. Am Beispiel Litzlwalchen wird deutlich, dass der verantwortungsvolle Umgang mit Natur und Umwelt eine bleibende Aufgabe ist. Zu den großen Herausforderungen unserer Zeit gehört es, dass die Menschen in ihrer Heimat wohnen und arbeiten können. Das ist in Einklang zu bringen mit nachhaltigen Lebensbedingungen für Mensch und Natur. Dabei spielt die Energieversorgung mit heimischen und erneuerbaren Energien eine bedeutende Rolle. Der Landkreis Traunstein hat sich das Ziel gesetzt, seinen Strombedarf bis 2020 aus erneuerbaren Energien zu decken.

Pressemeldung Landratsamt Traunstein

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