Deponie-Zeitalter mit Fest beendet

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Litzwalchen - Beim Deponie-Abschlussfest im Kreisbauhof feierten Vertereter von Ingenieur-Büros, Baufirmen, Verwaltung, Bauhof, Fachbehörden, Anlieger und Nachbarn das Ende des Deponie-Zeitalters im Landkreis Traunstein.

Das Deponiezeitalter im Landkreis Traunstein ist offiziell zu Ende. Hermann Steinmaßl, Landrat des Landkreises Traunstein, sprach folgende Worte:

"Es ist kaum vorstellbar, wenn man es nicht besser wüsste, dass sich hier bis vor Kurzem noch ein großes Loch - die Mülldeponie - befand. Heute ist davon kaum etwas zu sehen. Ziel war: zurück zur grünen Wiese - haben es mit der Versiegelung, aber noch nicht ganz mit der Begrünung geschafft. Aber es wird sicher noch das Gras über die Deponie wachsen! Wir schließen heute endgültig das letzte Kapitel einer Abfallentsorgung, die bis vor ein paar Jahrzehnten noch als modern und einfach galt.

Deponie-Abschlussfest Litzlwalchen

Grundsätzlich muss man festhalten, dass erst mit dem Menschen der Müll kam. Das menschliche Verhalten hat den Müll in all den tausenden von Jahren wachsen lassen. Früher hat man einfach alles auf einen Haufen geworfen, angezündet oder vergraben. Entsorgungssysteme, wie sie heute zum Einsatz kommen, waren damals noch kein Thema. Doch schließlich griff bundesweit die Erkenntnis bei allen Verantwortlichen durch, dass man der Umwelt wie auch sich selbst nichts Gutes tue, wenn man nicht bald was unternehme, um dem steigenden Müllaufkommen Herr zu werden.

Damit brach das Zeitalter an, wo die Abfallvermeidung und - verwertung Vorrang vor der Verbrennung und der Deponierung hatte. So führt seit 1976 der Landkreis die Abfallentsorgung zentral und hat früh mit dem Wertstoffhofkonzept begonnen. Dadurch konnte in der Vergangenheit eine erhebliche Reduzierung der Abfallmengen im Interesse des Umweltschutzes erreicht werden.

Deponie Litzlwalchen endgültig versiegelt

Die Deponie Litzlwalchen ist fertig rekultiviert und soll nun in die Nachsorgephase übergehen. Sie ist ein Vorzeigewerk in Sachen Technik und Wirtschaftlichkeit, in das der Landkreis von 1979 bis 2011 ca. 15,5 Mio. Euro Baukosten investiert hat. Sie sehen: Es gibt Prozesse, die das Müllaufkommen - von Menschenhand produziert - auch durch Menschenhand wieder stoppen kann."

Rubriklistenbild: © kaf

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