„Die Wiedervereinigung war alternativlos“

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Mitglieder der CSU Senioren-Union informierten sich am Dienstag Nachmittag über das Thema „20 Jahre Deutsche Einheit.“ Rainer Schwarzer (rechts), ehemaliger Referatsleiter der Europaabteilung in der Bayerischen Staatskanzlei informierte die Anwesenden und diskutierte mit den Anwesenden über die Entwicklungen aus politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Sicht. Links daneben der Seminarleiter der Hanns-Seidl-Stiftung Joseph-Peter Schnabel aus Bayerisch Gmain sowie der Traunsteiner Ortsvorsitzende der CSU Karl Schulz.

Traunstein - 20 Jahre Deutsche Einheit: Zu diesem Thema findet im Sailerkeller in Traunstein ein Diskussionsnachmittag statt.

Der CSU Ortsverband und die CSU Senioren-Union veranstalteten am kommenden Dienstag in Zusammenarbeit mit der Hanns-Seidel-Stiftung im Sailer Keller in Traunstein einen Vortrags- und Diskussionsnachmittag zum Thema „20 Jahre Deutsche Einheit.“

CSU Ortsvorsitzender Karl Schulz wies darauf hin, dass die Einigung das „wichtigste Thema des 20. Jahrhunderts“ für Deutschland gewesen sei. Der Diplom-Politologe Rainer Schwarzer, der den Fachvortrag hielt, war bis zu seinem altersbedingten Ausscheiden Referatsleiter in der Bayerischen Staatskanzlei in München.

„Ist die Wiedervereinigung gelungen und ist sie auf einem guten Weg?“ stellte er kritisch in Frage und ging mit den Anwesenden nochmals die Entwicklungen durch, die letztlich zur Öffnung der Grenzen und zum Zusammenbruch der DDR geführt hatten. Für die Menschen in den Neuen Bundesländern seien die Wandlungsprozesse im politischen System, der politischen Kultur, der Wirtschaftsordnung und der -struktur eine enorme Herausforderung gewesen.

Ziel: Abbau gegenseitiger Vorurteile Die 1:1 Umstellung von Löhnen und Pensionen sowie der vorgenommene Bargeldumtausch habe in Gesamtdeutschland zu einem massiven Anstieg der Verschuldung geführt. Die Vorgehensweise sei aber alternativlos gewesen. „Das war notwendig, um den Bankrott des Marxismus aufzufangen“ so Schwarzer.

“Politisch ist der Wiedervereinigungsprozess voll gelungen. Auch im wirtschaftlichen Bereich ist die Annäherung gelungen“ war sein Schlussfazit. Die Vorurteile der „Wessis“ gegenüber den „Ossis“ und umgekehrt seien bisher aber nicht wesentlich abgebaut worden. „Wir müssen das Gespräch nicht auf Basis von Vorurteilen suchen sondern auf der Basis der Anerkennung der gegenseitigen Leistungen.“ wz

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