Was hat Dioxin mit Bildung zu tun?

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Trostberg - Zwölf Teilnehmer folgten der Einladung der Trostberger Grünen zum Thema Nachhaltigkeit. Ein wichtiger Punkt war der Wert von Ernährung in Zeiten von Dioxin und Gammelfleisch.

Unsere Kinder und Kindeskinder sollen von einer nachhaltigen Wirtschaftweise profitieren, ohne dass die Umwelt dabei geschädigt wird. Bildung kann laut Sabine Ponath diese Entwicklung fördern: "Bildung ist der Grundstein für eine nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft." Es gebe verschiedene Nachhaltigkeitsprobleme, wie zum Beispiel die Staatsverschuldung, den Klimawandel, mangelnde soziale Chancengleichheit oder den zunehmenden Flächenverbrauch in Deutschland. Bildung könne die Menschen auf diese Probleme hinweisen, ihnen aber vor allem Kompetenzen zu deren Bewältigung verschaffen. Diese Kompetenzen sind unter anderem vorausschauend zu denken, aktiv an Geschehnissen im Umfeld teil zu haben, Planungs- und Umsetzungskompetenzen, die weltoffene Wahrnehmung und Fähigkeit über eigene kulturelle Leitbilder distanziert nachdenken zu können oder die Fähigkeit zur Empathie, Mitleid und Solidarität. Die müsse natürlich alles erst gelernt werden, sei es in der Familie, in der Schule oder auch später als Erwachsene. Sabine Ponath stellte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern verschiedene pädagogische Konzepte aus der Praxis vor, mit denen diese Ziele methodisch erreicht werden könnten, zum Beispiel die Erlebnispädagogik, das situierte Lernen oder das Handlungsorientierte Lernen.

Erste Schritte in sachen Generationenerhalt

Nach der Einführung mussten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selber ran. Sie wurden dazu aufgefordert in Arbeitsgruppen jeweils konkrete Anwendungsbeispiele heraus zu arbeiten. Eine der Gruppen dachte sich eine lokaler Zusammenschluss von Dorfbewohnern aus, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen sollen. Aktuell könnte man sich mit dem Thema Ernährung befassen, zusammen auf einen Bauernmarkt gehen und gemeinsam kochen. Der Wert von Ernährung solle gerade in Zeiten von Dioxin und Gammelfleisch wieder mehr erspürt werden. Die beiden anderen Gruppen konzentrierten sich auf ein Beispiel in der Schule und ein Beispiel für politische Bildungsarbeit.

Schließlich stellten sich die Arbeitsgruppen ihre Ideen gegenseitig vor und diskutierten über die Umsetzungsmöglichkeiten und inhaltliche Schwerpunkte. Noch bis zum Jahr 2014 läuft die Weltdekade der Vereinten Nationen zu "Bildung für eine nachhaltige Entwicklung". In zehn Jahren sollen alle Mitgliedsstaaten der UN sich verschärft mit dem Thema befassen und diese in die die Lehrpläne mit einarbeiten. Die Umsetzung der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" in Deutschland wird von der Deutschen UNESCO-Kommission (DUK) auf der Grundlage eines einstimmigen Beschlusses des Deutschen Bundestages koordiniert. Die DUK hat hierfür ein Nationalkomitee berufen. Die Umsetzung der Dekade wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Die deutsche Umsetzung der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland.

Pressemitteilung Kreisverband Traunstein - Bündnis 90 / Die Grünen

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