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Prozess um vier Drogendealer aus dem Landkreis Altötting

Angeklagte sollen Erklärung abgeben: Räumen sie die Taten ein?

Vor dem Landgericht Traunstein wird derzeit wegen Drogenhandels im größeren Stil verhandelt.
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Im Landkreis Altötting sollen vier Männer im größeren Stil Drogen verkauft haben.

Traunstein/Landkreis Altötting – Der Prozess um vier Männer, die im Landkreis Altötting mehr als 200.000 Euro in Drogen umgesetzt haben sollen, ist am Donnerstag (7. Juli) mit dem fünften Verhandlungstag fortgesetzt worden.

Update, 11.35 Uhr - Prozess wird unterbrochen

Nach einer kurzen Erläuterung zum vorher stattgefundenen Rechtsgespräch unterbricht Richterin Jacqueline Aßbichler die Verhandlung, um sie am 21. Juli am Landgericht Traunstein fortzusetzen.

*** innsalzach24.de berichtet auch dann wieder live aus dem Gerichtssaal ***

Update, 10.15 Uhr - Richterin verliest Vorstrafen-Liste

Der fünfte Verhandlungstag im Prozess gegen die vier Drogendealer aus dem Landkreis Altötting beginnt etwas später als üblich. Richterin Jacqueline Aßbichler verliest gleich zu Beginn aus den Strafregister-Einträgen des angeklagten Garchingers, in welcher diverse Vergehen über einen längeren Zeitraum dokumentiert sind. So reichen die Taten von Sachbeschädigung, Körperverletzung bis zum Besitz von Munition, sowie von Diebstahl bis hin zu wiederholtem Handel mit Betäubungsmitteln. Die Vergehen führten sowohl in Deutschland als auch in Österreich zu Strafen. In der Strafhaft habe der Garchinger berauschende Mittel konsumiert. Ein Bericht der Justizvollzugsanstalt, in welcher sich der Angeklagte nun in Untersuchungshaft befindet, liege laut Richterin Aßbichler noch nicht vor.

Der 26-jährige Engelsberger soll sich laut einem Bericht der Justizvollzugsanstalt Landshut während der Untersuchungshaft respektvoll, freundlich und diszipliniert verhalten haben. Auch der 26-jährige Kastler soll sich zurückhaltend aber höflich während seiner bisherigen Untersuchungshaft verhalten haben. Der Angeklagte zeige sich sehr beeindruckt von der Inhaftierung, wünsche sich eine Veränderung in seinem Leben und strebe den Aufenthalt in einer stationären Entwöhnungseinrichtung an. Obwohl der Kastler während der Untersuchungshaft keine Betäubungsmittel konsumiert habe, wolle er weiterhin daran arbeiten, dauerhaft „clean“ zu bleiben.

Der Verteidiger des 24-jährigen Burgkirchners bittet die Richterin um ein Rechtsgespräch.

Der Vorbericht:

Traunstein, Landkreis Altötting – Nachdem am vierten Verhandlungstag drei Männer aus Bremen vor Gericht aussagen sollten, war die Spannung im Saal des Landgerichts Traunstein groß. Sowohl Großdealer Ali S. als auch zwei weitere Zugehörige der Tätergruppe in der Hansestadt waren angereist. Ali S., der laut Richterin Jacqueline Aßbichler zu neun Jahren Haft verurteilt worden sein soll, verweigerte jedoch die Aussage, weil sein Urteil noch nicht rechtskräftig war. Auch von den beiden weiteren Zeugen wurde die Aussage zur Sache verweigert.

Der vierte Verhandlungstag wurde also vorwiegend durch die Aussagen eines Zeugen aus München bestimmt. Der Polizeibeamte war als Fachmann für die Auswertung der Chats der vier Angeklagten angereist. Aus diesen konnten zwar – trotz umfangreicher Inhalte – kaum neue Informationen entnommen werden. Der Beamte sagte aber aus, dass der 39-jährige Garchinger Angeklagte wohl der Kopf der vermeintlichen Bande gewesen sein soll. Außerdem habe er in dem Zeitraum von November 2019 bis Juli 2020 einen Anteil der Gewinne erhalten. Danach soll der Engelsberger die „Hand über die Sache“ gehabt haben, die Rolle aber bereits nach Monaten niedergelegt haben, weil er lieber Karriere in seinem Job machen wollte, als sich mit „dem Bullshit“ Steine in den Weg zu legen. Er habe große Angst gehabt inhaftiert zu werden.

Die Angeklagten aus Kastl und Burgkirchen sollen – entgegen eigener Aussagen – mehr in die Drogengeschäfte involviert gewesen sein, als bisher bekannt war. So hätten beispielsweise beide den Engelsberger gedrängt ihnen den Bremer Kontakt zu vermitteln, so dass sie „zu zweit weitermachen könnten.“ In einer Erklärung räumte der Anwalt des Kastlers ein, dass sein Mandant in zwei Fällen je zwei Kilogramm Marihuana ein- und verkauft habe. Richterin Aßbichler wies am Ende des vierten Verhandlungstages auch die anderen Verteidiger an, eine Erklärung ihrer Mandanten in Betracht zu ziehen. Diese würden am fünften Verhandlungstag verlesen werden.

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