Für echte Wehrgerechtigkeit

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Kreisvorsitzender Sigi Walch

Traunstein - Im Rahmen der Landesversammlung der JU Bayern stellten Sigi Walch und Justus Pfeifer die Traunsteiner Position zum Thema Wehrungerechtigkeit vor.

Bereits im Sommer hatte der Kreisverband Traunstein ein Positionspapier zum Thema „Wehrungerechtigkeit“ an den damaligen Verteidigungsminister Jung übergeben. Um der durch Justus Pfeifer erarbeiteten Forderung nach mehr Gerechtigkeit im Wehrsystem Nachdruck zu verleihen wurde nun auch ein entsprechender Antrag an die Junge Union Bayern gestellt sich diesem Thema zu widmen. Im Rahmen der Delegiertenversammlung des politischen Landesverbands in Weiden in der Oberpfalz wurde die Position nun eingehend diskutiert.

Justus Pfeifer hob in seiner Wortmeldung klar hervor, dass der Wehrdienst in seiner jetzigen Form aufgrund des sinkenden Bedarfs an Wehrpflichtigen und der steigenden Zahl an Ausnahmeregelungen nicht mehr zeitgerecht sei. Nachdem die Problematik der Wehrungerechtigkeit in Deutschland ein Thema sei, das vor allem Jugendliche und junge Erwachsene betreffe sei es von besonderer Bedeutung, dass die Junge Union auf diese Missstände aufmerksam mache, so der Traunsteiner Kreisvorsitzende Sigi Walch. Die Traunsteiner Delegation hob klar hervor, dass man durchaus für die Beibehaltung des Wehrdienstes sei, es bestünde jedoch Änderungsbedarf, „damit man überhaupt wieder von Wehrgerechtigkeit sprechen kann“, so Walch weiter.

Pfeifer, selbst bei der Bundeswehr, stellte den zahlreich erschienenen Jungpolitikern den Traunsteiner Änderungsvorschlag überzeugend vor. Einleitend betonte er, dass Mann und Frau im deutschen Grundgesetz als Gleichberechtigt verankert seien und man so durchaus von „Wehrungerechtigkeit“ sprechen könne wenn Frauen keinen Dienst leisten müssten. Diese Schieflage gelte es zu beseitigen. Um eine wirkliche Gleichbehandlung zu gewährleisten sei es von großer Bedeutung einen „sozialen Dienst“ von 9 Monaten einzuführen. Diesen Dienst, der durchaus auch in Kommunen oder Vereinen sein kann, sollten nicht nur Männer bis zum Tauglichkeitsgrad T4 leisten, sondern auch Frauen. Selbstverständlich sei es wichtig, die Arbeit der Tauglichkeit der Bewerber anzupassen. So könne beispielsweise ein ausgemusterter Mann durchaus als Telefonist in einem Krankenhaus arbeiten. Sigi Walch ergänzte, dass es auch möglich sei den Dienst auf vielfältige Bereiche zu erweitern, da der Allgemeinheit durch diesen „Bürgerdienst“ zusätzliche Arbeitskraft zur Verfügung gestellt werde. So sollten nach Meinung der JU im Landkreis Traunstein neben den bisher angebotenen Optionen Wehr- oder Zivildienst auch vermehrt „soziale Arbeiten und Tätigkeiten in den Kommunen“ einbezogen werden so der Kreisrat. So könne nicht nur die Wehrgerechtigkeit wieder hergestellt werden, so Walch, sondern jungen Menschen werde auch die Gelegenheit gegeben soziale Kompetenz zu erlernen und gleichzeitig Mehrwert für die Gesellschaft und ihre Heimat zu leisten.

Pressemeldung JU Traunstein

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