Einblicke in den Nachwuchsleistungssport

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Ruhpolding - Das Lehrerkollegium der Achental-Realschule Marquarstein gönnte sich einen freien Tag und begutachtete die Chiemgau-Arena.

Einen Blick hinter die Kulissen der Chiemgau-Arena und des Bundesstützpunkts Nordisch und Biathlon des Deutschen Skiverbandes (DSV) in Ruhpolding nahm im Rahmen einer schulinternen Lehrerfortbildung das komplette Lehrerkollegium der Achental-Realschule Marquartstein, die in den vergangenen Jahren stark gewachsen ist und im Rahmen des Projekts „Partnerzentrum des Wintersports“ (PZW) auch mit dem Aspekt „Spitzensport während der Schulzeit“ konfrontiert ist. Einige Kolleginnen und Kollegen waren dabei zum ersten Mal mit dieser Art der Sportförderung bekannt gemacht worden. Im Rahmen des PZW trainieren derzeit 24 Buben und Mädchen der Achental-Realschule in verschiedenen Disziplinen am Stützpunkt Ruhpolding.

Deren Leiter Engelbert Schweiger und Herbert Fritzenwenger gaben den Pädagogen interessante Einblicke in den Nachwuchs-Leistungssport. Dabei konnten diese im Ricco-Groß-Haus das große Laufband und die übrigen Trainingsgeräte bestaunen. Hier haben die Aktiven mit einem integrierten Kamerasystem auch die Möglichkeit zur Selbstkontrolle, so dass sie die gewonnenen Erkenntnisse dann auf der Rollerstrecke im Stadion gleich umsetzen könnten, wie ihnen erklärt wurde.

Der weitere Weg führte die Gruppe am Schießstand vorbei bis in die Presseräume im Hauptgebäude der neuen Chiemgau-Arena. Dort wurden in einer kleinen Präsentation das Konzept und die Baumaßnahmen zum neuen Stadion dargestellt, die im März 2012 Schauplatz der Biathlon- Weltmeisterschaft ist. Außerdem zeigte der PZW-Leiter Joachim Hauer an konkreten Beispielen die Doppelbelastung Schule-Spitzensport anhand von Tagesabläufen von Schülern der Achental- Realschule (Klassen 7 und 9 bzw. 10) einleuchtend auf. Aus den Äußerungen und Fragestellungen vieler Lehrer ging ganz klar hervor, wie groß hier deren Informationsbedarf war. Wenn Kaderathleten wenig Zeit für Hausaufgaben und Übungen haben, sei jedem schnell klar, dass die Bewältigung der Doppelbelastung Schule und Sport nur mit einer gehörigen Portion Toleranz und viel Verständnis von allen Seiten (Sportler, Trainer, Eltern, Lehrer) zu bewältigen sei.

Dabei entwickelte sich eine rege Diskussion zwischen den Stützpunktleitern und den Lehrern, die dann in der Ruhpoldinger „Mobilalm“ bei Kaffee und Kuchen fortgesetzt wurde. Beide Seiten waren sich einig, dass diese Veranstaltung den Beteiligten neue Erkenntnisse gebracht hat und fester Bestandteil eines jährlichen kontinuierlichen Austausches werden soll.

Pressemitteilung Ruhpolding Tourismus

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