Sekunden können über Leben und Tod entscheiden!

Wohnmobil-Fahrer blockiert Polizei bei Einsatzfahrt auf der A8

Ein Blaulicht eines Polizeiautos
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Symbolbild

Traunstein - Verkehrsunfall auf der A8 muss wegen Handy am Ohr länger warten. Zwar erreichten die Einsatzfahrzeuge am Montag rechtzeitig ihr Ziel, mussten aber wegen eines telefonierenden Wohnmobil-Fahrers, der die linke Fahrspur blockierte, zeitliche Einbußen machen.


Die Meldung im Wortlaut

Am Montag, 24. August, gegen 17.25 Uhr, fuhren Beamte des Einsatzzuges Traunstein mit Blaulicht und Sondersignalen auf der Autobahn A8 auf Höhe Anger in Richtung München zu einem Verkehrsunfall.


Die Beamten hatten es bei ihrer Fahrt sehr eilig, um schnell Hilfe leisten zu können, konnten jedoch nicht vorankommen, da auf der linken Spur ein Wohnmobil-Fahrer aus Norddeutschland ihre Weiterfahrt behinderte. Obwohl auf der rechten Spur genug Raum für das Wohnmobil war, fuhr der Fahrer nicht zur Seite, sondern schloss einen darauffolgenden Überholvorgang in aller Ruhe ab und machte erst dann Platz für die Polizeistreife. Hierbei vergingen einige wertvolle Sekunden, die im Ernstfall bei einem Verkehrsunfall über Leben und Tod entscheiden können.

Im Vorbeifahren sahen die Beamten, dass der Wohnmobilfahrer mit dem Handy am Ohr angeregt telefonierte. Aufgrund der dringlichen Fahrt zum Verkehrsunfall wurde der Mann selbstverständlich nicht angehalten. Die Prioritäten sind hier ganz klar! Dennoch erwartet den „Wohnmobiler“ ein Ermittlungsverfahren wegen der begangenen Ordnungswidrigkeiten, wodurch ein Bußgeld im dreistelligen Bereich und ein Fahrverbot zu erwarten ist.

Pressemitteilung der Operativen Ergänzungsdienste Traunstein

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