Hufschlag: Neuigkeiten vom Güterterminal

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So sehen die Pläne für den Güterterminal in Hufschlag aus.
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Hufschlag - Die Wirtschaftsförderungs GmbH hat die Unterlagen zum Güterterminal in Hufschlag vom Eisenbahn-Bundesamt prüfen lassen. Jetzt kam die Antwort:

Der Bau eines Güterterminals im Landkreis Traunstein scheint sich für die Wirtschaftsförderungs GmbH (wifö) zu einer wahren Herkulesaufgabe zu entwickeln. Nach Hörafing bei Teisendorf, Weiderting nördlich von Traunstein geriet vor rund zwei Jahren Hufschlag (Gemeindebereich Surberg) in den Fokus der Standortsuche für einen solchen Verladebahnhof. "Es gab aber noch keinerlei Planungen, sondern nur die Überlegung, in diesem Bereich zu Bauen", so Roman Schneider, Pressesprecher des Landratsamtes Traunstein. Doch schon die Idee sei bei bei der Bevölkerung aus Surberg, auf "heftigen Widerstand" gestoßen, erklärt Schneider.

Auch Surbergs Bürgermeister Josef Wimmer sprach sich deutlich gegen den Bau des Terminals aus. Er sah die gemeindliche Planungshoheit in Gefahr, anstehende Wasserschutzgebietsausweisungen würden behindert und ohnehin sei seine Gemeinde durch die neue Traunsteiner Ortsumfahrung belastet.

Mitteilung des Eisenbahn-Bundesamtes

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Die wifö ließ daraufhin die Unterlagen vom Eisenbahn-Bundesamt (EBA) prüfen. Doch nicht mit Erfolg: Wie die lokale Informations- und Diskussionsplattform "gradraus" jetzt mitteilte, habe die EBA die Prüfung eingestellt. In einer Mitteilung des Amtes heißt es: "Das Eisenbahn-Bundesamt hat die Prüfung der Unterlagen für einen KV-Standort (kombinierter Verkehr) in der Region Traunstein / Teisendorf eingestellt. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist es nicht möglich, indem betrachteten Raum eine abschließende Finanzierungsentscheidung zu treffen." Für den Sprecher des Landratsamtes eine Ernüchternde Nachricht: "Es wäre für die Wirtschaft im Landkreis ein dickes Plus gewesen, wenn wir einen Güterterminal hätten." Wie es jetzt weitergeht mit den Planungen für einen Verladebahnhof konnte Schneider nicht sagen. Man müsse jetzt erstmal die Mitteilung des Eisenbahn-Bundesamtes beurteilen. Und das macht auch Sinn, denn in der Mitteilung steht weiter zu lesen: "Eine Förderung erscheint nur dann möglich, wenn für einen in der Region mit allen Beteiligten abgestimmten, geeigneten Standort ein tragfähiges Konzept entwickelt wird und wenn der Projektträger die rechtlichen Voraussetzungen für eine Zuwendung schafft." Somit besteht für die wifö doch noch ein Fünkchen Hoffnung. 

Für Surbergs Bürgermeister Josef Wimmer war die Nachricht trotzdem schon ein Grund zur Freude: "Es hat sich gelohnt, dass ich mich dafür eingesetzt habe, dass das Ding wegkommt", so Wimmer. Er werde sich jetzt aber erstmal genau beim EBA erkundigen, da er selbst erst aus der Presse von dieser Mitteilung erfahren habe.

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