Eishalle als Besucher-Magnet

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So soll es aussehen, das neue Inzeller Eisstadion.

Inzell - Mit den Chancen zur Nutzung der Inzeller Eishalle hat sich nun die „Projektgruppe Eishalle“ befasst und ihre Ergebnisse der Öffentlichkeit vorgestellt.

Rund 70 Interessierte waren dazu ins Rathaus gekommen, um den Ausführungen von Hans Schuhböck, von der Projektgruppe zu hören. Es sei eine riesige Chance für Inzell, Gäste in den Ort zu holen.

Die Weltmeisterschaft 2011 würde für weltweite Aufmerksamkeit sorgen, der Spitzensport sei das Zugpferd, begann Schuhböck seine Ausführungen. Besonders die Rolle Inzells als Trainingszentrum Nummer Eins in Zukunft muss genutzt werden, so der allgemeine Tenor der Veranstaltung. Man habe perfekte Rahmenbedingungen die in einer Großstadt nicht gegeben sind, bemerkte Bürgermeister Martin Hobmaier und verwies auf das Loipennetz, der Laufstrecke rund um den Falkenstein und die hervorragenden Möglichkeiten für Mountainbiker. Dadurch ist Inzell auch für den Breitensport interessant, das Leitmotiv soll dabei Fitness und Gesundheit mit der Nähe zum Spitzensport sein. Zielgruppen sind Urlauber und Gäste aus dem Einzugsgebiet von Inzell. Man müsse dem sportlichen Urlauber zum Beispiel eine Leistungsdiagnostik auf Spitzenniveau mit anschließender Heimbetreuung anbieten, sagte Schuhböck als Beispiel der vielen Chancen für Inzell.

„Der Bedarf ist da, wir müssen die Angebote nur schaffen“, so Martin Hobmaier. „Wichtig sind auch Angebote für Familien denen auch die Eishalle was bieten muss. Natürlich haben die Spitzensportveranstaltungen den Vorrang“, sagte Hans Schuhböck.

Nun muss nach den Erkenntnissen der Projektgruppe der Aufbau eines Netzwerkes beginnen, in diesem müssen Trainer, Physiotherapeuten, Kinderbetreuer, Familienbeauftragte, Ärzte, Mentaltrainer, Ernährungsberater, Sportgeschäfte und privatwirtschaftliche Betriebe mit eingebunden werden. „Wir bemerken im Ort eine Aufbruchsstimmung, mittlerweile ist in touristischer Hinsicht die Schmerzgrenze erreicht, jetzt wollen die Leute was ändern“, brachte es Schuhböck auf den Punkt.

Eine wichtige Zielgruppe könnten seiner Ansicht nach die Senioren sein. Zum Beispiel könnte man einen Eisschnelllauf Senioren Grand Slam in Zusammenarbeit mit Heerenveen mit einem Finale in Inzell ins Leben rufen. Gleiches wäre auch im Langlaufbereich möglich.

Aus den Reihen des AC Inzell kam der Vorschlag eines „Race of Champs“ bei dem Rallyepiloten aus der Region teilnehmen könnten. Auch ein Oldtimer-Treffen oder ein „Kart-Ice-Rennen“ wurde ins Spiel gebracht. „Wir haben hier eine tolle Sportstätte mit dem Stadion, aber auch der Turnhalle und dem Sportplatz sowie den Tennisplätzen, wir müssen alles nutzen um den Schwung mit zunehmen und Inzells Chancen mit der neuen Halle wahr nehmen“, so Hobmaier.

Eisschnelllauf Damenbundestrainer Markus Eicher berichtete von dem großen Interesse vieler Nationen die ihn bei den olympischen Spielen in Vancouver immer wieder nach dem Baufortschritt der Halle angesprochen haben. „Wann geht es bei euch richtig los?“, war die meistgestellte Frage, erzählte Eicher und schlug vor, im Nachwuchsbereich einen „Goldenen Schlittschuh“ als einen der jährlichen Höhepunkte ins Leben zu rufen.

Auch über die Sportart Curling müsse man nachdenken. Meinte er. „Eisstockschießen ist wohl out, Curling wäre die Alternative schlechthin, auch für Gäste.“ Hubert Hirschbichler, Vorsitzender des Wirtevereins setzte sich in der Diskussion für eine weitere Eisfläche neben dem Eishockeyfeld ein, auf dieser sollen vor allem Gäste ihrem Vergnügen nachgehen können. „Es muss sich was rühren in der neuen Halle“, so sein Argument.

Pino Dufter von der Projektgruppe stellte in seinem Diskussionsbeitrag die kurzen Wege in Inzell als Trumpfkarte vor. „Jeder der ein wenig fit ist, kann bei uns alles zu Fuß erreichen.“ Eine Lanze für den Behindertensport brach Nachwuchstrainerin Marion Wohlrab, die auch in diesem Bereich Chancen für die Gemeinde in Zukunft sieht. Schließlich bemerkte der ISU-Vizepräsident Gerd Zimmermann, dass man die Entwicklung der Eishalle im Verband sehr aufmerksam verfolge. „Es ist erfreulich, dass sich Inzeller aus allen Bereichen Gedanken über die Eishalle und den daraus entstehenden Möglichkeiten machen, wir sind auf einen guten Weg“, sagte Bürgermeister Martin Hobmaier zum Abschluss der Veranstaltung.

sjh

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