Energiesparwoche kam gut an

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Robert Bösch von der Traunsteiner Schreiner-Innung (Bild: rechts) erklärte Stellvertretendem Landrat Sepp Konhäuser (links) und einem Ausstellungsbesucher die Vorteile der neuartigen Dreifachverglasung an einem Fenstermodell.

Traunstein - Die Resonanz auf die Aktionswoche „So sanieren und sparen Sie richtig“ war hervorragend, so die Energiebeauftragte des Landkreises Traunstein Dr. Birgit Seeholzer.

Zusätzliche Stühle waren für die Vorträge am Samstag im Großen Sitzungssaal des Landratsamtes erforderlich. Und die, die gekommen waren, nutzten eifrig die Gelegenheit, nach den Vorträgen die Experten nach Detailinformationen zu befragen.

Wer sein Haus in eine dichte Hülle packt, kann damit richtig viel Energie und Kosten sparen. Allerdings, so Franz Eichinger vom Landratsamt Traunstein, sei es wichtig, Kälte- bzw. Wärmebrücken zu vermeiden. Zudem sollte die Heizung im Anschluss an Sanierungsmaßnahmen überprüft werden, denn sowohl die richtige Wahl der Heizung, als auch ein Abgleich der angeschlossenen Heizkreise könne nochmals eine effiziente Energieeinsparung bringen.

Nicole Jurcowits von der Kreissparkasse Traunstein-Trostberg erklärte die vielfältigen Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Je nach Programm und erreichter Energie-Einsparung seien kostengünstige Darlehen mit einer Gutschrift oder evtl. auch Zuschüsse bei einer Eigenfinanzierung möglich.

Bei der Entwicklung neuer, energiesparender Fenster wurden inzwischen enorme Fortschritte erzielt. Franz Freundorfer vom Passivhauskreis Rosenheim Traunstein verdeutlichte zudem, dass neue Fenster wenn möglich im Bereich der Wärmedämmung eingebaut werden sollten. Dichte Fenster und dichte Hülle wiederum erfordern regelmäßiges Lüften oder ein kontrolliertes Belüftungssystem. Martin Schaub, Architekt erläuterte, wie effektiv dabei eine ganzheitliche Sanierung sein kann.

Immer mehr Hausbesitzer nutzen inzwischen einen Holzofen. Holz als nachwachsender Rohstoff bietet Vorteile in einer CO2-Bilanz. Zugleich kann aber durch falsches Heizen die Belastung der Luft mit Feinstaub und sonstigen Schadstoffen erheblich zunehmen. Stefan Hinterreiter vom Technologiezentrum in Straubing berichtete aus aktuellen Forschungen, wie diese Holzfeuerungen den künftigen Abluft-Anforderungen genügen können. Auch die Wärme von der Sonne kann in Sanierungskonzept gut eingebunden werden, ein Platz für eine solarthermische Anlage findet sich auf fast jedem Hausdach.

Die Kaminkehrer-Innung war am Aktionstag mit sechs Energieberatern vor Ort, ebenso Peter Pospischil von der Energieagentur Chiemgau-Inn-Salzach und Helga Meinel vom Forum Ökologie. Eine vielfältige Ausstellung im Casino rundete das Beratungsangebot ab und bot nochmals Gelegenheit, zu einem informativen Erfahrungsaustausch.

Pressemitteilung Landratsamt Traunstein

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