Erneuter Polizeieinsatz in Traunreuter Asylunterkunft

Frau (20) verbrüht Mann vorsätzlich mit kochendem Wasser

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Traunreut - Bereits am Samstag musste die Polizei in der Asylunterkunft in der Tachinger Straße anrücken. Nun kam es am Sonntag zu einem erneuten Einsatz, diesmal aber aus einem anderen Grund: Eine Nigerianerin verbrühte im Verlauf eines Streits ihre Kontrahenten vorsätzlich mit heißem Wasser.

UPDATE, 2.1., 9.55 Uhr: Pressemeldung der Polizei

Verbrühungen erlitt ein 31-jähriger Nigerianer nach einem Streit in der Traunreuter Asyl-Unterkunft. Gegen 11 Uhr kam es dort am Sonntag zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen mehreren Heimbewohnern. 

Eine 20-jährige Nigerianerin holte daraufhin aus der Küche ein Gefäß mit kochendem Wasser und warf es auf ihre Kontrahenten. Sie traf dabei den 31-Jährigen am Rücken. Dieser erlitt dabei Verbrühungen und wurde vom Rettungswagen ins Klinikum Traunstein gebracht. Lebensgefahr besteht nicht.

Die Täterin wurde zur Vernehmung zur Traunreuter Polizei gebracht und anschließend wieder auf freien Fuß gesetzt.

Pressemeldung Polizeistation Traunreut

Erstmeldung, 1.1., 13.40 Uhr: Einsätze in Asylunterkunft 

"Es besteht dabei absolut keinerlei Zusammenhang zu dem Fall am Samstag", betonte ein Beamter der Polizeiinspektion Traunreut auf Nachfrage von chiemgau24.de. Diesmal sei dei Polizei angerückt, weil eine Frau einen Mann mit kochend heißem Wasser überschüttet habe, wodurch dieser Verbrühungen erlitt. "Es ist zwar die selbe Unterkunft aber zwei vollkommen andere Leute die auch nichts mit den Beteiligten des anderen Falls zu tun haben."

Am Samstagnachmittag war die Polizei wegen einer Auseinandersetzung in der Unterkunft angefordert worden. Eine Nigerianerin gab an, von ihrem Freund geschlagen und gewürgt worden zu sein.

In diesem Fall jedoch seien die beiden Asylbewerber, zu deren Nationalität noch keine Angabe gemacht werden konnten, jedoch wahrscheinlich nicht einmal in irgendeiner Beziehung. Es sei nicht einmal klar, ob es ein Unfall oder eine tätliche Auseinandersetzung war. "Die Vernehmungen gestalten sich schwierig", erläuterte der Polizist, "denn die Beiden sprechen nur Englisch. Inzwischen ist ein Übersetzer eingetroffen, bald wissen wir mehr."

Eine Leserin von chiemgau24.de hatte das Polizeiaufgebot bemerkt und daraufhin die Redaktion durch eine Facebook-Nachricht informiert.

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hs

Rubriklistenbild: © dpa (Montage)

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