Für den Ernstfall üben

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Traunstein - „Großbrand eines landwirtschaftlichen Anwesens mit mehreren Verletzten", so lautet die Durchsage auf den Funkempfängern, wenn am Samstagvormittag um 10.30 Uhr eine Großübung der Feuerwehrjugend beginnt.

Schauplatz der Übung ist der Stadtteil Traunstorf im Westen von Traunstein. Im Einsatz waren die Jugendlichen der Feuerwehren Traunstein, Kammer, Haslach und Wolkersdorf. Als Verstärkung wurden die Feuerwehren aus Erlstätt und Surberg den Traunsteiner Stadtfeuerwehren zur Hilfe geholt. Die 11 Jugendlichen des Malteser Hilfsdienstes kümmern sich um die medizinische Versorgung der „realistischen Malteser Verletzten", wurden am Malteser Verbandsplatz bestens versorgt.

Übung der Feuerwehrjugend Traunstein

„Wir wollen den Jugendlichen die Gelegenheit geben, ihr Können in einem realistischen Unglücksszenario unter Beweis zu stellen", so der Jugendwart der Freiwilligen Feuerwehr Traunstein, Florian Langer, der bei der Großübung mit sechsundneunzig Jungfeuerwehrler und 27 Vollkräfte der Feuerwehren die für die Fahrzeuge zuständig gewesen, wurde eine sehr realistische Übung daraus. Anders als bei einem richtigen Großbrand sind am Samstag auch „Schaulustige" ausdrücklich erwünscht.

Angenommen wird der Großbrand eines Bauernhofes mit mehreren Verletzten, die von Jugendlichen „gespielt" werden. Für die Übung stellt der Feuerwehrreferent des Traunsteiner Stadtrates, Ernst Harrecker, sein Anwesen zur Verfügung. Die Einsatzleitung übernimmt sein Sohn Ernst Harrecker jun. in seiner Eigenschaft als Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Wolkersdorf. „Die Großübung soll den Jugendlichen zeigen, dass selbst große, unübersichtliche Unglücksfälle mit vielen Verletzten bewältigt werden können, wenn mehrere Hilfsorganisationen kameradschaftlich zusammenarbeiten und sich gegenseitig unterstützen", so Harrecker. Ins Leben gerufen wurde die Idee einer gemeinsamen Großübung von den Jugendwarten der Traunsteiner Stadtfeuerwehren. Sie soll in Zukunft jährlich stattfinden und nacheinander von den beteiligten Feuerwehren organisiert werden.

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