Europäischer Tag des Notrufs 112

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Traunstein - Die Europäische Kommission und das Europäische Parlament haben zusammen mit dem Rat der Europäischen Union den 11. Februar zum Europäischen Tag des Notrufs 112 erklärt.

Der Geschäftsführer der Integrierten Leitstelle Traunstein Josef Gschwendner erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass im Falle einer Notsituation in den Bereichen Feuerwehr und Rettungsdienst nur noch eine Rufnummer zu wählen ist, nämlich die 112.

Sowohl über das Festnetz als auch über alle Mobilfunknetze sind Hilfesuchende in den Landkreisen Altötting, Berchtesgadener Land, Mühldorf am Inn und Traunstein über die Vorwahl- und Gebührenfreie Nummer 112 direkt mit der Integrierten Leitstelle Traunstein verbunden, die sich unmittelbar um den Notfall kümmert. „Der Notruf ist das entscheidende Glied in der Rettungskette. Die schnelle Information der Feuerwehr oder des Rettungsdienstes sowie eine möglichst präzise Schilderung des Geschehens sind Voraussetzungen für eine bestmögliche Hilfe“, so Gschwendner.

In diesem Zusammenhang weist die Integrierte Leitstelle Traunstein darauf hin, dass folgende Informationen bei einem Notruf unbedingt benötigt werden:

  • Wer meldet den Notfall?
  • Was geschah?
  • Wo geschah es?
  • Wie viele Verletze gibt es?
  • Welche Art der Verletzung liegt vor?

„Darüber hinaus sollte man aber auch auf Rückfragen der Leitstelle warten und das Gespräch nicht einseitig beenden. Hilfe und Unterstützung können nur wirksam bei Ihnen ankommen, wenn die Rettungskräfte sich vor dem Einsatz auf die konkreten Hilfserfordernisse einstellen können“, so Josef Gschwendner.

Die Integrierte Leitstelle Traunstein ist seit Juni 2010 als zentrale Leitstelle Ansprechpartner für sämtliche Bereiche der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr. Mit der Einführung Integrierter Leitstellen in Bayern konnte neben der Umsetzung des „EU-Notrufs 112“ ein großer Schritt zur weiteren Optimierung dieses wichtigen Bereiches der öffentlichen Daseinsvorsorge gemacht werden.

Nach den ersten Betriebsmonaten der neuen Integrierten Leitstelle Traunstein liegen auch erste Zahlen vor. So werden pro Tag 500-600 Notrufe über die Notrufleitungen der ILS Traunstein entgegengenommen. Auffallend ist die Tatsache, dass nicht wenige vermeintliche Notrufe über die „112“ durch Unachtsamkeit im Umgang mit dem Handy verursacht werden (z. B. befindet sich das Handy in der Hosentasche und wählt trotz Tastensperre die Notrufnummer 112). Auch in solchen Fällen wird der Anruf entgegengenommen und falls möglich der Teilnehmer zurückgerufen, damit ausgeschlossen werden kann, dass nicht doch ein Unfall oder ein medizinischer Notfall vorliegt. Trotz der großen Leitungskapazität (theoretisch können in der ILS Traunstein gleichzeitig 70 Notrufe über die 112 bearbeitet werden, ohne dass ein Anrufer das Besetzt-Zeichen bekommt), werden durch diese Anrufe wichtige Ressourcen unnötig gebunden. Die Integrierte Leitstelle Traunstein bittet die Bürgerinnen und Bürger in diesem Zusammenhang um besondere Achtsamkeit im Umgang mit der Notruffunktion der Handys.

Pressemitteilung Integrierte Leitstelle Traunstein

Rubriklistenbild: © pa

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