BRK lässt Fahrzeuge weihen und segnen

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Fahrzeugweihe der Einsatzfahrzeuge der BRK Bereitschaft Traunstein und der Rettungshundestaffel Traunstein. Der evangelische Pfarrer Torsten Fecke und sein katholischer Kollege Kaplan Pawel Idkowiak nahmen die Weihe der drei Fahrzeuge vor.

Traunstein - Das BRK hat am Samstag drei Fahrzeuge kirchlich weihen und segnen lassen. Spenden machten den Kauf der neuen Fahrzeuge möglich.

Rund 100 Helfer des Bayerischen Roten Kreuzes, darunter viele ehrenamtliche Mitarbeiter sowie geladene Gäste aus der Kommunalpolitik, Wirtschaft, den Rettungskräften und der Polizei waren zu der Fahrzeugweihe gekommen. Der Bereitschaftsleiter des BRK Traunstein, Martin Steiger stellte in seiner Begrüßung die drei Fahrzeuge vor. Ein Fahrzeug, das für den Katastrophenschutz vorgesehen ist, aber auch im Bereitschaftsdienst eingesetzt wird, wurde vom Bund zur Verfügung gestellt und finanziert.

Bilder von der Fahrzeugweihe

Kirchlicher Segen für Fahrzeuge des BRK

Ein alter Rettungswagen wurde in Eigenleistung wieder hergerichtet und unter Anderem durch Spenden finanziert. Die Ersatzbeschaffung eines neuen Einsatzfahrzeuges für die Rettungshundestaffel wurde jeweils hälftig durch den Kreisverband Traunstein und fünf Sponsoren finanziert, wobei neben vier regionalen Firmen die Chiemgau-Stiftung einen wesentlichen Anteil trug. Er bedankte sich für das Schmücken der Fahrzeuge durch die Gartenbauvereine Traunstein und Haslach. Der Fachdienstführer der Rettungshundestaffel Martin Grassler, erläuterte den Werdegang der Traunsteiner Staffel, die 1999 mit Staffeln aus Altötting und Mühldorf gegründet wurde, sich später aber davon abspaltete.

Seit 2005 besteht nun wieder eine verstärkte Zusammenarbeit mit der Mühldorfer Staffel. Die gute Verbindung wurde auch durch Anwesenheit von Vertretern aus den anderen Staffeln deutlich. Auch über das BRK hinaus habe man gute Kooperation mit den Hilfsorganisationen, wie zum Beispiel mit dem Malteser Hilfsdienst: „Wir gehen miteinander in die Einsätze und kommen auch zusammen wieder heim“ so Grassler. Der evangelische Pfarrer Torsten Fecke und sein katholischer Kollege Kaplan Pawel Idkowiak nahmen die Weihe der drei Fahrzeuge vor.

Die Einsatzfahrzeuge sollten ein Segen für die Menschen sein, die damit im Einsatz sind und sollten ein Segen für diejenigen sein, denen dadurch geholfen werde. Fecke betonte, er wisse aus eigener Erfahrung eines früher 24 Monate dauernden Zivildienst in einem Rettungswagen, wie wichtig ein gut ausgestattetes Rettungsfahrzeug sei. „Gottes Segen gilt nicht nur Gummi und Blech, sondern den damit verbundenen Aufgaben, den Menschen die die Fahrzeuge benutzen und denjenigen, die dadurch Hilfe empfangen.“

Ein unverzichtbarer Partner

Der stellvertretende Landrat Sepp Konhäuser stellte die Wichtigkeit der Fahrzeuge für die Region heraus und freute sich über die zustande gekommene Finanzierung für die Neuanschaffungen bzw. die nötigen Ein- und Umbauten. Das BRK sei ein unverzichtbarer Partner im Landkreis: Von A wie Altkleidersammlung bis R wie Rettungshundestaffel führe die Organisation wichtige Aufgaben für die Bevölkerung aus. Die Grundsätze der Menschlichkeit und Unparteilichkeit verbunden mit dem Ehrenamt seien Säulen der Arbeit. Die Bedeutung der Arbeit werde in vielen Bereichen deutlich: Das BRK sei bei der Wasserwacht, bei der Bergwacht, bei Großveranstaltungen und im Katastrophenschutz ein wichtiger Partner, die Rettungshundestaffel in der Lawinensuche und bei der Vermisstensuche oft lebensrettend.

Oberbürgermeister Manfred Kösterke bedankte sich bei allen anwesenden Vertreter der verschiedenen Hilfsorganisationen: „Sie stellen sich in den Dienst einer guten Sache.“ Er verband die guten Wünsche für die künftigen Einsätze mit den Fahrzeugen mit dem Wunsch: „Hoffentlich haben sie möglichst wenig Einsätze. Jeder ist froh, wenn sie selten raus müssen.“ BRK-Kreisbereitschaftsleiter Jakob Goess nutzte die Weihe, um auf das Hilfeleitungssystem des BRK im Landkreis Traunstein einzugehen, in dem die neu geweihten Fahrzeuge Bestandteil seien. In Ergänzung zum Rettungsdienst stünden verschiedene Gruppen, wie das KID (Krisen-Interventions-Team) oder die Rettungshundestaffel zur Verfügung, die im Landkreis dezentral stationiert seien, um bei größeren Schadenslagen schnelle Hilfe vor Ort gewährleisten zu können.

Die Einheiten seien zum Teil in ein überörtliches Hilfeleistungskonzept eingebunden, wie Einsätze bei der Flutkatastrophe im Jahr 2002 in Sachsen, bei der Weltmeisterschaft 2006 in München oder der Europameisterschaft 2008 in Österreich zeigen würden. Der Kreisverband stehe nun mit 35 Fahrzeugen bereit, seine künftigen Aufgaben zu erfüllen. Geplante Vorführungen der Hundestaffel im Rahmen des „Tag der offenen Tür“ der an die Weihe anschloss, fielen leider dem schlechten Wetter zum Opfer, da diese ein unnötiges Risiko für die Tiere bedeutet hätten.

Andreas Wittenzellner

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