Neuen Leistungstest mit Bravour gemeistert

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Schwerer Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen: Was bei einem solchen Notfall von der Feuerwehr zu tun ist, um Verletzte schnell und effektiv zu retten, muss bei der Leistungsprüfung Technische Hilfeleistung (THL) vorgeführt werden.

Traunreut - Premiere bei der Freiwilligen Feuerwehr Traunreut: Als erste Wehr im Landkreis Traunstein legten zwei Gruppen die neue Leistungsprüfung Technische Hilfeleistung (THL) mit Erfolg ab.

17 Feuerwehrmänner und eine -frau absolvierten die Prüfung Technische Hilfeleistung nach neuen Regeln.

 Seit Mitte der 80er Jahre gibt es die bayernweit einheitliche Leistungsprüfung, um den Einsatz zur Rettung von eingeklemmten Personen bei Verkehrsunfällen zu standardisieren. Entsprechend den veränderten Anforderung und Aufgaben im realen Einsatz, wurde nun auch die Leistungsprüfung reformiert. Die Traunreuter Floriansjünger waren nun die ersten im Landkreis, die sich an den neuen Leistungstest wagten und im ersten Anlauf mit Bravour bestanden.

Jörg Eggers, Klaus Haase und Karl-Heinz Sommerauer wurden mit dem Leistungsabzeichen in Gold-Rot (Stufe 6) ausgezeichnet, der höchstmöglichen Leistungsauszeichnung. Die gleiche Auszeichnung wurde auch Thomas Marstaller von der Feuerwehr Obing ausgehändigt. Rupert Schmalzgruber und Johanna Reif, die einzige Feuerwehrfrau in den beiden Prüfungsgruppen, wurden mit dem Abzeichen in Gold-Blau (Stufe 4) für den bestandenen Leistungstest belohnt. Josef Blank, Florian Grill, Christian Lexmaul und Christian Springer erhielten die Plakette in Gold (Stufe 3). Patrik Kunze, Christopher Lang und Siegfried Stadler wurden die Leistungsmedaille in Silber (Stufe 2) und Thorsten Brandstätter, Mathias Hoffmann, Markus Novak sowie Matthias Schwarzer die Bronze-Medaille (Stufe 1) überreicht.

Ingo Klepke, 1. Kommandant der Feuerwehr Traunreut und Fachkreisbrandmeister für die Ausbildung im Landkreis Traunstein, freute sich über den Erfolg den beiden Gruppen und gratulierte. Er betonte, dass sich die Einsatztaktik und Rettungstechniken in den letzten Jahren mehr und mehr verändert haben, weshalb nun auch der Leistungstest inhaltlich angepasst wurde. „Ein standardisierter Einsatzablauf gibt den Feuerwehrmännern Routine und Sicherheit.“ Das sei Ziel der Leistungsprüfungen und der neuen Prüfungsregeln in der Technischen Hilfeleistung. Die Einsatzregeln, die sich bei den Feuerwehren immer mehr durchsetzen, bilden die Basis für das neue Prüfungskonzept, so Klepke.

Neben der Betreuung und Erstversorgung verletzter oder eingeklemmter Personen, dem Vorbereiten der Gerätschaften in einem speziellen Bereitstellungsraum und dem Absichern und Ausleuchten der Einsatzstelle gehört auch der Aufbau eines Brandschutzes an der vermeintlichen Unfallstelle zu den Bestandteilen des praktischen Teils Leistungsprüfung. Die Fahrzeugkunde und das Ausfüllen von Fragebögen zu Beginn, stellt die Mannschaft und den Gruppenführer vor Zusatzaufgaben, die in der Vorbereitung gelernt und vom Schiedsrichterteam mit Kreisbrandinspektor Manfred Unterstein, den Kreisbrandmeistern Karl-Heinz Handrick und Josef Walter sowie Wolfgang Falkinger und Heinz Hilpert bewertet wurden.

„Die Prüfungsordnung ist sehr praxisnah“, betonte Klepke und empfahl den Feuerwehren die Leistungsprüfung mit abschließender Abnahme zum festen Bestandteil des jährlichen Ausbildungsprogrammes zu machen.

Peter Volk/Pressesprecher der Feuerwehren im Landkreis Traunstein

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