Engelstein: Flächenbrand gelöscht

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Bergen - Der Flächenbrand am Engelstein ist gelöscht! Den ganzen Tag waren zahlreiche Rettungskräfte im Einsatz - mit Erfolg! **Neue Bilder** 

UPDATE: 15.30 Uhr

Auf Anfrage von chiemgau24.de bestätigte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd, dass der Flächenbrand am Engelstein unter Kontrolle ist. Es gibt keinen offenen Brand mehr.

Der Einsatz läuft indes aber weiter. Weiterhin wird das Erdreich in dem betroffenen Gebiet abgetragen, um ein erneutes Entfachen des Feuers zu verhindern. Weiterhin wird die Fläche auch noch bewässert.

Der Einsatz dürfte aber noch im Laufe des Mittwochs beendet sein. Der zuständige Förster wird im Anschluss das betroffene Gebiet im Auge behalten.

UPDATE: 14.00 Uhr

Am frühen Mittwochvormittag wurde der Polizeihubschrauber „Edelweiß 5“ nach Bergen beordert. Mit speziellen Außenlastbehältern wird von Tal Wasser, das aus dem Schwimmbad in Bergen entnommen wird bis nahe an die Brandstelle an der Nordflanke des Engelstein geflogen.

Vor Ort werden dann – wie schon in der vergangenen Nacht – sogenannte Löschrucksäcke befüllt, mit denen die Feuerwehrler Glutnester im Moos- und Torfboden gezielt ablöschen. Auch tragen die Feuerwehrler den Boden bis zu 20 Zentimeter ab. Dieser Abraum wird in Transportboxen gefüllt und mit dem Hubschrauber ins Tal geflogen, wo die Feuerwehren den glimmenden Bodenbelag ausbreiten und ablöschen. Diese äußerst mühsame und anstrengende Arbeit für die Floriansjüngern ist notwendig um ganz sicher zu gehen, dass der Bergwald nicht in Brand gerät, weil nach Vorhersage der Wetterdienste auch in den kommenden Tagen große Hitze zu erwarten ist. Die Waldbrandgefahr wird vermutlich weiter ansteigen.

Hubschraubereinsatz wegen Flächenbrand

Teilweise wurde auch aus der Luft gelöscht, und über den Brandstellen Wasser aus den Außenlastbehältern abgelassen. Im Einsatz sind die Feuerwehren Bergen und Siegsdorf, ebenso die Bergwacht, die im felsigen Gelände des Engelstein nur durch Abseilen an moosige Flächen gelangen kann, in denen der Schwelbrand glimmt.

Die Löscharbeiten und das Abtragen der betroffenen Moos- und Torfflächen dauerte den gesamten Mittwoch über, bis zum späten Nachmittag. Der Polizeihubschrauber pendelte dabei ständig zwischen Tal und Brandstelle am Berg und unterbrach die fliegenden Transportdienste auch mindestens zwei Mal, um nach Traunstein zum Hangar des Rettungshubschraubers Christoph 14 zu fliegen und die Maschine aufzutanken.

pv/Kreisfeuerwehrverband Traunstein und Kreisbrandinspektion Landkreis Traunstein

UPDATE: 12:50 Uhr

Nach dem am Dienstagabend bis in die Nacht rund 80 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Bergwacht zu einem Flächenbrand am Engelstein bei Bergen ausrückten, wurde der Brand am Mittwochvormittag erneut bekämpft.

Am Dienstag mussten die Feuerwehrler noch mühsam mit Löschrücksäcken im steilen Gelände den Schwellbrand bekämpfen. Heute war dagegen auch ein Polizeihubschrauber mit einem Wasserbehälter im Einsatz.  

Mehrmals entleerte der Hubschrauber seinen Wassersack direkt über den Glutnestern. Das Wasser wurde aus dem Bergener Schwimmbad entnommen. Dies zog auch viele interessierte Menschen an.

Was den Schwelbrand ausgelöst hat ist nicht bekannt. Polizei und Feuerwehren gehen von Selbstentzündung aufgrund der großen Hitze als Ursache aus.

Fotos vom Hubschraubereinsatz:

Brand am Engelstein: Jetzt kam ein Hubschrauber zum Einsatz

Die Löscharbeiten am Dienstagabend:

Gegen 20.30 Uhr wurde der Integrierten Leitstelle Traunstein der Flächenbrand in der Nähe des 970 Meter hohen Engelstein gemeldet. Daraufhin alarmierte die Leitstelle zunächst die Feuerwehr Bergen. Ein Erkundungstrupp entdeckte einen glimmenden Brand, aber kein offenes Feuer, auf rund 15 Quadratmeter Wiesen- und Moosfläche an der Nordseite des Engelstein.

Da die Brandstelle mit Tanklöschfahrzeugen nicht zugänglich war, mussten die Floriansjünger mühsam mit Feuerpatschen und sogenannten Löschrucksäcken anrücken und versuchten so, den Schwelbrand unter Kontrolle zu bringen. Um ausreichend Kräfte für das „Wassertragen“ zur Verfügung zu haben, wurde die Feuerwehr Holzhausen nachalarmiert, ebenso die Feuerwehren Siegsdorf und Übersee, die über spezielle Ausrüstungen für Waldbrände verfügen.

Das benötige Löschwasser wurde in Jauche- und Wasserfässern, gezogen von Traktoren und geländegängigen Fahrzeugen im Pendelverkehr von Pattenberg bis nahe an den Engelstein transportiert. Von dort trugen die Floriansjünger das Wasser in den speziellen Rucksäcken bis zum Brandort und wässerten die glimmenden Flächen kräftig ein.

Mit Einbruch der Dunkelheit musste die Einsatzstelle zur Sicherheit der Einsatzkräfte ausgeleuchtet werden, wozu Notstromaggregate, Scheinwerfer und Stative den Berg hinaufgetragen und aufgestellt wurden. Der Flächenbrand weitete sich auch auf steiles Gelände aus, weshalb die Einsatzleitung die Bergwacht Bergen zur Unterstützung und zum Abseilen an die Brandstellen anforderte. Da sich der Schwelbrand unter dem Gras- und Moosboden schleichend ausbreitete, musste der Boden teilweise per Hand aufgegraben und kräftig bewässert werden.

Die Feuerwehrler leisteten dabei schweißtreibende Schwerstarbeit. Ein Hubschrauber, der die brennenden Flächen aus der Luft hätte löschen können, konnte in der Dunkelheit nicht eingesetzt werden. Wegen der derzeit im Landkreis Traunstein herrschenden mittleren bis hohen Waldbrandgefahr (Gefahrenindex 3 und 4 von maximal 5 Stufen) gingen die Feuerwehren besonders gründlich vor, um ein Ausbreiten des Feuers auf angrenzende Waldflächen zu verhindern.

Die Feuerwehren waren deshalb bis weit nach Mitternacht im Einsatz. .

pv/Kreisfeuerwehrverband Traunstein und Kreisbrandinspektion Landkreis Traunstein, FDL/Hans Lamminger

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