"Flashmöbchen" statt Riesenschlacht

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Traunstein - Bis zu 300 Flashmob-Teilnehmer wurden am Samstag auf dem Stadtplatz erwartet. Schließlich nahmen nur etwa 30 Leute an der Kissenschlacht teil.

Zum "Internationalen Kissenschlacht-Tag" wurde im Internet aufgeufen. Dieser sollte am Samstag um 16 Uhr unter anderem in New York, London, Paris und eben auch in Traunstein stattfinden.

Auch via "Facebook" hatten sich die Kissenschlacht-Freunde organisiert, die dafür vorgesehene Facebook-Gruppe hatte etwa 300 Mitglieder.

Auch darum hatte Oberbürgermeister Manfred Kösterke im Vorfeld Bedenken: "Rechtlich bewegen sich die Teilnehmer in einer Grauzone, da es weder einen Veranstalter noch eine offizielle Genehmigung gibt. "Einer solchen Aktion einen Riegel vorzuschieben, ist eigentlich unmöglich", so der Oberbürgermeister. Die Stadt wolle auch gar nicht als Spielverderber auftreten, wenn auf dem Stadtplatz einmal die Federn fliegen. Allerdings appelliert Kösterke an die Teilnehmer, es nicht zu übertreiben: "Auch junge Leute dürfen in Traunstein ihren Spaß haben, aber der Spaß hört dort auf, wo andere gestört werden oder Schaden angerichtet wird. Ein solcher Schaden liegt auch in der Verunreinigung der Innenstadt durch Kissenfedern. Ebenso sind Störungen der Besucher der Freischankflächen zu vermeiden."

"Flashmöbchen" auf dem Stadtplatz

Kissenschlacht in Traunstein

Zu Bergen von Kissen-Federn und heftiger Verschmutzung der Innenstadt kam es dann letztendlich nicht. Dies lag wohl auch an der Polizeipräsenz. Vor Start des Flashmobs wurden die Personalien von einigen der jungen Teilnehmer aufgenommen. Dies sollte wohl dazu dienen, im Ernstfall dann auch "Ansprechpartner" zu haben.

Etwa 30 Jugendliche trugen dann doch vor dem Stadtplatz-Brunnen ihre Schlacht aus. Am Ende blieben ein paar Federn, die bald vom Winde verweht waren. "Das ist kein Problem für uns", so ein Vertreter der städtischen Straßenreinigung. "Wir hatten Schlimmeres erwartet."

Pressemitteilung Stadt Traunstein/red 

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