Forstbetrieb mit Staatspreis ausgezeichnet

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Einen Staatspreis für die vorbildliche Bewirtschaftung des Traunsteiner Stadtwaldes überreichte Forstminister Helmut Brunner (rechts) am Freitag an 2. Bürgermeister Hans Zillner und Stadtförster Gerhard Fischer (links).

Traunstein - Am Freitag zeichnete Forstminister Helmut Brunner die Stadt Traunstein für ihre vorbildliche Waldbewirtschaftung mit einem Staatspreis aus.

Als Anerkennung für die nachhaltige Pflege und Bewirtschaftung ihres Stadtwaldes ist die Stadt Traunstein am Freitag von Forstminister Helmut Brunner (CSU) mit einem Staatspreis ausgezeichnet worden. „Der Preis krönt ihren Einsatz für den Wald“, sagte der Minister bei einem Festakt in München. Seit Jahrzehnten habe die Stadt Traunstein den Laubholzanteil kontinuierlich angehoben, die Waldverjüngung vorangetrieben, ihre Waldbestände zielgerichtet gepflegt und den Stadtwald fit für die Zukunft gemacht. Heute sei der Traunsteiner Stadtwald ein Vorzeigebetrieb und ein „Musterbeispiel für zukunftsorientierte Waldbewirtschaftung“, so Brunner.

Den Staatspreis nahmen 2. Bürgermeister Hans Zillner und Stadtförster Gerhard Fischer entgegen. Oberbürgermeister Manfred Kösterke äußerte sich auf einer Dienstreise nach Berlin hoch erfreut, dass Traunstein unter 62 Bewerbern für die Auszeichnung ausgewählt wurde. „Mit der konsequenten Ausrichtung auf Qualität statt Masse hat sich unser Stadtwald genau in die richtige Richtung entwickelt, was jetzt von höchster Stelle durch den Staatspreis gewürdigt wird“, so das Stadtoberhaupt.

Traunstein verfügt bereits seit dem 16. Jahrhundert über Waldbesitz, der heute eine Fläche von etwa 600 Hektar umfasst. Seit 60 Jahren wird der Forstbetrieb der Stadt Traunstein von Experten der Ludwig-Maximilian-Universität und der Technischen Universität München geleitet. Für die internationale Forschung liefert der Stadtwald immer wieder wertvolle Daten. Im Jahr 1949 übernahm der Münchner Professor Nikolaus Köstler die Aufsicht über den Stadtwald. Damals noch visionär, setzte er entschieden auf eine naturnahe Waldwirtschaft. Dieser Tradition bleibt die Stadt Traunstein bis heute treu, was auch Minister Brunner in seiner Laudatio erwähnte: Durch den gezielten Umbau des Baumbestandes seien in weiten Teilen des Stadtwaldes Strukturen geschaffen worden, die sich durch ein hohes Maß an Stabilität, Qualität und Ertrag auszeichneten. Lob verdiene auch die vorbildliche Kontrolle der Wildbestände in Eigenregie. „Aber auch Waldbesucher kommen auf ihre Kosten: Zahlreiche Wanderwege, Kneipp-Anlagen und ein Trimm-Dich-Pfad stehen als Zusatzangebot zur Verfügung“, sagte Brunner.

Über die Auszeichnung durch den Freistaat Bayern freuten sich auch der Waldreferent des Stadtrates, Josef Häusler, und der Forstwissenschaftler Professor Hans Pretzsch, der den Traunsteiner Stadtwald zusammen mit Stadtförster Gerhard Fischer leitet.

Das Bayerische Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten verleiht den Staatspreis für vorbildliche Waldbewirtschaftung seit 1997 im Turnus von zwei Jahren, um besondere Leistungen von Waldbesitzern zu würdigen. In diesem Jahr wurden insgesamt 14 Preisträger ausgezeichnet, aus Oberbayern neben der Stadt Traunstein auch zwei private Waldbesitzer aus den Landkreisen Erding und Weilheim-Schongau.

Pressemeldung Stadt-Traunstein

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