Früh übt sich

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+

Traunstein - 55 Buben und Mädchen löschten am Samstag in Haslach einen Großbrand einer Lagerhalle und versorgten zahlreiche Verletzte - aber keine Angst, es war alles nur eine Übung.

70 Teilnehmer, davon 55 Buben und Mädchen der Jugendfeuerwehren und des Jugendrotkreuzes, nahmen an einer großen Einsatzübung in Haslach teil. Die Anwärter der Feuerwehren aus Haslach, Traunstein, Kammer und Wolkersdorf und die jungen Sanitäter der BRK-Bereitschaft Traunstein löschten den fingierten Großbrand in einer Lagerhalle und retteten drei Verletzte. Die Nachwuchsfeuerwehrler und –retter waren mit großen Enthusiasmus bei der Sache und zeigten eindrucksvoll ihre schon sehr ausgeprägten Fertigkeiten bei der Brandbekämpfung und Verletztenversorgung.

Jugendübung in Haslach

„Lkw-Brand in Waschhalle in Haslach-Mühlwiesen, starke Rauchentwicklung, Ausweitung des Feuers auf gesamten Gebäudekomplex“ – so lautete die Meldung, mit der Feuerwehren und BRK-Rettungsdienst zur Einsatzübung alarmiert wurden. Nur wenige Minuten später trafen die ersten Löschmannschaften am angenommenen Brandobjekt – einer Lagerhalle der Adelholzener Alpenquellen – ein. Dichter Qualm drang aus der Lkw-Waschhalle nach außen. Noch während der Lageerkundung durch die Feuerwehr-Führungskräfte wurde die Zufahrtsstraße abgesperrt, damit die Einsatzkräfte ungefährdet arbeiten konnten. Zeitgleich zapften die jungen Floriansjünger drei Hydranten an, verlegten Schlauchleitungen, und bauten einen Löschangriff mit mehreren C-Rohren vor. Als vordringlich sahen es Einsatzleitung und Gruppenführer an, die Nachbargebäude vor einem Übergreifen der Flammen zu schützen und ein Ausweiten des Feuers innerhalb des dreiseitigen Hallenkomplexes zu verhindern. Aus allen verfügbaren Rohren wurde Wasser auf das fingierte Feuer gespritzt – da es sich um eine Übung handelte selbstverständlich nur auf das Dach und nicht ins Gebäude. Die jungen Sanitäter des Bayerischen Roten Kreuzes versorgten unterdessen zwei Schwerverletzte, die nach Herstellung der Transportfähigkeit in eine Klinik gebracht wurden. Auf die Probe gestellt wurden die jugendlichen Rot-Kreuz-Helfer als plötzlich ein Feuerwehrler bewusstlos zusammenbrach. Sofort wurde der „Verletzte“ in die stabile Seitenlage gebracht und später mit dem Rettungswagen abtransportiert. Von der Feuerwehr in Stellung gebracht wurde eine Drehleiter, um eine Brandausbreitung über die Dachflächen rechtzeitig erkennen und aus der luftiger Höhe Wasser auf brennende Gebäudeteile spritzen zu können. Um die Löschwasserversorgung sicher zu stellen, wurde mittels Tragkraftspritze vorsorglich Wasser aus dem Mühlbach gesaugt und über eine längere Schlauchleitung zum Brandort gefördert. Mehrere Floriansjünger gingen im Innenangriff gegen das Feuer vor. Mit Lüftern wurde der Brandrauch aus dem Gebäude geblasen und auch ein Hydroschild – eine spezielle Armatur – kam zum Einsatz, mit der eine Wasserwand aufgebaut und ein Objekt vor Übergreifen eines Feuers geschützt werden kann. Nach weniger als einer Stunde hatten die Jugendlichen alle Übungsziele erreicht. Auch die verletzten Personen waren von den BRK-Sanitätern versorgt.

Oberbürgermeister Manfred Kösterke freute sich, mit welcher Begeisterung und Engagement die Jugendlichen bei der Sache waren. Auch Florian Reiter, Fach-Kreisbrandmeister für die Jugendarbeit, die Kommandanten der beteiligten Feuerwehren, die als Übungsbeobachter dabei waren und Markus Prommersberger, Jugend-Gruppenleiter beim BRK, zeigten sich mit den Leistungen ihrer Schützlinge sehr zufrieden. Geleitet wurde die Einsatzübung von Martin Thullner von der Feuerwehr Haslach. Bei der abschließenden Übungsbesprechung im Feuerwehrgerätehaus Haslach wurden die gute Zusammenarbeit der Buben und Mädchen der verschiedenen Jugendfeuerwehren und das Miteinander mit der Rot-Kreuz-Jugend gewürdigt. Gedankt wurde den Adelholzener Alpenquellen, die ihr Betriebsgelände für die große Gemeinschaftsübung zur Verfügung stellten. Mit einer stärkenden Brotzeit ging für die Buben und Mädchen der Jugendfeuerwehren und des Roten Kreuzes ein interessanter und erfahrungsreicher Übungstag zu Ende.

pv (Pressesprecher der Feuerwehren im Landkreis Traunstein)

Zurück zur Übersicht: Traunstein

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser