G8-Abitur: Dreimal die Traumnote 1,0

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Drei Abiturientinnen des ersten G8-Jahrgangs des Annette-Kolb-Gymnasiums schafften die Traumnote 1,0: Sophia Engwerth, Katja Koreck und Daniela Staufer, daneben Schulleiter Bernd Amschler (von rechts).

Traunstein - 76 Abiturienten des Annette-Kolb-Gymnasiums konnten nach acht Schuljahren das begehrte Abiturzeugnis in Empfang nehmen. Dreimal gab es die Traumnote 1,0.

In der stilvollen Feier konnten sie sich als erste G8-Abschlussklassen über überwiegend gute bis sehr gute Ergebnisse freuen, darunter drei Abiturientinnen über die Traumnote 1,0.

Den Anfang des umfangreichen Rede- und Glückwunschprogramms machte die Elternbeiratsvorsitzende Carolin Berka, die herausstellte, dass viel über das G8 geredet worden sei. "Aber ihr habt es einfach gemacht."

Die ehemalige Schulleiterin des AKG, Maria Scharbert, machte den Abiturienten Mut: "Lasst euch nicht verunsichern durch angeblich düstere Aussichten - Geht mit Zuversicht, Optimismus und Gottvertrauen in eure Zukunft." Sie sollten sich nicht von Dogmen oder Ideologien "einfangen" lassen: "Lebt nicht nach den Vorstellungen anderer."

"Ihr bringt viel mehr als nur funktionales Wissen mit. Seid euch dessen bewusst und macht etwas daraus", rief Schulleiter Bernd Amschler den Abiturienten zu. Er ermutigte sie, auch künftig Interesse "für Neues, für Fremdes und noch zu Verstehendes" zu zeigen.

Die vergangenen Jahre und insbesondere das Abschlussjahr aus der Sicht der Abiturienten schilderten die beiden Moderatoren der Festveranstaltung, Lena Oberhofer und Marius Klehr. Sie attestierten den Lehrkräften: "Nach acht Jahren seid auch ihr an unser Herz gewachsen." Das Elternhaus sei für die Schüler oft wie eine "Höhle" gewesen, manche Eltern hätten, wenn nötig, "wie ein Löwe" ihr Kind verteidigt.

Der Stolz über das Erreichte klang auch im Abiturlied "We are the champions of the school" ("Wir sind die Sieger der Schule") durch.

Höhepunkte waren die Zeugnisverleihung durch Amschler sowie die Oberstufenkoordinatoren Thomas Dietersberger und Rudolf Heid sowie die Ehrungen für besondere Leistungen. Herausragendes erreichten Daniela Staufer, Katja Koreck und Sophia Engwerth mit einem Notendurchschnitt von 1,0. Christine Staufer (1,2), Jennifer Brettl (1,2), Karena Goossens (1,3), Manuela Deigentesch (1,4), Franziska Gröbner (1,5) und Jacqueline Göhle (1,5) erzielten ebenfalls Spitzenergebnisse.

Amschler zeigte sich von den Leistungen aller Absolventen sehr angetan: "Toll, wenn man so einen Jahrgang vor sich hat, der sich so hervorragend geschlagen hat." Ein Drittel der 76 Abiturienten könne eine Eins vor dem Komma aufweisen. Mit 2,2 habe man mit dem gleichen Schnitt wie das vorangegangene G9 eine "Punktlandung" vollbracht.

Auch Dietersberger und Heid zeigten sich stolz und erleichtert über die Ergebnisse ihrer "Schützlinge": "Ihr habt dem großen Druck des ersten G8-Abiturs standgehalten." Die Einführung des G8 sei ein "durchdachtes, jedoch an vielen Stellen optimierungsfähiges System" so Dietersberger. Die "G8ler" seien ein "völlig gleichwertiger Teil des Doppeljahrgangs". Heid fügte hinzu: "Ihr werdet mit vergleichbaren Studien- und Berufschancen entlassen."

Nach der Feier im Schulgebäude folgte der gemeinsame Aufbruch zum Gottesdienst in der Heilig-Kreuz-Kirche.

wz/Chiemgau-Zeitung

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