Pflegekräfte werden langsam knapp

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Mit einem Wiedereinsteigerkurse für examinierte Krankenpflegekräfte möchten die Kliniken Südostbayern Pflegekräften nach einer längeren Berufspause die Rückkehr ins Krankenhaus zu ermöglichen.

Traunstein/Bad Reichenhall - Aufgrund der immer älter werdenden Bevölkerung werden auch immer mehr Pflegekräfte nötig. Doch die sind knapp.

Die abgehenden Schülerjahrgänge der Berufsfachschulen für Krankenpflege in Traunstein und Bad Reichenhall können den Bedarf der Kliniken Südostbayern AG an examinierten Pflegekräften seit geraumer Zeit nicht mehr decken. Dem gegenüber steht ein bundesweit steigender Bedarf an Fachkräften, um die Versorgung der immer älter werdenden Patienten sicher durchführen zu können.

In der Kliniken Südostbayern AG wurde deshalb ein Projekt initiiert, um Wiedereinstiegswilligen nach einer längeren Berufspause in der Pflege die Rückkehr ins Krankenhaus zu ermöglichen. In einer Arbeitsgruppe wurde ein theoretisches und praktisches Modul entwickelt, um das Pflegewissen aufzufrischen. Damit sollen der Einstieg leichter fallen und Hemmnisse abgebaut werden, wobei sich der Kurs an den Bedürfnissen der Teilnehmer orientiert. Der Lehrgang schließt mit einem Zertifikat ab.

Der Kurs wird an den Standorten Traunstein und Bad Reichenhall von Mitte April bis Mitte Mai 2012 täglich vormittags angeboten. Die Teilnahmegebühr von 150 Euro wird mit Beginn eines festen Arbeitsverhältnisses in der Kliniken Südostbayern AG übernommen. Für Interessierte findet am 28. Februar in der Kreisklinik Bad Reichenhall sowie am 1. März im Klinikum Traunstein jeweils von 19 bis 20 Uhr eine Informationsveranstaltung zu den Rahmenbedingungen und Details statt.

Im Beruf der Krankenpflege hat es in den letzten Jahren viele Neuerungen gegeben. Die Einführung einer bundesweit veränderten Vergütungsform für medizinische Leistungen im Jahr 2003, das Diagnosis Related Groups (DRG)-System, hat tief greifende Veränderungen im Gesundheitswesen, auch für die Pflege, mit sich geführt. Ebenso muss die Berufsgruppe Pflege wegen veränderter Prozesse und neuer Rahmenbedingungen zunehmend EDV-Arbeiten übernehmen, um zum Beispiel Laboranforderungen, Röntgenanträge oder sonstige Untersuchungen anzumelden. Auch die eigentliche pflegerische Tätigkeit wird immer mehr digital erfasst. Hinzu kommen neue Hygieneregeln, Verbands- und Wundversorgungsmethoden, um nur einige Beispiele aus der täglichen Praxis aufzuzeigen.

Pressemitteilung Kliniken Südostbayern

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