Gefahr durch Noroviren

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So sieht das Norovirus aus.

Landkreis Traunstein - Bisher sind im Landkreis Traunstein 190 Fälle von Brechdurchfällen durch Noroviren gemeldet worden. Mit einer hohen Dunkelziffer ist allerdings zu rechnen.

Jahreszeitlich üblich ist es auch im Landkreis Traunstein zu einem vermehrten Auftreten von Brechdurchfällen durch Noroviren gekommen. Nach Angaben des Leiters des Gesundheitsamtes Dr. Franz Heigenhauser sind bisher 190 Fälle gemeldet worden, wobei mit einer hohen Dunkelziffer zu rechnen ist. Die Viren werden über den Stuhl und das Erbrochene ausgeschieden, die Übertragung erfolgt in erster Linie fäkal-oral, weshalb die Ansteckungsgefahr sehr hoch ist.

Die Noroviren verursachen eine akut beginnende Magen-Darm-Erkrankung (Gastroenteritis) mit heftigem Erbrechen und Durchfall. In der Regel besteht ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl mit Übelkeit, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und Mattigkeit. Die Beschwerden klingen nach ein bis drei Tagen ab. Die Therapie erfolgt symptomatisch durch Ausgleich des Flüssigkeitsverlustes - eine kausale antivirale Therapie ist nicht möglich. Eine Impfung steht ebenfall nicht zur Verfügung.

Präventionsmaßnahmen sehr wichtig:

Nach Auskunft von Dr. Heigenhauser ist das gute alte Händewaschen nach dem Stuhlgang und vor dem Essen in Zeiten wie diesen von größter Bedeutung.

Weiterhin empfiehlt er speziell nach dem Stuhlgang zusätzlich zum Händewaschen eine Handdesinfektion.

Wichtig in diesem Zusammenhang erscheint ihm noch die Feststellung, dass auch nach Abklingen der Beschwerden die Viren noch mehrere Wochen über den Stuhl ausgeschieden werden können.

Pressemitteilung Landratsamt Traunstein

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