Spatenstich für Geothermie-Kraftwerk

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Bürgermeister Franz Parzinger nahm lieber den Bagger statt dem Spaten

Traunreut - Weg frei für Geothermie! Am Dienstagabend fand der Spatenstich für das Großprojekt statt. Bürgermeister Parzinger ist sich sicher, auf dem richtigen Weg zu sein.

Landrat Hermann Steinmaßl hat sich für den Landkreis ein großes Ziel gesetzt: Die nahezu vollständige Versorgung mit erneuerbaren Energien bis 2020.

Die Stadt Traunreut hat dieses Ziel schon erreicht und will als Wirtschaftsmotor der Region zu einem landkreisweiten Erfolg beitragen. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Nutzung lokaler Ressourcen, die Erdwärmenutzung (Geothermie).

Bilder von der Spatenstich-Feier

Spatenstich für Geothermie-Kraftwerk

Am Dienstagabend wurde der symbolische erste Spatenstich vollbracht.  Diesmal aber nicht mit einer Schaufel - Bürgermeister Parzinger hatte sichtlich Spass daran, mit dem Bagger die symbolträchtige Kiste auszugraben.

Der Standort des geplanten Geothermiekraftwerkes Traunreut befindet sich an der ST 2104, der sogenannten Waginger Straße gegenüber dem Kieswerk. Der Bohrbeginn für die Förderbohrung ist im Herbst 2011. Der Bohrplatz ist schon fertig gestellt. Bei optimalem Verlauf könnte die Bohrzeit 220 Tage betragen. Auf Grundlage der seismisch-geologischen Erkenntnisse wird eine Wärmetemperatur von 130°C erwartet bei einem Fördervolumen von 130 Liter pro Sekunde.

Nach erfolgreichen Bohrungen könnte schon ab Herbst 2012 in das städtische Fernwärmenetz eingespeist und im Jahre 2013 ein Erdwärmekraftwerk errichtet werden.

Das Gesamtinvestitionsvolumen wird mit annähernd 60 Millionen Euro beziffert. Die Gelder werden zum Teil aus den Einnahmen der Fernwärme-Abgaben und des Stromverkaufs finanziert.

"Geothermie ist eine erneuerbare Energie und sehr umweltfreundlich", erklärte Bürgermeister Franz Parzinger. "Für uns ist das ein Leuchtturm-Projekt, das uns die richtige Richtung aufzeigt. Das Thema ist bei uns schon seit dem Jahr 2003 sehr präsent. Damlas haben wir uns dafür entschieden, unser Fernwärmenetz auszubauen, obwohl der Ölpreis noch deutlich niedriger war. Darauf sind wir schon etwas stolz."

tj / kaf

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