Gold, Silber und Bronze für aktive Malteser-Helfer

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Mit der Malteser-Plakette in Gold für 15 Jahre aktiven Dienst bei der katholischen Hilfsorganisation wurde Jörg Weitemeyer (li.) ausgezeichnet. Der Rettungssanitäter, der schon seinen Zivildienst bei den Maltesern leistete, ist ehrenamtlich im Rettungsdienst tätig, gehört den Schnelleinsatzgruppen an und wirkt im Kriseninterventionsteam (KIT) mit. Die Ehrenauszeichnung überreichte der Kreisbeauftragte Max Rauecker

Traunstein - Mit Ehrenplaketten in Gold, Silber und Bronze wurden 13 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer des Malteser Hilfsdienstes für langjährige aktive Mitarbeit ausgezeichnet.

Mit der Malteser-Plakette in Gold, verliehen im Namen der Deutschen Assoziation des Souveränen Malteser Ritterordens durch den Präsident Dr. Erich Prinz von Lobkowicz wurden Jörg Weitemeyer und Karl-Heinz Blaschko ausgezeichnet. Martin Spörlein, Alexander Gröbner und Wolfgang Klauser wurden mit der Plakette in Silber geehrt. Mit einer Auszeichnung in Bronze wurde die freiwillige Mitarbeit von Annette Eger, Rudi Heid, Manfred Kunert, Luise Schertz, Michael Strohhammer, Michael Tyralla, Birgit Wolkersdorfer und Arthur Barth gewürdigt. Verliehen werden die Ehrenplaketten für mindestens 15, zehn oder fünf Jahre aktive Mitarbeit. Die Helferehrung stand im Mittelpunkt der Advents- und Jahresabschlussfeier der katholischen Hilfsorganisation.

Max Rauecker, der Kreisbeauftragte der Malteser, der die Ehrungen überreichte, betonte, dass die Plaketten nicht für eine bestimmte Anzahl von Dienstjahren verleihen werden; vielmehr würdige der Malteser-Orden die besondere Leistung und das langjährige ehrenamtliche Engagement der Helferinnen und Helfer.

Wolfgang Klauser (links) aus Siegsdorf ist einer von drei ehrenamtlichen Helfern des Malteser Hilfsdienstes, die bei der Jahresabschlussfeier mit der Malteser-Plakette in Silber für mindestens zehn Jahre engagierten, aktiven Dienst geehrt wurden. Die Auszeichnung überreichte der Kreisbeauftragte Max Rauecker.

Der Kreisbeauftragte Max Rauecker und Peter Volk, Leiter der Kreisgeschäftsstelle, blickten auf ein arbeitsreiches und erfolgreiches Jahr zurück. Insgesamt leisteten die über 220 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer mehr als 110.000 Dienststunden. In den Fahrdiensten für Menschen mit Behinderung, im Patientenfahrdienst und bei Krankenfahrten beförderten die Malteser mehr als 80000 Fahrgäste. Die Fahrzeuge mit dem Emblem des achtzackigen Kreuzes legten dabei eine Strecke von 1,56 Millionen Kilometer zurück, was fast 40 Erdumrundungen entspricht. Den Malteser-Fahrdiensten wurde von der DEKRA das Prüfsiegel „Sichere Personenbeförderung“ erteilt, womit der Hilfsorganisation ein hoher Qualitätsstandard in Bezug auf die sichere Beförderung attestiert wurde. Der Mahlzeitendienst „Essen auf Rädern“ belieferte Senioren und Alleinlebende mit 22.000 Menüs. Pro Monat werden in der Stadt Traunstein und in den umliegenden Gemeinden mehr als 1000 Menüs heiß und essfertig ins Haus gebracht. Vor wenigen Wochen starteten wurde das Projekt Mahlzeiten-Patenschaften gegründet. Dadurch wird versucht Spender zu gewinnen, die Menschen unterstützen, die sich eine täglich warme Mahlzeit nicht leisten können. Auf den Hausnotrufdienst der Traunsteiner Malteser vertrauen 455 Senioren. Der Hintergrunddienst, der den Hausnotrufteilnehmern dann zur Seite steht, wenn bei einem Notfall die Hilfe durch Angehörige und Bezugspersonen nicht möglich ist, rückte 80 Mal aus. In den Kursen der Breitenausbildung wurden mehr als 2000 Personen geschult, vom Grundkurs in Erste Hilfe bis zur Ausbildung zur Schwesternhelferin.

Das Kriseninterventionsteam (KIT), das traumatisierte Menschen nach plötzlichem Tod eines Angehörigen betreut, wurde mehr als 100 Mal angefordert und leistete 420 Betroffenen Beistand und „Erste Hilfe für die Seele.“ Im Rettungsdienst und Krankentransport dürfen sich die Traunsteiner Malteser seit kurzem „Premium-Rettungswache“ nennen, nachdem drei Mal in Folge das Audit im Rahmen des Qualitätsmanagementsystems mit Erfolg bestanden wurde. Größter Einsatz des Jahres war die sanitätsdienstliche Versorgung des Chiemsee-Reggae-Festivals in Übersee. Während der viertägigen Konzertveranstaltungen leisteten die Malteser-Sanis und Ärzte mehr als 1800 Mal Erste Hilfe. Im In- und Auslandsrückholdienst wurden 75 erkrankte oder verunglückte Bundesbürger nach Hause oder ins Heimatkrankenhaus gebracht. Der Krankentransportwagen legte dabei 62000 Kilometer zurück.

Ein Aushängeschild, auf das der Kreisbeauftragter Max Rauecker besonders stolz ist, ist die Jugendarbeit. Die Kinder- und Jugendgruppen, die von Dr. Michael Winklmaier geleitet werden, erfreuen sich großen Zuspruchs. Mehr als 30 Buben und Mädchen zwischen sechs und 16 Jahren kommen zu den wöchentlichen Treffen. Neben kindgerechter Erste Hilfe-Ausbildung wird versucht den Kindern das „Abenteuer Helfen“, Zivilcourage und der Umgang miteinander und mit Anderen näher zu bringen.

Als „ganz besondere Höhepunkte des Jahres“ bezeichnete Rauecker die Mitwirkung der Traunsteiner Gliederung an der Großübung der bayerischen Katastrophenschutzeinheiten des Malteser Hilfsdienstes in Maxlrain anlässlich des Deutschlandbesuchs von Matthew Festing, des Großmeisters des Malteserordens. Zu Besuch in Traunstein war Dr. Elmar Pankau von der Bundesleitung, der an einer Sitzung des Führungskreises teil nahm und den Führungskräften Rede und Antwort stand. „Es gab viel zu tun und viele fleißige Hände haben geholfen, dass alles gut bewältigt werden konnte“, fasste Rauecker zusammen. Er würdigte die engagierte Mitarbeit und die stete Bereitschaft in Notlagen schnell und kompetent zu helfen. Hohe Anerkennung und Respekt verdiene das uneigennützige zur Verfügung stellen von Zeit und Kraft im Dienst für bedürftige und notleidende Mitmenschen. „Unabhängig ob ehrenamtlicher Helfer, hauptamtlicher Mitarbeiter, Zivildienstleistender oder Mitarbeiterin im Freiwilligen Sozialen Jahr – alle haben durch ihren Dienst dazu beigetragen die Gemeinschaft der Traunsteiner Malteser mitzutragen und zu prägen“, betonte Rauecker. Besonders hob der Kreisbeauftragte die Unterstützung von Spendern, Sponsoren und Förderern hervor, die die materielle Basis für das Tun der Malteser bilden und nachhaltiges Engagement sichern.

Eröffnet wurde die Adventsfeier mit einem Gottesdienst in der Kapelle des Caritas-Altenheims St. Irmingard, der von Gliederungs-Seelsorger Pfarrer Mathias Häusl zelebriert und von der Malteser-Jugend musikalisch gestaltet wurde. Bei der Jahresabschlussfeier im Alpengasthof Hochberg sorgte die Gruppe „Frequenz“ für musikalische Unterhaltung.

Peter Volk, Malteser Hilfsdienst 

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