Rittbitten für traditionellen Georgi-Ritt

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Zahlreiche "Rosserer" erschienen zum traditionellen Rittbitten in Erlstätt. Der Georgi-Ritt findet wie immer am Ostermontag statt.

Grabenstätt - Der Georgi-Ritt am Ostermontag hat eine lange Tradition. In Erlstätt trafen sich zahlreiche "Rosserer" zum "Rittbitten". Sprecher Schützinger hat einen besonderen Wunsch.

Zum "Rittbitten" für den traditionellen Georgi-Ritt am Ostermontag, den 21. April in Traunstein, kam der Sankt Georgs-Verein Traunstein am Samstagabend, den 8. März, in den Erlstätter Gasthof „Fliegl“. Erlstätt ist traditionell die erste Station, zwölf weitere Folgen.

„Kommt's bittschön wieder so zahlreich, unterstützt's uns und feiert's mit uns unserer Pferdewallfahrt“, bat Erster Vorstand Albert Schmied die Erlstätter Rosserer, die im Vorjahr trotz des ungemütlichen Winterwetters mit 32 Pferden dabei gewesen waren. Aufgrund des vielen Schnees habe man nicht über die Wiese nach Ettendorf marschieren können, sondern sich in einer Nacht- und Nebelaktion kurzerhand einen anderen Weg überlegen müssen.

Mit dem Georgi-Ritt, der traditionell vom Stadtplatz zum Ettendorfer Kirchal hinaufführt, wolle man echtes Brauchtum darstellen, so Schmied. Um diese Tradition auch in Zukunft zu erhalten, sei es wichtig, die jungen Leute frühzeitig heranzuführen.

Da Ostern heuer sehr spät sei, werde es wohl keine Schneemassen geben, sondern „eher zum Mähen sei“, fügte Schmied schmunzelnd an.

Dass man heuer ein grünes Georgi-Ritt-Zeichen habe, dürfe im laufenden Kommunalwahlkampf indes nicht als Parteiwerbung verstanden werden, scherzte der Erste Vorstand. Vielmehr seien im Vorjahr ein paar Zeichen übrig geblieben und beim Umfärben habe sich die Farbe Grün einfach angeboten.

Wenn wir bei Schnee mit 32 Pferden dabei waren, dann können wir das bei schönem Wetter noch steigern“, zeigte sich der Sprecher der Erlstätter Rosserer, Raimund Schützinger, optimistisch. Für den „schönsten Festtag im Chiemgau“ wünsche er sich einen „unfallfreien Ritt“.

"Ostermontag ohne Georgi-Ritt nicht vorstellbar"

Traunsteins Oberbürgermeister Manfred Kösterke, der etwas verspätet eingetroffen war, betonte, dass der Georgi-Ritt eine „Herzensangelegenheit“ sei und fügte an, dass „ein Ostermontag ohne Georgi-Ritt in Traunstein nicht vorstellbar ist“.

Musikalisch umrahmt wurde das Erlstätter Rittbitten von der Musikkapelle Grabenstätt und dem Werktagschor der Familien Purzeller und Mitterer. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Georg Schützinger hatte Franz Purzeller eingangs erzählt, dass er über 50 Mal beim Georgi-Ritt mitgeritten sei. Seine Premiere habe er mit neun Jahren gefeiert.

Einen Einblick in die mühsamen Vorbereitungen gab seine Ehefrau Ilse. Vor allem das Herrichten und Schmücken der Pferde nehme viel Zeit und Arbeit in Anspruch, doch man habe es immer gern getan. „Ob Teilnehmer oder Zuschauer, glücklich ist ein jeder, wenn er beim Georgi-Ritt dabei sein kann“, resümierte Purzeller unter Applaus.

"Rittbitten" für Georgi-Ritt

mmü 

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