Grüne unterstützen Nichtraucherschutz-Volksbegehren

Teisendorf - Die Teisendorfer Grünen unterstützen das Nichtraucherschutz-Volksbegehren! Das gaben sie in ihrer jüngsten Sitzung bekannt. **Rauchverbot: Volksbegehren nötig?**

Auf einer Sitzung des Grünen-Ortsverbandes begründete Marktgemeinderat Edwin Hertlein die Unterstützung mit den erheblichen Mängeln der erst vor kurzem von der neuen bayerischen Staatsregierung „verschlechterten“ Gesetzeslage. Die bisher gültige Fassung, von CSU-Politikern dereinst als strengstes Nichtraucherschutz-Gesetz Deutschlands gelobt, sei auf Betreiben der FDP „verwässert“ worden. Mit den jetzt gültigen Ausnahmen sei das aktuelle Gesetz „löchrig wie ein Schweizer Käse“, so Hertlein.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt befassten sich die Teisendorfer Grünen mit dem Beschluss des Marktgemeinderates, bei den derzeit laufenden Sanierungsmaßnahmen an der Grund- und Hauptschule Teisendorf keine zeitgemäße energetiche Sanierung vorzunehmen. Rudi Kullak vertrat die Auffassung, dass ein Wärmedämmverbundsystem mit aktiver Be- und Entlüftung auch der wachsenden Zahl von Allergikern unter den Schülerinnen und Schülern geholfen hätte. Bei einer aktiven Be- und Entlüftung würden die Pollen durch die Filteranlagen zurückgehalten. Mathias Spiegelsperger war der Meinung, dass durch eine aktive Be- und Entlüftung der Klassenzimmer der Unterricht viel ruhiger verlaufen würde. Durch das ständige Öffnen der Fenster werde in der Praxis immer wieder der normale Unterrichtsablauf gestört. Diese Störungen würden durch eine aktive Be- und Entlüftung weitgehend entfallen. Wolfgang Uxa befasste sich mit dem Hauptargument der Gegner eines Wärmedämmverbundsystems mit aktiver Be- und Entlüftung, nämlich den vermeintlich hohen Kosten.

Man hätte die Umsetzung der Maßnahmen durchaus über einige Jahre strecken können und in einem mehrstufigen Umsetzungsverfahren einzelne Maßnahmen Zug um Zug durchführen können. Das Argument mit den angeblich zu hohen Kosten für eine energetische Sanierung mochte Marktgemeinderat Edwin Hertlein überhaupt nicht gelten lassen. Einerseits werde bei dieser Maßnahme vorgerechnet, wie lange es brauche, um die Investitionskosten durch Einsparungen bei den Heizkosten wieder hereinzuholen.

Eine ähnliche Rechnung werde aber andererseits bei anderen Baukosten überhaupt nicht angestellt. So etwa bei der Errichtung des Buswendeplatzes. Auch seien seiner Ansicht nach bei den vorgelegten Amortisationsberechnungen mit drei Prozent Heizkostensteigerungen viel zu geringe Steigerungsraten angenommen worden. Hertlein rechnete weiter vor, dass die Maßnahmen zur Wärmedämmung an der Gründ- und Hauptschule ziemlich genau den selben Betrag verschlungen hätte, wie der Gemeindeanteil Teisendorfs über die Kreisumlage für die geplanten Umbaumaßnahmen der Bobbahn am Königssee betragen werde. Es sei nicht nachvollziehbar, wenn zum Teil die selben Mandatsträger aus Teisendorf, die sich im Kreistag für die Maßnahmen an der Bobbahn ausgesprochen hätten, eine zeitgemäße Wärmedämmung an der Grund- und Hauptschule ablehnten.

Pressemitteilung Die Grünen Teisendorf

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Rubriklistenbild: © dpa

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