Grünes Licht für Sportzentrum Empfing

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Sonnige Aussichten für die Traunsteiner Fußballvereine: Das Bauvorhaben "Sportzentrum Empfing" wird weiter voran getrieben. Die Stadt Traunstein muss - entgegen bisheriger Planungen - zusätzlich rund 100.000 Euro bereitstellen.

Traunstein - Das geplante Sportzentrum Empfing nahm in der jüngsten Sitzung des Stadtrats die nächste Hürde. Das Gremium gab grünes Licht für die Baumaßnahme.

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Diese beinhaltet ein Funktionsgebäude inklusive einer Hausmeisterwohnung sowie Fußballplätze, die entsprechend gegen Hochwasser geschützt sind. Die Gesamtanlage sieht nun in der genehmigten Form eine beschlossene Bauhöchstsumme von 4.645.000 Euro vor.

Finanziert wird die Maßnahme durch den Erlös aus dem Verkauf des Triftstadions in Höhe von 3,65 Millionen Euro, einem zu erwartenden Zuschuss und Darlehen des BLSV in Höhe von 721.000 Euro und einer Eigenleistung des neu zu gründenden Vereins in Höhe von 180.000 Euro.

Durch Verzögerungen bei der Umsetzung der planungsrechtlichen Schritte verschob sich die Baumaßnahme seit Monaten. Seither sind steuerrechtliche Verschlechterungen im Rahmen der Finanzierungsmöglichkeit für Vereine eingetreten. Daneben macht dem Projekt eine allgemeine Preissteigerung am Bau zu schaffen, die insbesondere durch eine gute Baukonjunktur entstanden ist. Diesem Problem ist man durch eine leicht abgespeckte Version des Funktionsgebäudes entgegen getreten, das die Kostensteigerung weitgehend wieder aufgefangen hat.

Ging man ursprünglich bei den ersten Planungen noch von einer "Deckelung" der Belastung der Stadt im Rahmen einer maximalen Verwendung des Erlöses aus dem Verkauf des Triftstadions aus, wird das Sportzentrum nunmehr zusätzlich eine Mittelbereitstellung der Stadt in Höhe von rund 100.000 Euro erfordern.

Traunsteins Oberbürgermeister Manfred Kösterke betonte nochmals die Bedeutung des Projektes, insbesondere auch für den Traunsteiner Schulsport. Auch steige der Landkreis im Rahmen der Erneuerung der Leichtathletikbahn am ESV-Stadion mit in das Boot. Das freiwerdende Areal des Triftstadions, sei als künftiges Baugebiet mitten in der Stadt ein "impulsgebendes Bauvorhaben für die Stadt", das aber nur realisiert werden könne, wenn man dem Bau des Sportzentrums zustimme.

In die Aussprache reihten sich wie schon in früheren Sitzungen teils sehr kontroverse Statements der Stadträte aneinander. Oberbürgermeister Kösterke machte deutlich, dass es völlig normal sei, dass es zu einem solchen Projekt unterschiedliche Auffassungen gäbe. Nicht jeder müsse da mit "fliegenden Fahnen hinterherlaufen." Andererseits sei es ein bedeutender Impuls für Traunstein. Man erhalte für "relativ wenig Geld" eine große Chance für Traunstein. Man müsse sich hier fragen, ob es das wert sei und betonte. "Mir ist es das wert."

In der knappen Abstimmung entschloss sich der Stadtrat mit 13 zu zehn Stimmen für den Verwaltungsvorschlag der den Bau mit einer Höchstsumme von gut 4,6 Millionen Euro vorsieht. Weniger knapp waren die Abstimmungen in der Vergabe von Architekten- und Ingenieurleistungen, der Änderung des Flächennutzungsplans sowie der Aufstellung des Bebauungsplans.

wz/Chiemgau-Zeitung

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