Gute Laune trotz schlechten Wetters

Traunstein - Obwohl die Verantwortlichen des Sommerfestes des Sonderpädagogischen Förderzentrums Traunstein gezwungen waren, die Veranstaltung weitgehend in den Räumen der Schule durchzuführen, ließen sich die Schüler, Eltern und Lehrer die gute Laune nicht vermiesen.

Die Schüler und Lehrer waren wieder für das umfangreiche Unterhaltungsprogramm zuständig. Die Mitglieder des Elternbeirates und des Fördervereins sorgten für das leibliche Wohl.

Zum Auftakt in der Schulaula hieß Schulleiter Wolfgang Bösl viele Eltern und Schüler willkommen, die trotz Regens den Weg in die Schule gefunden hatten. Er tröstete sie wegen der beengten Verhältnisse mit der Nachricht, dass nun endlich die Turnhalle für das Förderzentrum genehmigt sei und man in einigen Jahren bei schlechtem Wetter dorthin ausweichen könne (wir berichteten). "Damit ist ein Traum in Erfüllung gegangen, denn zu einer Schule gehört auch eine Turnhalle", meinte Bösl.

Den Auftakt des Sommerfestes bildeten wie in jedem Jahr Aufführungen der Schüler. In diesem Jahr standen die Darbietungen unter dem Motto: "Eine musikalische Reise in verschiedene Länder." Nach der Einleitung eines Duos mit Ziach und Trompete entführten die Schüler ihrer Zuschauer tanzenderweise in einige Länder dieser Welt. Die Reise begann zunächst bodenständig mit einem bayerischen Trachtentanz und einem Schuhplattler. Ein Wiener Walzer führte in das Nachbarland österreich. Von dort ging es weiter nach Griechenland. Aufgeführt wurde der Nationaltanz Sirtaki. Frankreich wurde mit dem dort wohl bekanntesten Tanz, dem Can-Can, präsentiert. Den Abschluss bildete ein Ausflug in das Reich der Mitte. Hier stand ein chinesischer Seidenraupentanz auf dem Programm. Etwas später trat noch eine Trommlergruppe auf.

Eine angenehme überraschung hatte der Verein der Freiwilligen Feuerwehr Traunstein für den Schulleiter parat. Der Vorsitzende, Herbert Enthofer, und sein Stellvertreter Franz Reitschuh übergaben dem Schulleiter einen Scheck über 3000 Euro. Dieses Geld hatte die Feuerwehr bei der "Aktion Christbaum" zusammengetragen. Enthofer erinnerte daran, dass die Patenschaft zwischen der Traunsteiner Feuerwehr und dem Sonderpädagogischen Förderzentrum seit dem April 1969, also seit nunmehr 40 Jahren, bestehe. Die Schulleiter würdigte mit einem heiteren Gedicht das vielseitige Einsatzspektrum der Feuerwehr im Allgemeinen und die Unterstützung seiner Schule durch die Traunsteiner Wehr im Besonderen.

Für die Kinder waren im Schulgebäude Spielstationen aufgebaut, an denen sie sich nicht nur spielerisch unterhalten konnten. Wer alle Spielstationen durchmachte, konnte auch etwas gewinnen. Unter anderem wurden ein Spielteppich, ein Seifenblasenspiel, ein Wasserspiel, eine Schatzsuche, Kinderschminken sowie Klangmeditationen und Fantasiereisen angeboten. Die Kinder machten von diesem Angebot reichlich Gebrauch. Ebenso gerne wurden die Rundfahrten mit Einsatzfahrzeugen und die Vorführungen des Technischen Hilfswerks in Anspruch genommen. bjr

Rubriklistenbild: © dpa

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